Bachelorarbeit, 2014
101 Seiten, Note: 1,1
1. Einleitung
1.1 Problemstellung, Zielsetzung und Vorgehensweise
2. Allgemeine Rahmeninformationen
2.1 Anatomie und Funktionsweise des menschlichen Auges
2.1.1 Anatomischer Aufbau des menschlichen Auges
2.1.2 Funktionsweise des menschlichen Auges
2.2 Sakkaden
2.3 Die Pupille und ihre vegetative Beeinflussung
2.4 Psychologische Aspekte der menschlichen Wahrnehmung
2.4.1 Gesetze der menschlichen Wahrnehmung
2.4.2 Eye-Mind-Hypothese
2.5 Eye-Tracking
2.5.1 Head-Mounted und Table-Mounted Eye-Tracking Systeme
2.5.2 Eye-Tracking Techniken
2.5.3 Funktionsweise des X60 Eye-Tracker und der restlichen Komponenten
2.6 Die Gesundheitseinrichtungen
2.6.1 Kieferorthopädische Fachzahnarztpraxis Dr. Soja Hübert
2.6.2 Dreifaltigkeits-Krankenhaus Wesseling
3. Hypothesen dieser Studie
4. Methodik
4.1 Erstellung der Fotos
4.2 Versuchsaufbau und Ablauf
4.3 Probanden-Rekrutierung
4.4 Visualisierungsmethoden und Area of Interest
4.5 Auswertung der Fragebögen, Pupillometrie und Fixationsanzahl
5. Deskriptive und analytische Auswertung der erhobenen Daten
5.1 Das Probandenkollektiv
5.1.1 Geschlechterverhältnis
5.1.2 Altersverteilung
5.1.3 Anzahl der Arzt oder Krankenhausbesuche
5.1.4 Rechts- und Linkshändigkeit
5.1.5 Die Datenqualität der Probanden
5.2 Auswertung der subjektiven Bewertung der Bilder
5.3 Auswertung der Pupillometriedaten
5.3.1 Metrische Auswertung des Pupillendurchmessers
5.3.2 Relative Auswertung des Pupillendurchmessers
5.4 Vergleich der subjektiven und objektiven Bewertungsmethoden
5.5 Auswertung der Fixationszahlen
5.6 Exemplarische Einzelauswertung des Pupillendurchmessers im Zusammenhang zum Fixationspunkt
5.7 Auswertung der Bilder mit der Heat Map Darstellung
5.8 Analyse der Area of Interest (AOI)
5.9 Bewegungsmuster der Sakkaden
5.10 Ökonomisierung der Sakkaden
5.11 Subgruppenanalyse
5.11.1 Subgruppenanalyse (Geschlecht) mit der Heat Map
5.11.2 Subgruppenanalyse (Geschlecht) anhand der Fixationsanzahl
6. Fazit
7. Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht das visuelle Verhalten von Probanden bei der Betrachtung von Szenarien in Gesundheitseinrichtungen, um Erkenntnisse für eine patientenorientierte Raumgestaltung zu gewinnen. Das Hauptziel ist die Erhebung und Analyse sakkadischer Augenbewegungen sowie vegetativer Parameter, um objektive Rückschlüsse auf die visuelle Wahrnehmung von Objekten und Objektkonstellationen in Krankenhäusern und Arztpraxen zu ziehen.
2.4.1 Gesetze der menschlichen Wahrnehmung
Die menschliche Wahrnehmung unterliegt im Allgemeinen mehreren Gesetzmäßigkeiten, und bestimmt so die Reihenfolge der Sakkaden. Das menschliche Gehirn ist hierbei das Kernelement. Es können zum Beispiel aus zweidimensionalen Bildern, die auf unsere Netzhaut projiziert werden, durch die Einordnung von nah oder fern Tiefeneindrücke in unserem Gehirn erzeugt werden. Diese Gesetzmäßigkeiten werden bei der Erstellung der Testfotos für die Probanden und deren Auswertung berücksichtigt. Im folgenden Teil dieses Abschnittes werden einige für diese Studie relevanten Gesetze der menschlichen Wahrnehmung aus dem Handbuch „Visuelle Mediengestaltung vorgestellt“.
Figur- und Grund Beziehung: Hierbei werden optische Reize nach bekannten Mustern geordnet. Dabei wird das, was zuerst wahrgenommen wird, zu einem Bild geformt und der Rest wird als Hintergrund ausgeblendet. Geschlossene Flächen, kleinere Flächen, symmetrische Konturen, einfache Formen oder Flächen die mit Texturen/Strukturen verziert sind, werden bevorzugt als gedankliche Figur wahrgenommen.
Gesetz der Nähe: Wenn mehrere Elemente in einer engen räumlichen Nähe zueinander stehen wirken sie als eine Einheit. Bei Texten ist dies gut zu erkennen, wenn der Inhalt durch Absätze getrennt wird, wirken die Texte vor und nach dem Absatz als eine Einheit. Oder auch bei medizinischen Apparaten, die aus einer Vielzahl von Einzelteilen bestehen aber als eine Einheit wahrgenommen werden.
