Bachelorarbeit, 2015
64 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theoretischer Teil
2.1 Definition der Metaphern
2.2 Kognitive Metapherntheorie
2.3 Metaphern in der Pädagogik
2.4 Definition des Lernens
2.4.1 Kognitive Lerntheorie
2.4.2 Lernen als Wissenserwerb
2.4.3 Lernen als Handeln und Problemlösen
2.4.4 Lernen als Selbstregulationsaufgabe
2.4.4.1 Selbstbestimmungstheorie nach Deci & Ryan
2.4.5 Lernen als Persönlichkeitsentwicklung
2.4.6 Lernen als Enkulturation
2.4.6.1 Kooperation
2.5 Bildungssysteme im Vergleich: Togo vs. Deutschland
2.5.1 Lernkulturelle Unterschiede zwischen Togo und Deutschland
3. Empirischer Teil
3.1 Ziel der Studie – Fragestellung
3.2 Methodik
3.2.1 Qualitative Sozialforschung
3.3 Studiendesign
3.3.1 Stichprobe
3.3.2 Durchführung
3.3.3 Auswertung
3.3.3.1 Vorgehen
3.3.3.2 Erstellung des Kategoriensystems
3.3.3.3 Erstellung eines Kodierleitfadens
4. Ergebnisse
4.1 Quantitative Auswertung
4.2 Qualitative Analyse der Metaphern
4.2.1 Lernen als Wissenserwerb
4.2.2 Lernen mit dem Fokus auf inhaltliche Aspekte
4.2.3 Lernen als Selbstregulierung und Motivation
4.2.4. Lernen als Problemlösen und Handeln
4.2.5 Lernen als Lebenslanger Prozess
4.2.6 Lernen als Prozess mit Ende
4.2.7 Lernen als Persönlichkeitsentwicklung
5. Diskussion und Schlussfolgerung
Die Arbeit untersucht empirisch, ob und inwieweit sich die metaphorischen Vorstellungen vom Lernen bei Studierenden aus Togo und Deutschland unterscheiden und welche kognitiven oder motivationalen Konzepte diesen Metaphern zugrunde liegen.
1. Einleitung
Befragen wir Studenten aus verschieden Fächern und Ländern, Lernen mit Metaphern zu beschreiben, erhalten wir sicherlich verschiedene Arten von Definitionen. Jeder hat ein Bild in seinem Kopf, welches dem Vorgang des Lernens entspricht womit versucht wird Lernen zu beschreiben.
„Lernen ist wie das Besteigen eines Berges, weil mehrere Etappen erreicht werden müssen, bis man schließlich zum Gipfel gelangt. Selbst wenn man einen Umweg geht, kann man den Gipfel sehen und weiterhin darauf zusteuern. Ziel des Lernens ist ein klareres Bild von seinem Fachgebiet zu bekommen, um Zusammenhänge verstehen zu können.“ (B57)
„Lernen ist wie Geschäft machen, weil man am Anfang über ein kleines Kapital verfügt und dies im Lauf der Zeit immer größer wird. So funktioniert es auch beim Lernen. Ziel des Lernens ist hier der Erfolg.“ (A85)
Die beiden Zitate von Studenten aus zwei verschiedenen Ländern machen deutlich, dass Lernen sehr abstrakt scheint und, dass Studenten bei dessen Beschreibung nicht ohne Metaphern auskommen. In ihrem Buch „Leben in Metaphern“ machten die beiden Autoren (Lakoff &Johnson) deutlich, dass und inwiefern Metaphern häufiger in unseren Alltagssprachen auftreten. Man könnte sagen, dass es insofern kein Leben ohne Metaphern gibt, als diese sehr fest mit unserem Denken, Handeln und Sprechen verbunden sind, so dass wir kaum ohne sie leben können. Metaphern werden im Alltag in verschiedenen Situationen verwendet, um eine Aussage zu machen. Sie ermöglichen den Menschen die „Übertragung“ von einigen Wörtern auf andere (vgl. Aristoteles, 1982). Dies hilft dabei ein klares Bild von Sachen zu bekommen, die uns unbekannt waren. Die Übertragung von einem Wort auf ein anderes erleichtert das Verständnis. Somit haben Metaphern auch eine kognitive Aufgabe.
1. Einleitung: Diese Einführung erläutert die Bedeutung von Metaphern als kognitive Werkzeuge und stellt die Forschungsfrage zur Untersuchung der Lernmetaphern bei togolesischen und deutschen Studenten.
2. Theoretischer Teil: Dieses Kapitel vermittelt Grundlagen zu Metapherntheorien, definiert verschiedene Arten des Lernens (z.B. Wissenserwerb, Selbstregulation) und vergleicht die Bildungssysteme Togos und Deutschlands.
3. Empirischer Teil: Hier wird das methodische Vorgehen der qualitativen Inhaltsanalyse und das Design der Onlinebefragung bei den 82 Studierenden dargelegt.
4. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert sowohl die quantitative Auswertung mittels Chi-Quadrat-Tests als auch die qualitative Analyse der unterschiedlichen Lernmetaphern.
5. Diskussion und Schlussfolgerung: Die Ergebnisse werden in den wissenschaftlichen Kontext eingeordnet und mögliche Unterschiede sowie kulturelle Einflüsse auf die Metaphernvorstellungen kritisch reflektiert.
Lernmetaphern, kognitive Metapherntheorie, Wissenserwerb, Selbstregulation, Problemlösen, Persönlichkeitsentwicklung, Enkulturation, Bildungssystem Togo, Bildungssystem Deutschland, qualitative Inhaltsanalyse, empirische Studie, Lernkultur, Motivation, Studienvergleich.
Die Arbeit analysiert, wie Studierende aus Togo und Deutschland das abstrakte Konzept "Lernen" durch metaphorische Bilder definieren und beschreiben.
Die Schwerpunkte liegen auf der kognitiven Metapherntheorie, verschiedenen Lerntheorien, dem Vergleich nationaler Bildungssysteme sowie der qualitativen Analyse von Sprachbildern.
Das Hauptziel ist herauszufinden, ob sich die Lernmetaphern togolesischer Studierender von denen deutscher Studierender signifikant unterscheiden.
Der Autor nutzt die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring zur Auswertung der gesammelten Metaphern sowie quantitative Methoden wie den Chi-Quadrat-Test zur statistischen Bewertung.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung über Metaphern und Lernen sowie einen empirischen Teil, der das Studiendesign und die Ergebnisse der Befragung vorstellt.
Wichtige Begriffe sind Lernmetaphern, Wissenserwerb, Selbstregulation, kognitive Lerntheorie und interkultureller Bildungsvergleich.
Die Studie deutet darauf hin, dass die eher frontale Struktur im togolesischen System das Bild des Wissenserwerbs als reine Wissensaufnahme stärker prägt als im deutschen System.
Obwohl es signifikante Unterschiede bei der Gewichtung inhaltlicher Aspekte und der Selbstregulierung gibt, lässt sich insgesamt kein fundamentaler Unterschied zwischen den Metaphern der beiden Herkunftsgruppen feststellen.
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