Diplomarbeit, 2014
46 Seiten, Note: 97%
1. Einleitung
2. Die Satire in der post-9/11 Filmwelt
3. Anmerkung zu den Kritiken
4. Postal
4.1. Inhaltliche Zusammenfassung
4.2. 9/11 in Postal – Provozieren durch das Brechen von Tabus
4.3. Die kritische Aufnahme
4.3.1. Fachmännische Kritiken
4.3.2. Kritiken von Usern
4.3.3. Gegenüberstellung
5. Four Lions
5.1. Inhaltliche Zusammenfassung
5.2. 9/11 in Four Lions – Terrorismus als satirisches Mittel
5.3. Die kritische Aufnahme
5.3.1. Fachmännische Kritiken
5.3.2. Kritiken von Usern
5.3.3. Gegenüberstellung
6. Family Guy - Back to the Pilot
6.1. Inhaltliche Zusammenfassung
6.2. 9/11 in Back to the Pilot – Eine Welt ohne den 11. September
6.3. Die kritische Aufnahme
6.3.1. Fachmännische Kritiken
6.3.2. Kritiken von Usern
6.3.3. Gegenüberstellung
7. South Park – Mystery of the Urinal Deuce
7.1. Inhaltliche Zusammenfassung
7.2. 9/11 in Mystery of the Urinal Deuce – Die Verschwörungstheorien
7.3. Die kritische Aufnahme
7.3.1. Fachmännische Kritiken
7.3.2. Kritiken von Usern
7.3.3. Gegenüberstellung
8. Auswertung und Vergleich
9. Erklärungsversuch
Die vorliegende Arbeit untersucht die These, dass direkte satirische Verarbeitungen der Anschläge vom 11. September 2001 in europäischen und US-amerikanischen Spielfilmen und Serien zu überwiegend negativen Kritiken führen. Ziel ist es, herauszufinden, ob und wie satirische Darstellungen dieses sensiblen Themas von Kritikern und dem Publikum rezipiert werden.
4.2. 9/11 in Postal – Provozieren durch das Brechen von Tabus
Der im Jahre 2007 veröffentlichte Film hat sich allem voran ein Ziel gesetzt: Das Brechen möglichst vieler Tabus. Dabei wird, wie schon in der Computerspielvorlage, weder vor Rassismus, Diskriminierung, Sexismus oder expliziter Gewaltdarstellung Halt gemacht. Während der knapp zweistündigen Filmlänge werden unzählige Kinder erschossen, Geschlechtsteile entblösst, Invalide missbraucht und sogar eine Mutter mit ihrem Säugling von einem Lastwagen überfahren. Jeder der parallel laufenden Handlungsstränge bietet hierbei seine eigenen Affronts. Doch am meisten provozierten die zahlreichen Anspielungen auf den 11. September 2001; allem voran die bereits zu Beginn gezeigte, explizite Darstellung der Anschläge auf das World Trade Center, die damals für etlichen Aufruhr sorgte.
Zu sehen sind zwei Flugzeugentführer, die die Maschine bereits übernommen und Kurs auf die Twin Towers nehmen. Dabei geraten sie in Uneinigkeit über die Anzahl der ihnen für ihr bevorstehendes Martyrium versprochenen Jungfrauen, da einer offenbar eine niedrigere Anzahl zugesagt bekommen hat als der andere. Unschlüssig über die Zuverlässigkeit dieser Information, rufen sie ihren Auftraggeber Osama bin Laden an um sich Gewissheit zu verschaffen. Dieser kann aber, da die Nachfrage nach Jungfrauen wegen zu vielen Märtyrern stark angestiegen sei, nur gerade zwanzig garantieren. Als Reaktion wollen die beiden Terroristen das Selbstmordattentat abbrechen und den Kurs auf die Bahamas ändern. Doch bevor es dazu kommen kann, stürmen die Passagiere des Flugzeugs das Cockpit und es kommt zu einem Handgemenge mit die Entführer. Diese versuchen vergeblich die Leute von ihren neuen Absichten zu überzeugen und verlieren die Kontrolle über die Maschine. Es gibt einen Schnitt zu einem Fensterputzer, der gerade dabei ist, die Scheiben eines Turmes des World Trade Centers zu reinigen. Durch die Spiegelung des Glases bemerkt er das sich nähernde Flugzeug und blickt sich verdutzt um, worauf die Maschine ins Gebäude (und somit in die Kamera) rast. Eine Explosion nimmt das ganze Bild ein und der Titel des Films erscheint.