Gesetz der Geschlossenheit: Formen die geschlossen sind werden bevorzugt als eine Einheit wahrgenommen. Aber auch Formen, die Lücken aufweisen oder unvollständig sind, werden meist als eine Einheit wahrgenommen. Das menschliche Gehirn ergänzt gedanklich die Lücken durch Scheinkanten und fügt die Form so zusammen, dass die lückenhafte Form eine Einheit darstellt.
1. Einleitung: Beschreibt die Relevanz der Patientenwahrnehmung in Gesundheitseinrichtungen und definiert das Ziel, visuelle Strukturen mittels Eye-Tracking messbar zu optimieren.
2. Allgemeine Rahmeninformationen: Vermittelt anatomische und psychologische Grundlagen der visuellen Wahrnehmung sowie technische Hintergründe zur Eye-Tracking-Methodik.
3. Hypothesen dieser Studie: Formuliert die Annahmen über den Zusammenhang zwischen visuellen Szenarien, der subjektiven Bewertung und physiologischen Reaktionen der Probanden.
4. Methodik: Erläutert den Versuchsaufbau, die Probandenrekrutierung und die verwendeten Analyseparameter wie Pupillometrie und Heat Maps.
5. Deskriptive und analytische Auswertung der erhobenen Daten: Detaillierte Darstellung und Interpretation der Testergebnisse, einschließlich Subgruppenanalysen und des Vergleichs verschiedener Bilderpaare.
6. Fazit: Resümiert die Ergebnisse und diskutiert die Übereinstimmungen sowie Diskrepanzen zwischen objektiven Daten und subjektiven Empfindungen.
7. Ausblick: Gibt Empfehlungen für zukünftige Studien, insbesondere zur Verfeinerung der methodischen Störfaktorenkontrolle.
Eye-Tracking, Sakkaden, Pupillometrie, visuelle Wahrnehmung, Gesundheitseinrichtungen, Wahrnehmungspsychologie, Fixationsdauer, Blickverhalten, Heat Map, Gaze Plot, Area of Interest, Patientenwahrnehmung, Subgruppenanalyse, Gestaltungsgesetze, physiologische Parameter.
Die Arbeit untersucht, wie Patienten und Besucher die visuelle Gestaltung von Räumen in Gesundheitseinrichtungen wie Krankenhäusern und Zahnarztpraxen wahrnehmen und ob diese Wahrnehmung messbar durch gezielte optische Anpassungen beeinflusst werden kann.
Zentrale Themen sind die menschliche Anatomie und Psychologie der Wahrnehmung, die technische Funktionsweise von Eye-Tracking-Systemen sowie die Anwendung dieser Technik zur Evaluierung von Interieur-Design in medizinischen Umgebungen.
Das Ziel ist die Entwicklung und Anwendung eines Verfahrens, um mittels Sakkaden-Analyse und Pupillometrie zu messen, welche Objekte oder Raumgestaltungen im Gesundheitswesen eine positive oder negative Wirkung auf den Betrachter haben.
Es wird eine empirische Studie unter Laborbedingungen durchgeführt, bei der 42 Probanden visuelle Szenarien betrachten, während ihre Augenbewegungen (Sakkaden, Fixationen) und Pupillenreaktionen aufgezeichnet und mittels Gaze Plots und Heat Maps visualisiert werden.
Im Hauptteil werden die Erstellung der Testbilder, der Versuchsaufbau, die Datenaufbereitung sowie die detaillierte analytische Auswertung der Ergebnisse der zehn Bilderpaare und die anschließende Interpretation durch Abgleich mit theoretischen Wahrnehmungsgesetzen behandelt.
Eye-Tracking, Sakkaden, Pupillometrie, Wahrnehmungspsychologie, Patientenwahrnehmung, Fixationsdauer und Heat Maps sind die prägenden Begriffe.
Die Pupille dient als vegetativer Indikator: Eine Verengung (Miosis) wird hier als Zeichen für Stress oder negative Wahrnehmung interpretiert, während eine Weitung (Mydriasis) als Anzeichen für Entspannung oder positive Wahrnehmung gewertet wird.
Das Leopardenbild wird als Beispiel genutzt, um zu zeigen, dass die Präsenz von Kunst oder ästhetischen Elementen die Aufmerksamkeit massiv auf sich zieht und die Fixationsmuster der Probanden im Vergleich zu leeren Wänden signifikant verändert.
Die Autorin untersucht, ob geschlechtsspezifische Unterschiede im Blickverhalten bestehen, um festzustellen, ob weibliche und männliche Probanden beispielsweise medizinische Geräte oder Dekorationen unterschiedlich priorisieren.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

