Bachelorarbeit, 2015
80 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit
1.3 Theoretische Grundlagen
2 Strategisches Konzept
2.1 Der strategische Einkauf
2.1.1 Global Sourcing
2.1.2 Local Sourcing
2.1.3 Just-in-Time Sourcing
2.1.4 Just-in-Sequence Sourcing
2.2 Gründe für die internationale Beschaffung
2.3 Internationale Beschaffungsstrategien
2.3.1 Indirekter und direkter Import
2.3.2 Passive Lohnveredelung
2.3.3 Einkaufsvertretung
2.3.4 Produktions-Joint-Venture
2.3.5 Produktionsniederlassung
2.4 Wahl der idealen Strategie
2.4.1 Einflusskriterien
2.4.1.1 Umweltspezifische Faktoren
2.4.1.2 Unternehmensspezifische Faktoren
2.4.2 Strategiewahl
3 Die Volksrepublik China
3.1 Die Volksrepublik China als Beschaffungsland
3.2 Anreize für eine Beschaffung in der Volksrepublik China
3.3 Arbeitsmarktpolitische Entwicklung in der Volksrepublik China
3.4 Rahmenbedingungen der Beschaffung in der Volksrepublik China
3.4.1 Infrastruktur
3.4.1.1 Straßennetz
3.4.1.2 Schienennetz
3.4.1.3 Luftfahrt
3.4.1.4 Telekommunikation
3.4.1.5 Internet
3.4.2 Soziokulturelle Einflussfaktoren
3.4.3 Rechtliche Aspekte
4 Entwicklung eines strategischen Konzepts
4.1 Auswahl geeigneter Produkte
4.1.1 Produktanalyse
4.1.2 Produktauswahl
4.1.3 Berücksichtigung der Total-Cost-of-Ownership
4.2 Auswahl geeigneter Lieferanten
4.2.1 Analyse der Informationsquellen der Beschaffungsmarktforschung
4.2.1.1 Sekundäre Beschaffungsmarktforschung
4.2.1.2 Primäre Beschaffungsmarktforschung
4.2.2 Selektionsprozess
4.2.2.1 Grobselektion
4.2.2.1.1 Politische und rechtliche Umstände
4.2.2.1.2 Kulturelle Rahmenbedingungen
4.2.2.1.3 Natürlich-geographische Gegebenheiten
4.2.2.2 Feinselektion
4.2.2.2.1 Lieferantenauswahl anhand eines Fallbeispiels
4.2.2.2.2 Anzahl der Lieferanten
4.3 Ausgestaltung der Lieferantenbeziehungen
4.3.1 Langfristige vs. kurzfristige Geschäftsbeziehung
4.3.2 Gestaltung des Logistiksystems
4.3.3 Qualitätsmanagement
4.3.3.1 Maßnahmen der Qualitätssicherung
4.3.3.2 Kosten der Qualitätssicherung
5 Kritische Erfolgsfaktoren
5.1 China – Bedrohung oder Chance?
5.2 Wesentliche Herausforderungen
5.3 Schwierigkeit der Soft-Facts
5.4 Deutsche Firmen auf dem Rückzug aus China
6 Fazit und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, mittelständischen Unternehmen praxisnahe Handlungs- und Gestaltungsempfehlungen für die Planung und Durchführung von Beschaffungsaktivitäten in der Volksrepublik China zu geben, um deren Wettbewerbsfähigkeit durch eine fundierte Strategieentwicklung zu sichern.
4.1.2 Produktauswahl
Für China eignen sich insbesondere Teile, die eine gleichmäßige Verbrauchstruktur aufweisen. Dadurch kann man einen genauen Bestellrhythmus planen, da nicht nach Termin gelieferte Teile erhebliche Fehlmengenkosten verursachen können. Es sind somit tendenziell X-Teile zu bevorzugen. Damit sich der Arbeitsaufwand lohnt, der mit der Auswahl und Zusammenarbeit chinesischer Lieferanten entsteht und um die größtmöglichen Einsparpotenziale durch die Beschaffung zu erzielen, sollten Produkte ausgewählt werden, die wertintensiv und für das Unternehmen strategisch wichtig sind, also A-Teile. Zur Auswahl der einzelnen Beschaffungsgüter bietet sich also eine Kombination der ABC- mit den XYZ-Klassen an, die in Abbildung 11 dargestellt wird.