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die These auf, dass satirische Darstellungen des 11. September zu negativen Kritiken führen und erläutert die Auswahl der vier untersuchten Werke.
2. Die Satire in der post-9/11 Filmwelt: Dieses Kapitel beleuchtet den gesellschaftlichen Umgang mit Humor nach den Anschlägen und die Entwicklung der satirischen Auseinandersetzung in Medien.
3. Anmerkung zu den Kritiken: Hier wird das Bewertungssystem von Metacritic und TV.com erklärt, um die analytische Basis für die Untersuchung der Kritiken zu schaffen.
4. Postal: Kapitel 4 analysiert den Film Postal, seine bewusste Tabuverletzung und die überwiegend negativen fachmännischen Kritiken.
5. Four Lions: Kapitel 5 befasst sich mit der subtileren Satire von Four Lions, die den Terrorismus als Mittel nutzt und positiver rezipiert wird.
6. Family Guy - Back to the Pilot: Kapitel 6 untersucht die Zeichentrickfolge hinsichtlich ihrer provokanten Zeitreise-Prämisse und der Reaktionen von Kritikern und Fans.
7. South Park – Mystery of the Urinal Deuce: Kapitel 7 analysiert, wie diese Serie Verschwörungstheorien rund um 9/11 parodiert und dabei die Grenze zwischen offener Parodie und Stellungnahme auslotet.
8. Auswertung und Vergleich: Das achte Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass Serien deutlich mehr satirischen Spielraum besitzen als Filme.
9. Erklärungsversuch: Das letzte Kapitel reflektiert über die Zeitspanne seit dem Ereignis und warum die Toleranzschwelle des Publikums bei Serien höher liegt als bei Filmen.
11. September 2001, 9/11, Satire, Filmkritik, Terrorismus, Postal, Four Lions, Family Guy, South Park, Tabubruch, Rezeption, Verschwörungstheorien, Humor, Medienanalyse, Provokation.
Die Arbeit analysiert, wie die Terroranschläge vom 11. September 2001 in verschiedenen satirischen Film- und Fernsehproduktionen verarbeitet wurden und welche Kritiken diese Umsetzungen hervorgerufen haben.
Die zentralen Felder sind die Wirkung von Satire im Kontext von Tragödien, der Vergleich zwischen Spielfilmen und TV-Serien sowie die unterschiedliche Wahrnehmung durch Fachkritiker und das allgemeine Publikum.
Das Ziel ist die Prüfung der These, ob direkte satirische Verarbeitungen der 9/11-Anschläge zwangsläufig in überwiegend negativen Kritiken resultieren, und worin die Unterschiede in der Rezeption liegen.
Der Autor nutzt eine qualitative Inhaltsanalyse von professionellen Filmkritiken sowie User-Rezensionen von Portalen wie Metacritic und TV.com, um die Rezeption der ausgewählten Medienwerke systematisch zu vergleichen.
Im Hauptteil werden vier spezifische Werke – die Spielfilme "Postal" und "Four Lions" sowie die Serienfolgen von "Family Guy" und "South Park" – detailliert auf ihren Inhalt, die satirische Herangehensweise und die kritische Aufnahme hin untersucht.
Wichtige Begriffe sind 9/11-Satire, Medienkritik, Tabubruch, Rezeption, Terrorismus-Darstellung und die Kontrastierung von Film- und Fernsehformaten.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Serien einen größeren Handlungsspielraum genießen, da das Publikum an das satirische Format gewöhnt ist, während Filme bei diesem Thema deutlich strenger bewertet werden.
Verschwörungstheorien werden insbesondere am Beispiel von "South Park" thematisiert, wobei untersucht wird, wie die Serie diese als satirisches Instrument nutzt, um politische Strukturen oder gesellschaftliche Ängste zu parodieren.
Der Autor schließt, dass Humor im Zusammenhang mit Tragödien eine therapeutische Funktion haben kann, wobei die Akzeptanz solcher Satire maßgeblich vom Zeitpunkt der Produktion und dem gewählten Medium abhängt.
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