Bachelorarbeit, 2015
40 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Wunderbegriff
2.1 Heutiges Verständnis von Wundern
2.2 Antikes Verständnis von Wundern
2.3 Biblisches Verständnis von Wundern
2.4 Das Wunderverständnis des Evangelisten Markus
2.5 Aufbau einer Wundererzählung im Neuen Testament
3 Jesus als charismatischer Heiler
4 Die Heilung des Gelähmten (Mk 2,1-12)
4.1 Kontext
4.2 Aufbau
4.3 Traditionshintergrund
4.4 Interpretation
4.5 Deutungshorizonte
5 Der blinde Bartimäus (Mk 10, 46-52)
5.1 Kontext
5.2 Aufbau
5.3 Traditionshintergrund
5.4 Interpretation
5.5 Deutungshorizonte
6 Fazit
Die Arbeit untersucht die Person Jesu als charismatischen Heiler durch eine tiefgehende Analyse von zwei ausgewählten Wundererzählungen aus dem Markusevangelium, um die theologische Bedeutung dieser Heilungswunder im antiken und biblischen Kontext sowie für das heutige Verständnis zu eruieren.
4.4 Interpretation
Zunächst wird der Rahmen der Erzählung verdeutlicht. Jesus kehrt nach Tagen zurück nach Kapernaum. Zwischen den Anfängen des Wirkens Jesu und der neuen Erzählungsreihe „wird ein unbestimmter Zwischenraum einer Reihe von Tagen gelegt“. Markus bezieht sich auf den Zusammenhang von 1,21-34: „Nach einigen Tagen kommt Jesus wieder nach Kafarnaum“. Anscheinend gelangt Jesus zunächst unbemerkt nach Kapernaum.
Der Ort des Geschehens ist ein Haus, „wahrscheinlich das Haus des Simon, da bisher von keinem anderen gesprochen wurde (vgl. 1,29.32)“.
Es spricht sich jedoch schnell herum, dass Jesus in diesem Haus ist, da sich viele Menschen um ihn herum versammeln. Der Platz reicht für die vielen Menschen nicht aus, denn bei der Tür war kein Platz mehr. Dabei wird nicht geschildert, ob der Platz zwischen der Türe und einer Hofmauer gemeint ist, oder ob die Türe direkt zur Straße hin aus führt. Jedenfalls soll der vermittelte Eindruck von Mk 1,33 noch einmal verstärkt werden. Der Andrang um Jesus wird an dieser Stelle deutlich. Die Menschen wollen die Botschaft Jesu hören. Jesus verkündet ihnen das Wort (Mk 2,2). Diese Redewendung stammt aus der „urchristlichen Missionssprache (Apg 4,29.31; 8,25; 11,29 u.ö.)“. Mit dem Wort ist die Botschaft vom Reich Gottes gemeint.
In Vers 3 wird die Zeitform von Präteritum ins Präsens gewechselt, sodass deutlich wird, dass das eigentliche Ereignis beginnt. Vier Leute tragen einen Gelähmten zu Jesus. Anscheinend ist er also nicht in der Lage, sich selber körperlich zu bewegen und ist auf die Hilfe der Anderen angewiesen. Über seine genaue Krankheit wird keine weitere Angabe gemacht, sodass man auch nicht die Ursache der Lähmung erfährt.
1 Einleitung: Vorstellung des Themenkomplexes Jesus als charismatischer Heiler und Darlegung der Zielsetzung sowie des methodischen Vorgehens der Arbeit.
2 Wunderbegriff: Erarbeitung der Unterschiede zwischen dem heutigen, antiken und biblischen Wunderverständnis sowie Erläuterung der Bedeutung im Markusevangelium.
3 Jesus als charismatischer Heiler: Definition von Jesus als charismatischem Heiler in Abgrenzung zu anderen antiken Heilern unter Berücksichtigung seiner göttlichen Vollmacht.
4 Die Heilung des Gelähmten (Mk 2,1-12): Exegetische Untersuchung der Heilung unter Berücksichtigung von Kontext, Traditionshintergrund, Textaufbau und Interpretation der theologischen Deutungshorizonte.
5 Der blinde Bartimäus (Mk 10, 46-52): Exegetische Analyse der Heilungsgeschichte des Bartimäus mit Fokus auf seine Rolle als Nachfolger Jesu und die theologische Botschaft.
6 Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse zur Bedeutung Jesu als Heiler und der bleibenden Relevanz für den Glauben.
Jesus, Markusevangelium, Wunder, Wundererzählung, Heilung, charismatischer Heiler, Glaube, Sündenvergebung, Reich Gottes, Bartimäus, Gelähmter, neutestamentliche Exegese, biblische Theologie, antikes Weltbild.
Die Arbeit untersucht die Darstellung Jesu als charismatischer Heiler im Markusevangelium, indem sie den geschichtlichen Hintergrund und die theologische Bedeutung seiner Heilungswunder analysiert.
Die zentralen Themen sind das Verständnis von Wundern in Antike und Bibel, die Rolle Jesu als Heiler, der Zusammenhang von Krankheit und Sünde sowie die Bedeutung von Glauben und Nachfolge.
Ziel ist es, die Person Jesus als charismatischen Heiler durch eine detaillierte Untersuchung zweier Wundergeschichten (Mk 2,1-12 und Mk 10, 46-52) theologisch und historisch zu verorten.
Die Autorin nutzt exegetische Methoden, um die ausgewählten Texte anhand von Kontext, Aufbau, Traditionshintergrund, Interpretation und Deutungshorizonten zu analysieren.
Der Hauptteil widmet sich der Erarbeitung des Wunderbegriffs, der Charakterisierung Jesu als Heiler sowie der ausführlichen exegetischen Analyse der Heilung des Gelähmten und der Heilung des blinden Bartimäus.
Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Jesus, Markusevangelium, Wunder, Heilung, Sündenvergebung und charismatischer Heiler beschreiben.
Dieser Zusammenhang spiegelt den antiken Tun-Ergehen-Zusammenhang wider, in dem Krankheit oft als Folge einer spirituellen Verfehlung oder Sünde gegenüber Gott gedeutet wurde.
Bartimäus dient als Beispiel für den festen Glauben und die anschließende Nachfolge Jesu, womit er für die Jünger eine Vorbildfunktion einnimmt.
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