Bachelorarbeit, 2015
34 Seiten, Note: 1,5
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
1. Einleitung
2. Grundlagen
2.1 Begriffsklärung
2.1.1 Metaphern
2.1.2 Diskurstypen und Kollektivsymbolik
2.2 Der Nutzen sprachlicher Bilder für die Politische Kommunikation
3. Die Stellung des Fußballs in unserer Gesellschaft – Geschichte, Gemeinschaft, Identifikation
3.1 Wahrnehmungen des Fußballs in Deutschland: Von der „englischen Krankheit“ zum „König Fußball“
3.2 Der Fußball als gemeinschaftsbildender Prozess
3.3 Mediale Inszenierung des Fußballs
4. Poltische Verflechtungen mit dem Fußball
4.1 Politikvermittlung und Selbstinszenierung durch den Fußball
4.2 Fußball als Ort der Integration und Gemeinschaftsbildung
4.3 Politische Dimensionen der medialen Inszenierung des Fußballs
5. Der Fußball als Abbild der Gesellschaft
6. Fußballmetaphorik in der politischen Praxis
6.1 Das Analogieverhältnis zwischen Fußball und Politik
6.2 Fußballmetaphern als bagatellisierendes und banalisierendes Instrument
6.3 Weitere Effekte von Fußballmetaphern in der politischen Kommunikation
6.4 Fußballmetaphorik als „Eigentor“ für politische Akteure
7. Fazit
8. Bibliographie
Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen für die zunehmende Nutzung der „Quellsphäre Fußball“ in der politischen Kommunikation und analysiert, wie dieser Bereich als Deutungsinstrument und Mittel zur Strategiebildung sowie zur Selbstinszenierung durch politische Akteure eingesetzt wird.
6.1 Das Analogieverhältnis zwischen Fußball und Politik
Als wesentlicher Faktor für ein starkes Kollektivsymbol gilt, wie in den Grundlagen zu dieser Arbeit beschrieben, dessen Fähigkeit, Analogien zu beinahe beliebigen Zielsphären herstellen zu können. Daher soll an dieser Stelle geklärt werden, wie die Analogien zwischen der Quellsphäre Fußball und der Zielsphäre Politik strukturiert sind. Anhand von Abbildungen wird illustriert, inwieweit sich Quell- und Zielbereich miteinander verknüpfen lassen. Je umfassender die Verknüpfungen zwischen beiden Domänen, desto ausgiebiger sind auch die Möglichkeiten, Sachverhalte der Zielsphäre in Ausdrücken der Quellsphäre zu formulieren.
Zu den nachfolgenden Abbildungen eine kurze Erklärung: Verschiedene Analogien, die sich zwischen Politik und Fußball bilden lassen, werden eingekreist dargestellt. Unter ihnen liste ich, begleitet von (kursiv hervorgehobenen) beispielhaften Ausdrücken, die wesentlichen Bedeutungsaspekte auf, die sich durch die Analogie beschreiben lassen. Mit Linien sollen Verknüpfungen zwischen einzelnen Elementen illustriert werden.
Scheinen sich die Domänen Fußball und Politik auf den ersten Blick eher fremd zu sein, fallen bei genauer Betrachtung einige Parallelen auf:
Fußball und Politik sind durch die Kooperation/das Zusammenspiel zahlreicher Personen und durch viele verschiedene Teilhandlungen gekennzeichnet; bei beiden geht es um Sieg oder Niederlage und um unterschiedliche Rollen, die vor einem Publikum ausgeübt werden, so dass auch die Publikumsgunst von Bedeutung ist. Zudem spielen auch Ehre und Anstand (und Verstöße dagegen) eine Rolle. (Burkhardt 2012: 159f.)
Die Basismetapher lässt sich mit ‚Politik ist ein Fußballspiel‘ beschreiben (vgl. ebd.: 153f.). Sie umfasst alle denkbaren Analogien, die zwischen Fußball und Politik hergestellt werden können und deren jeweilige Bedeutungsaspekte. So lässt sich ihr beispielsweise die Metapher ‚Die Partei ist eine Mannschaft‘ (vgl. ebd.) unterordnen: Die Mannschaften (Parteien) kann man in diverse Mannschafteile – oder Positionen (Rollen) gliedern.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Allgegenwärtigkeit des Fußballs in der heutigen Gesellschaft und stellt die Forschungsfrage nach den Ursachen und dem Nutzen der Politik, Fußball als Deutungsinstrument zu verwenden.
