Masterarbeit, 2015
120 Seiten, Note: 1,0
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1. Einleitung
1.1.Thematische Relevanz
1.2.Erkenntnisinteresse
1.3.Forschungsfragen
1.4.Forschungsstand
1.5.Überblick
2. Fernsehen
2.1.Das österreichische Rundfunksystem
2.2.Der österreichische Fernsehmarkt
2.3.Reden über Fernsehen
2.4.Fernsehen und Interaktivität – ein überholter Begriff?
3. Web 2.0 und Social Media – Entstehung und Definition
3.1.Soziale Medien als Gemeinschaften
3.2.User-Generated Content
3.3.Kategorien sozialer Medien
3.4.Relevante Plattformen – Facebook, Twitter & Co
4. Mobility – Aufstieg des mobile Internet
4.1.Mobiles Internet in Österreich
4.2.Die soziale Komponente mobiler Onlinekommunikation – Absent Presence
5. Social TV
5.1.Teilnehmer am Social TV Markt
5.2.Klassifizierung von Funktionen von Social TV-Applikationen
5.2.1. Social TV und TV discovery applications
5.2.2. TV show and movie applications
5.3. Aktuelle Forschung: Klassifikation von Social TV- Applikationen aus kommunikativer Sicht
5.4. Kommunikative Social TV Umgebungen – eine Analyse
5.4.1. Soziale Plattformen allgemein – Facebook
5.4.2. Soziale Plattformen allgemein – Twitter
5.4.3. Senderbezogene Umgebungen – ProSieben Connect
5.4.4. Spezifische Social TV-Umgebungen – couchfunk.tv
5.5.Social TV in der Praxis
5.5.1. Fernsehserien & Reality-TV – Twitter best practice & Berlin Tag und Nacht
5.5.2. Showformate – The Voice of Germany
5.5.3. Eventformate – FIFA Weltmeisterschaft 2014
6. Kommunikationswissenschaftliche Aspekte von Social TV
6.1.Agenda Setting
6.2.Uses & Gratifications
6.3.Parasoziale Interaktion
7. Social TV in Österreich
8. Methodischer Teil
8.1.Die Untersuchung
8.2.Methodentheorie – Trendforschung
8.2.1. Methodentheorie – Delphi
8.2.2. Methodentheorie – Typologie von Delphi-Befragungen
8.3.Durchführung der Befragung
8.3.1. Das Expertenpanel
8.3.2. Tools und Zeitplan
8.3.3. Erste Befragungsrunde
8.3.4. Zweite Befragungsrunde
8.4.Interpretation und Darstellung der Ergebnisse
9. Fazit
9.1.Beantwortung der Forschungsfragen
9.2.Schlusswort
Die vorliegende Magisterarbeit analysiert das Phänomen Social TV – die simultane Nutzung sozialer Medien während des Fernsehkonsums – und untersucht dessen Chancen und Perspektiven am österreichischen Fernsehmarkt. Das primäre Ziel ist es, den aktuellen Status quo der Social-TV-Nutzung in Österreich zu ermitteln und Prognosen über die künftige Entwicklung sowie die Relevanz für lokale TV-Anbieter zu formulieren.
1.1. Thematische Relevanz
Das Fernsehen hat weiterhin eine starke Präsenz in österreichischen Wohnzimmern. 2013 wurden täglich 4,5 Millionen ÖstereicherInnen erreicht, die im Schnitt täglich 168 Minuten vor ihrem TV-Gerät verbrachten. (vgl. ORF Medienforschung, 2014)
Dem gegenüber stehen die sozialen Medien. Allein Facebook zählt derzeit 3.240.000 aktive Nutzer in Österreich, Tendenz steigend. (vgl. Social Media Radar Österreich, 2014) Zur täglichen Nutzung sozialer Medien in Österreich gibt es leider keine aktuellen Zahlen, aber die Messbarkeit dessen ist ohnehin schwer.
Soziale Medien sind über Smartphone oder Tablet jederzeit verfügbar, manchmal beanspruchen sie viel Zeit, manchmal wendet der Nutzer nur eine Minute auf, bringt sich auf den neuesten Stand, und legt sein Gerät wieder zur Seite. Wenn man sich nun vor Augen führt, was geschieht, wenn Fernsehen und soziale Medien gleichzeitig geschehen, jedes Medium auf seinem Gerät, die Aufmerksamkeit des Nutzers zwischen den beiden springt, oder gar konvergent genutzt wird, betreten wir mediales Neuland.
