Examensarbeit, 2013
62 Seiten, Note: 1,0
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Die Wortschatzarbeit – ein vernachlässigter Bestandteil des Deutschunterrichts?
2. Sprachwissenschaftliche und psycholinguistische Grundlagen
2.1 Der deutsche Wortschatz
2.2 Die Sprache und ihre Sprecher
2.3 Der Spracherwerbsprozess
2.3.1 Sprachevaluation und Sprachentwicklung
2.3.2 Ablauf der kindlichen Sprach- und Wortschatzentwicklung
2.4 Die Wortbedeutung
2.4.1 Die Zuweisung von Bedeutungen
2.4.2 Möglichkeiten der Beschreibung von Bedeutungen
2.5 Der menschliche Wortspeicher
2.5.1 Aufbau des mentalen Lexikons
2.5.2 Semantische Strukturen im mentalen Lexikon
2.5.2.1 Paradigmatische und syntagmatische Wortbeziehungen
2.5.2.2 Morphologische Relationen
3. Wortschatzerweiterung und Wortschatzvertiefung im Deutschunterricht
3.1 Darstellung der Notwendigkeit einer zielgerichteten Wortschatzarbeit
3.1.1 Zielgerichtete vs. beiläufige Wortschatzarbeit
3.1.2 Ergebnisse internationaler Vergleichsstudien
3.1.3 Lexikalische Kompetenz und ihre Bedeutung für die Sprachkompetenzen
3.2 Ziele der Wortschatzarbeit im muttersprachlichen Deutschunterricht
3.3 Wortschatzarbeit im Deutschunterricht der Sekundarstufe I
4. Exemplarische Unterrichtseinheit
4.1 Vorüberlegungen
4.2 Unterrichtsverlauf
5. Wortschatzarbeit im interkulturellen Kontext der Schulklasse
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung des Wortschatzes für den schulischen Spracherwerb und argumentiert für eine systematische, zielgerichtete Wortschatzarbeit im muttersprachlichen Deutschunterricht der Sekundarstufe I, um die Ausdrucksfähigkeit und Lesekompetenz von Schülern nachhaltig zu stärken.
1 Die Wortschatzarbeit - ein vernachlässigter Bestandteil des Deutschunterrichts?
Wir Menschen können uns mit Hilfe von Wörtern verständigen, nicht aber mittels grammatischer Regeln. Aufgrund der unbestrittenen Tatsache, dass die Kenntnis von Wörtern die Grundvoraussetzung für sprachliche Verständigung ist, ist es etwas verwunderlich, dass die grammatischen Systeme und die Abfolge des Spracherwerbs weit besser erforscht sind als der Wortschatz und der Wortschatzerwerb. Für die alltägliche Kommunikation reichen bereits 2.000 Vokabeln aus, um sinnvoll kommunizieren zu können. Für den differenzierten Ausdruck, wie er im schulischen Unterricht verlangt wird, müssen allerdings weitaus mehr Wörter beherrscht werden. Nicht nur im schulischen Kontext, sondern auch vom späteren Arbeitgeber wird erwartet, dass sich die Jugendlichen sprachlich gewandt ausdrücken können und einen umfangreichen Wortschatz in Sprache und Schrift vorweisen können.
Neuere Erkenntnisse der Psychologie zeigen die häufig unterschätzte Bedeutung des Wortschatzes für das sprachliche Handeln auf. Demnach sind beispielsweise „50% aller Produktionsprobleme in Sprachleistungen lexikalisch motiviert.“ Weitere Untersuchungen zeigen, je umfangreicher der Wortschatz ist, desto besser schneiden die Schülerinnen und Schüler in Lese-, Ausdrucks- und Schreibfähigkeiten ab. Anhand dieser Erkenntnisse rechtfertigt sich eine Stärkung der bewussten und systematischen Wortschatzarbeit im Deutschunterricht.
1. Die Wortschatzarbeit – ein vernachlässigter Bestandteil des Deutschunterrichts?: Einleitend wird die zentrale, jedoch oft unterschätzte Rolle des Wortschatzes für die allgemeine Ausdrucksfähigkeit und den schulischen Erfolg hervorgehoben.
2. Sprachwissenschaftliche und psycholinguistische Grundlagen: In diesem Kapitel werden theoretische Konzepte wie das mentale Lexikon, die Wortbedeutung sowie die semantische Vernetzung von Lexemen fundiert analysiert.
3. Wortschatzerweiterung und Wortschatzvertiefung im Deutschunterricht: Es wird die Notwendigkeit einer bewussten Wortschatzarbeit im Unterricht begründet und durch Ergebnisse aus Vergleichsstudien sowie deren Bedeutung für weitere Sprachkompetenzen belegt.
4. Exemplarische Unterrichtseinheit: Dieses Kapitel stellt einen praktischen Vorschlag für den Unterricht in den Jahrgangsstufen 7/8 vor, basierend auf den zuvor theoretisch erarbeiteten Erkenntnissen.
5. Wortschatzarbeit im interkulturellen Kontext der Schulklasse: Abschließend wird auf die besonderen Anforderungen und Chancen eingegangen, die sich aus der Mehrsprachigkeit und unterschiedlichen kulturellen Hintergründen in Schulklassen ergeben.
Wortschatzarbeit, Mentales Lexikon, Deutschunterricht, Sekundarstufe I, Wortschatzvertiefung, Wortschatzerweiterung, Sprachkompetenz, Lexem, Semantik, Wortfelder, Unterrichtsplanung, Wortbildung, Sprachverstehen, Wortbedeutung, Interkultureller Kontext
Die Arbeit befasst sich mit der wissenschaftlichen Fundierung und der praktischen Umsetzung einer systematischen Wortschatzarbeit im muttersprachlichen Deutschunterricht der Sekundarstufe I.
Zu den Kernbereichen gehören das mentale Lexikon, die psycholinguistischen Grundlagen des Spracherwerbs sowie Methoden zur zielgerichteten Wortschatzarbeit im Kontext schulischer Anforderungen.
Das Hauptziel ist es, die Bedeutung einer systematischen Wortschatzarbeit zu verdeutlichen und aufzuzeigen, wie Lehrer durch gezielte methodische Ansätze die Sprachkompetenz der Schüler verbessern können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse linguistischer und psycholinguistischer Theorien sowie der Auswertung internationaler Vergleichsstudien zur Sprachleistung.
Der Hauptteil behandelt die Struktur und Funktion des mentalen Lexikons, verschiedene Wortbeziehungen sowie didaktische Strategien zur Wortschatzvermittlung und -erweiterung.
Wichtige Begriffe sind Wortschatzarbeit, Mentales Lexikon, Sprachkompetenz, Wortbildung, Semantik und Wortschatzvertiefung.
Der Dreischritt (Semantisierung, Vernetzung, Reaktivierung) dient dazu, den Prozess der Aneignung neuer Wörter im Unterricht systematisch zu strukturieren und nachhaltig in den aktiven Wortschatz der Schüler zu integrieren.
Wortfelder helfen Schülern dabei, semantische Beziehungen zwischen Wörtern zu erkennen und durch Synonyme oder verwandte Begriffe ihre Ausdrucksweise in Texten präziser und abwechslungsreicher zu gestalten.
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