2. Grundlagen: Dieses Kapitel führt in die kognitive Metapherntheorie ein und definiert zentrale Begriffe wie Diskurs, Interdiskurs und Kollektivsymbolik, um das theoretische Fundament der Analyse zu legen.
3. Die Stellung des Fußballs in unserer Gesellschaft – Geschichte, Gemeinschaft, Identifikation: Es wird die historische Entwicklung des Fußballs zum Massensport in Deutschland sowie seine Wirkung als identitätsstiftendes und gemeinschaftsbildendes Phänomen analysiert.
4. Poltische Verflechtungen mit dem Fußball: Das Kapitel untersucht, wie Politikern den Fußball zur Selbstinszenierung, für sozial-integrative Projekte und zur Vermittlung politischer Inhalte nutzen.
5. Der Fußball als Abbild der Gesellschaft: Hier wird der Fußball als Ordnungssystem betrachtet, das aufgrund seiner hohen Durchlässigkeit als „Leitdiskurs“ und „Gesellschaft 2.0“ verstanden werden kann.
6. Fußballmetaphorik in der politischen Praxis: Das Kapitel analysiert die konkreten Analogien zwischen Fußball und Politik, die Wirkung von Metaphern als Instrument der Banalisierung sowie die Risiken von Eigentoren durch unangemessene Fußballvergleiche.
7. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass der Fußball aufgrund seiner Popularität und strukturellen Ähnlichkeit zum politischen Handeln als mächtiger Interdiskurs fungiert, dessen Einsatz jedoch wohlüberlegt sein sollte.
8. Bibliographie: Ein Verzeichnis der verwendeten Literatur und Internetquellen.
Fußball, Politik, Metapherntheorie, Politische Kommunikation, Kollektivsymbolik, Interdiskurs, Leitdiskurs, Selbstinszenierung, Analogie, Massenphänomen, Symbolpolitik, Fußballmetaphorik, Identitätsstiftung, Diskursanalyse, Imagepflege
Die Arbeit untersucht, warum Fußball in Deutschland so präsent ist und warum Politiker diesen Sport immer häufiger als metaphorische Sprachebene für ihre eigene Kommunikation nutzen.
Die Arbeit behandelt die gesellschaftliche Bedeutung des Fußballs, die theoretischen Grundlagen der Metaphernverwendung, die mediale Inszenierung von Sport und Politik sowie die konkreten Wirkungen von Fußballmetaphern im politischen Diskurs.
Das Ziel ist es, ein umfassendes Bild der Quellsphäre Fußball für die politische Kommunikation zu zeichnen, die Ursachen für diese Verknüpfung zu ergründen und die Wirkung dieser sprachlichen Bilder auf die Wahrnehmung politischer Inhalte zu bewerten.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch die kognitive Metapherntheorie und diskursanalytische Ansätze, um die Vernetzung von Fußball und Politik anhand von Beispielen und Modellen zu analysieren.
Der Hauptteil analysiert die historischen und gesellschaftlichen Hintergründe des Fußballs, die verschiedenen Anwendungsweisen der Politik zur Selbstinszenierung und die konkreten Metaphern, die von Politikern verwendet werden, inklusive deren Chancen und Risiken.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Fußball, Politik, Metapher, Interdiskurs, Kollektivsymbolik, Image und Selbstinszenierung charakterisiert.
Der Fußball zeichnet sich durch seine extrem hohe gesellschaftliche Durchlässigkeit und Bekanntheit aus, wodurch er Wissen aus verschiedenen Fachbereichen für eine breite Masse verständlich übersetzen kann.
Wenn Fußballmetaphern zu häufig oder sachlich falsch eingesetzt werden, wirken sie auf die Wähler als Anbiederung oder Banalisierung ernster politischer Sachverhalte, was zu einem Glaubwürdigkeitsverlust führen kann.
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