Internationale Beschaffung in China bietet sich idealtypisch bei AX-Artikeln, also ein hoher Wert und konstanter Verbrauch, mit niedrigem Versorgungsrisiko an. Besonders lohnenswert ist es, wenn von den ausgewählten Teilen große Stückzahlen zu beschaffen sind. So kann bei Lieferanten eine Reduzierung der Stückkosten realisiert werden, wodurch niedrigere Verkaufspreise zu erwarten sind.
1 Einleitung: Beleuchtung der zunehmenden Herausforderungen durch Globalisierung und Wettbewerbsdruck für deutsche mittelständische Unternehmen sowie Einführung der Bedeutung des chinesischen Beschaffungsmarktes.
2 Strategisches Konzept: Beschreibung verschiedener internationaler Beschaffungsstrategien (Global, Local, Just-in-Time/Sequence Sourcing) und Ableitung von Kriterien für die Wahl der optimalen Strategie.
3 Die Volksrepublik China: Detaillierte Analyse des Beschaffungslandes inklusive Infrastruktur, soziokultureller Einflussfaktoren und rechtlicher Aspekte sowie deren Relevanz für westliche Investoren.
4 Entwicklung eines strategischen Konzepts: Operative Darstellung der Produkt- und Lieferantenauswahl, Anwendung der TCO-Analyse und Ausgestaltung der Geschäftsbeziehungen.
5 Kritische Erfolgsfaktoren: Untersuchung der spezifischen Risiken und Chancen in China, wie z.B. Soft-Facts und die Problematik bei deutschen Firmen auf dem Rückzug.
6 Fazit und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen: Zusammenfassung der Handlungsempfehlungen und Ausblick auf die wachsende Bedeutung Chinas als Qualitätsführer und technologischer Vorreiter.
Internationales Beschaffungsmanagement, Mittelstand, China, Global Sourcing, Local Sourcing, Total-Cost-of-Ownership, Lieferantenauswahl, Joint-Venture, passive Lohnveredelung, Logistikmanagement, Qualitätsmanagement, Beschaffungsmarktforschung, Produktionsstrategie, Wettbewerbsfähigkeit, Marktanalyse.
Die Arbeit untersucht, wie deutsche mittelständische Unternehmen ihre Beschaffungsaktivitäten in China strategisch planen und umsetzen können, um Wettbewerbsvorteile zu generieren.
Die Schwerpunkte liegen auf dem strategischen Einkauf, der Analyse der Rahmenbedingungen in der Volksrepublik China sowie der Gestaltung von Lieferantenbeziehungen und Qualitätssicherungsmaßnahmen.
Das Ziel ist die Erarbeitung von Handlungs- und Gestaltungsempfehlungen für mittelständische Unternehmen, um erfolgreich und risikoarm im chinesischen Markt zu beschaffen.
Die Arbeit nutzt Literaturanalysen, die Anwendung von Standardmodellen (z.B. SWOT-Analyse, ABC/XYZ-Klassifizierung, TCO) sowie eine praxisnahe Fallstudie (Joint-Venture Shanghai X. Co. Ltd.).
Der Hauptteil gliedert sich in die strategische Konzeptentwicklung, die Analyse Chinas als Beschaffungsstandort und die detaillierte Beschreibung des Prozesses der Lieferantenauswahl und -entwicklung.
Kernbegriffe sind Internationales Beschaffungsmanagement, Mittelstand, Global Sourcing, Total-Cost-of-Ownership und Qualitätssicherung.
Aufgrund begrenzter finanzieller und personeller Ressourcen sowie der hohen Marktrisiken sollten Mittelständler mit einfachen Teilen beginnen, um Erfahrungen zu sammeln, bevor sie größere Investitionen tätigen.
Kulturelle Faktoren wie Sprachbarrieren, Mentalitätsunterschiede und die notwendige Vertrauensbildung sind zentrale Erfolgsfaktoren, die oft unterschätzt werden und bei Nichtbeachtung das Scheitern von Projekten begünstigen können.
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