Social TV nennt sich das Gebilde im Schnittpunkt zwischen diesen beiden Welten. Dieses Phänomen umfasst im definitorisch-wortwörtlichen Sinne alles, was zum simultanen Gebrauch sozialer Netzwerke während des Fernsehkonsums gehört. In der Praxis geschieht dies anhand mobiler Endgeräte, die man bequem auf dem Schoß liegen haben kann, während der Fernseher läuft. Das Smartphone und das Tablet werden zum zweiten Bildschirm und zum ergänzenden Medium, mit dem wir weitere Informationen zur laufenden Sendung sammeln, über begleitende Apps selbst aktiv werden oder uns einfach mit den anderen Zuschauern austauschen. Insbesondere auf Twitter und Facebook wird das Fernsehgeschehen kollektiv kommentiert und bewertet – Public Viewing im eigenen Zuhause sozusagen. (vgl. Burgard, 2013)
1. Einleitung: Stellt das Phänomen Social TV vor, beschreibt die Relevanz im österreichischen Markt und definiert das Erkenntnisinteresse sowie die Forschungsfragen.
2. Fernsehen: Beleuchtet das österreichische Rundfunksystem, den Fernsehmarkt sowie die kommunikationstheoretische Perspektive auf das Fernsehen.
3. Web 2.0 und Social Media – Entstehung und Definition: Definitorische Grundlagen sozialer Medien, deren Kategorisierung und Relevanz für Social TV.
4. Mobility – Aufstieg des mobile Internet: Analyse der mobilen Endgeräte (Smartphones, Tablets) und deren Nutzungsgewohnheiten in Österreich.
5. Social TV: Detaillierte Untersuchung von Social-TV-Formaten, Teilnehmern am Markt und praktischen Anwendungsbeispielen.
6. Kommunikationswissenschaftliche Aspekte von Social TV: Einordnung in Theorien wie Agenda Setting, Uses & Gratifications und parasoziale Interaktion.
7. Social TV in Österreich: Darstellung der spezifischen Situation, Hürden und Potenziale im österreichischen Fernsehmarkt.
8. Methodischer Teil: Beschreibung der angewandten Delphi-Methode, des Expertenpanels und der Durchführung der Befragung.
9. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen und Ausblick auf die Zukunft von Social TV.
Social TV, Second Screen, Österreichischer Fernsehmarkt, Delphi-Studie, Soziale Medien, Web 2.0, Mobile Kommunikation, Rundfunksystem, Nutzerverhalten, Agenda Setting, Uses & Gratifications, Parasoziale Interaktion, User-Generated Content, TV-Formate, Expertenbefragung.
Die Arbeit untersucht das Phänomen "Social TV", also die parallele Nutzung von sozialen Medien und Fernsehen, und deren Auswirkungen auf den österreichischen Fernsehmarkt.
Die Arbeit spannt einen Bogen vom klassischen Rundfunksystem über die Evolution des Web 2.0 und die mobile Internetnutzung bis hin zur konkreten Implementierung von Social-TV-Konzepten.
Das Ziel ist es, auf Basis einer Delphi-Expertenbefragung den Status quo von Social TV in Österreich zu klären und Prognosen für dessen zukünftige Rolle zu erstellen.
Der Autor verwendet eine qualitative Delphi-Methode in zwei Befragungsrunden, um Expertenwissen zu aggregieren und einen Konsens zu Trends im Social-TV-Bereich zu erzielen.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Block (Fernsehen, Web 2.0, Social Media, Mobile) und einen methodischen Block, der die Befragung von 42 Experten und die anschließende Interpretation der Ergebnisse darstellt.
Zentrale Begriffe sind Social TV, Second Screen, Delphi-Studie, österreichischer Fernsehmarkt sowie verschiedene kommunikationswissenschaftliche Theorien.
Die Experten sehen den ORF in einer ambivalenten Position: Seine Marktmacht macht ihn für Innovationen zentral, doch gesetzliche Einschränkungen wurden bisher als Innovationsbremse wahrgenommen.
Laut den Experten liegt dies an der weitaus höheren Nutzerbasis von Facebook in Österreich und der Vielzahl an Interaktionsmöglichkeiten, die die Plattform für die TV-Begleitung bietet.
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