Bachelorarbeit, 2015
38 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Kleine und mittlere Unternehmen (KMU)
2.2 Controlling
2.3 Kennzahlen und Kennzahlensysteme
2.3.1 Definition und Klassifizierung von Kennzahlen
2.3.2 Mathematische und sachlogische Kennzahlensysteme
2.3.3 Grenzen und kritische Faktoren
2.4 Key Performance Indicators (KPIs)
3 Einführung von KPIs in ein mitteständisches Unternehmensumfeld
3.1 Unternehmensvorstellung
3.2 Strategische Ziele und kritische Erfolgsfaktoren
3.3 Verknüpfung der KPIs
3.4 Berichtswesen der KPI
4 Abschließendes Fazit
Die Arbeit untersucht, wie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) durch den gezielten Einsatz von Key Performance Indicators (KPIs) ihre Unternehmensstrategie effizienter steuern und ihre Leistungsfähigkeit messbar machen können.
Informationsmanagement als kritischer Faktor von Kennzahlen
Kennzahlen stehen unter kontinuierlicher Beobachtung und Überwachung der Führungsebene und werden mit steigendem Bedeutungsgrad monatlich, wöchentlich und sogar Tagesaktuell gehalten. Hierbei hat die Ausführung, Darstellung und Adressierung einen hohen Einwirkungsgrad auf die Effektivität der Kennzahlen im Unternehmen.
Die Ausführungen und Darstellungen von Informationen im Rahmen einer Berichterstattung sind nach Becker und Winkelmann immer an die potentiellen Nutzer anzupassen und neben dem vorhandenen Informationsangebot deren Bedarf zu analysieren. Eine Informationsbedarfsanalyse die alle Internen (Management, Controlling, Abteilungsleitung, Führungskräfte) und externen Adressaten (Kunden, Lieferanten, Shareholder, Gesetzgeber, Gläubiger) mit einbeziehen, sorgt für eine verbesserte Steuerung, sowie Beurteilung aller relevanten Informationen. Durch eine fehlende Konzeption in der Berichterstattung, die Rahmenbedingungen und Standards für die Informationsversorgung schaffen sollen, geht der Mehrwert der Kennzahlen verloren oder schlimmer, wird von den falschen Adressaten mit unzureichenden Inhalten interpretiert. Ein häufiges Problem sind die überschüssigen Informationen, welche durch mangelnde Identifikation der Anforderungen immer mehr erweitert werden. Somit erhalten die Adressaten irrelevante Informationen aus Zahlenfriedhöfen, deren Basis nicht immer verständlich und nachvollziehbar ist. Hiermit geht ein entscheidender Teil des Vertrauens an die Plausibilität der Kennzahlen verloren. Hope und Fraser empfehlen mit Hilfe der Unternehmensstrategie eine Leistungsrangliste für den Grad der Bedeutung zu erstellen.
In Bezug auf die Plausibilität und Vergleichbarkeit der Kennzahlen ist eine normierte Basis der Informationen in einem Unternehmen zwingend notwendig. Unterschiedliche Quellbezüge der Informationen in unterschiedlichen Abteilungen erschweren die Nachvollziehbarkeit und Vergleichbarkeit. Auf diesen Gedankengang aufbauend sind Kennzahlenziele vor aktuellem Hintergrund anzupassen, um eine Verzerrung der Interpretation unter anderen Voraussetzungen zu vermeiden. Des Weiteren ist die Festlegung von maximalen und minimalen Grenzwerten der Kennzahlen hilfreich, um ungewollte Eingriffe bei marginalen Schwankungen zu unterbinden. Punktgenaue Zielsetzungen reduzieren die Hemmschwelle für Eingriffe und somit Verfälschungen der Tatsachen.
1 Einleitung: Die Arbeit motiviert sich aus der Herausforderung, strategisches Controlling für KMU praxistauglich zu gestalten und Kennzahlen zielgerichtet einzusetzen.
2 Grundlagen: Es werden die theoretischen Begrifflichkeiten zu KMU, Controlling sowie Kennzahlensystemen (wie DuPont und ZVEI) und der Balanced Scorecard erläutert.
3 Einführung von KPIs in ein mitteständisches Unternehmensumfeld: Auf Basis von Unternehmensprofilen werden kritische Erfolgsfaktoren definiert und der konkrete Implementierungsprozess von KPIs beschrieben.
4 Abschließendes Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass individuelle, an der Strategie ausgerichtete KPI-Systeme maßgeblich zur Wettbewerbsfähigkeit mittelständischer Unternehmen beitragen.
Key Performance Indicators, Controlling, KMU, Balanced Scorecard, Unternehmenserfolg, Kennzahlensysteme, strategische Planung, Berichtswesen, Ressourcenallokation, Mittelstand, Unternehmensstrategie, operative Steuerung, Leistungskennzahlen, Prozessmanagement, Datenqualität
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Einordnung und der praktischen Einführung von Key Performance Indicators (KPIs) speziell für kleine und mittlere Unternehmen (KMU).
Die Schwerpunkte liegen auf der Kennzahlenbildung im Controlling, der Balanced Scorecard als Führungsinstrument und der Anpassung dieser Konzepte an die spezifische Struktur mittelständischer Unternehmen.
Ziel ist es, einen Weg aufzuzeigen, wie KMU ihre Unternehmensstrategie in wenige, effiziente Kennzahlen übersetzen können, um die Leistungsfähigkeit des Unternehmens gezielt zu steuern.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie eine modellhafte Anwendung der Konzepte auf zwei fiktive Unternehmen aus den Branchen Produktion und Beratung.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Kennzahlenlehre und die praktische Ableitung von KPIs anhand von Unternehmenszielen und kritischen Erfolgsfaktoren (BSC-Perspektiven).
Wichtige Begriffe sind unter anderem Key Performance Indicators (KPI), Controlling, Balanced Scorecard, KMU, Rentabilität und Unternehmensstrategie.
Die G.A. KIESEL GmbH repräsentiert ein produzierendes Unternehmen mit Fokus auf Sachgütern, während die BEMA Consulting GmbH als Beratungsunternehmen primär vom Humankapital abhängt.
Ein strukturiertes Berichtswesen ist notwendig, damit Kennzahlen nicht nur erhoben, sondern als Entscheidungsgrundlage für das Management dienen und Transparenz im Unternehmen schaffen.
Sie fungiert als Leitfaden, um durch verschiedene Perspektiven (Finanzen, Kunden, Prozesse, Lernen & Entwicklung) die Unternehmensstrategie ganzheitlich in messbare Ziele zu überführen.
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