Bachelorarbeit, 2015
41 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theoretische Ansätze zur Mietpreisbildung
2.1 Theorie der Mietpreisbindung
2.2 Theoretische Argumentationsgrundlagen der Mietpreisverteilung in Heidelberg
2.2.1 Modell des monozentrischen Stadtbildes und der Haus-Preise
3 Gesetzesentwurf der Bundesregierung
3.1 Politische Argumente für Regelungsbedarf
3.2 Lösungsmöglichkeiten durch gesetzliche Regulierung
3.3 Politisch erwünschte Ziele und Folgen der Mietpreisbremse
4 Der Wohnungsmarkt in Heidelberg
4.1 Wohnungsangebot
4.2 Wohnraumnutzung
4.3 Mieten und Mietpreisentwicklung
4.3.1 Der Mietspiegel
4.3.1.1 Die ortsüblichen Vergleichsmieten
4.3.1.2 Die Entwicklung der ortsüblichen Vergleichsmieten
4.3.2 Angebotsmieten
5 Empirische Analyse
5.1 Datenbasis der Angebotsmieten
5.1.1 Angebotsdatenbereinigung
5.1.2 Angebotsdatenanalyse
5.2 Die genutzten Daten aus dem Heidelberger Mietspiegel
5.3 Ein Mietspiegel vs. Marktmieten
5.4 Schlussfolgerungen und Gegenüberstellung
6 Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht die potenziellen Auswirkungen der gesetzlich eingeführten Mietpreisbremse auf den lokalen Wohnungsmarkt in Heidelberg. Basierend auf einem Datensatz von Immobilieninseraten aus dem Jahr 2013 wird analysiert, inwieweit aktuelle Angebotsmieten die ortsüblichen Vergleichsmieten übersteigen und welche Konsequenzen eine gesetzliche Deckelung für den Markt hätte.
5.1 Datenbasis der Angebotsmieten
Die Analyse nutzt Inserate der Internetplattform ImmobilienScout24 für Heidelberg im Zeitraum Januar bis Dezember 2013. Das Internetportal bietet Vermietern und Verkäufern sowie Maklern die Möglichkeit Wohnungen zu präsentieren und sie zur Vermietung auszuschreiben. Im Rahmen der „Transparenzoffensive Immobilienwirtschaft“ arbeitet ImmobilienScout24 mit wissenschaftlichen Instituten und Universitäten zusammen und stellt Datensätze zur Verfügung.
Neben den relevanten Größen wie Quadratmeterzahl, Baujahr und Stadtteil stehen im Datensatz auch Informationen wie vorhandene Einbauküche, Mietkaution, Etagenanzahl und weitere Daten zur Verfügung. Da auf dem Heidelberger Wohnungsmarkt eine hohe Nachfragekonkurrenz herrscht, ist davon auszugehen, dass es kaum Verhandlungen um Mietpreise gibt und Vermieter meist ihre Forderungen durchsetzen können. Somit sind die im Datensatz aufgeführten Angebotsmieten repräsentativ für die tatsächlichen Mieten bei Abschluss eines Mietvertrags (IW 2014, S.8).
1 Einleitung: Hinführung zum Thema Mietpreisregulierung und Darlegung der Forschungsabsicht im Kontext des Heidelberger Wohnungsmarktes.
2 Theoretische Ansätze zur Mietpreisbildung: Erörterung ökonomischer Theorien zur Mietpreisbindung und des Modells des monozentrischen Stadtbildes.
3 Gesetzesentwurf der Bundesregierung: Darstellung der politischen Argumentation, des Bestellerprinzips und der Ziele hinter der Mietpreisbremse.
4 Der Wohnungsmarkt in Heidelberg: Analyse der lokalen Marktgegebenheiten, des Mietspiegels und der Preisentwicklung.
5 Empirische Analyse: Durchführung des Gedankenexperiments zum Vergleich von Angebotsmieten und Vergleichsmieten unter Anwendung der Mietpreisbremse.
6 Fazit: Kritische Zusammenfassung der Ergebnisse und Diskussion der langfristigen Auswirkungen des Gesetzes.
Mietpreisbremse, Heidelberg, Wohnungsmarkt, Angebotsmiete, Vergleichsmiete, Mietrechtsnovellierungsgesetz, Bestellerprinzip, Gentrifizierung, monozentrisches Stadtbild, Wohnraummangel, Mietspiegel, ökonomische Regulierung.
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der gesetzlich beschlossenen Mietpreisbremse speziell auf den Heidelberger Wohnungsmarkt.
Im Zentrum stehen die Mietpreisbildungstheorie, der politische Gesetzesentwurf zur Mietrechtsnovellierung und eine empirische Analyse von Immobilienmarktdaten.
Ziel ist es zu ermitteln, welcher Anteil an Mietangeboten durch die Mietpreisbremse reguliert würde und wie sich dies auf verschiedene Stadtteile auswirkt.
Es wird ein empirisches Gedankenexperiment auf Basis von 2800 Immobiliendaten aus dem Jahr 2013 durchgeführt, die mit dem Heidelberger Mietspiegel verglichen werden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Vorstellung der Gesetzeslage, eine Marktanalyse Heidelbergs und die empirische Auswertung der Mietpreisabweichungen.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Mietpreisbremse, Angebotsmiete, Vergleichsmiete und Wohnungsmarktanalyse charakterisieren.
Das Bestellerprinzip wird im Gesetz eingeführt, damit derjenige, der den Makler beauftragt, auch die Kosten trägt, um Wohnungssuchende finanziell zu entlasten.
Im Stadtkern liegen über 85% der untersuchten Angebote mehr als 10% über der ortsüblichen Vergleichsmiete, was dort die höchste Betroffenheit durch die Mietpreisbremse impliziert.
Der Autor kritisiert, dass der Entwurf teilweise "hinkende Vergleiche" anstellt, indem er Mietwerte für ungleiche Wohnungstypen oder Baujahre gegenüberstellt.
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