Diplomarbeit, 2015
92 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Bildungsstandards und kompetenzorientierter Unterricht
2.1 Definition
2.2 Arten von Kompetenzen
2.3 Durch Geocaching vermittelbare Kompetenzen
3 Lehrplan Geographie und Wirtschaftskundeunterricht
3.1 Kompetenzen und didaktische Grundsätze des Lehrplans
3.2 Hintergrund der Studie
3.3 Lernziele
4 Lernen mit neuen Medien
4.1 Multimediales Lernen
4.1.1 Definition
4.1.2 Das Multimediaprinzip
4.1.3 Multimediales Lernen und Motivation
4.2 Mobiles Lernen (m-Learning)
4.2.1 Definition
4.2.2 Kontextualisierung
4.2.3 Chancen von mobilem Lernen
4.2.4 Limitationen von mobilem Lernen
4.2.5 Prinzipien
4.2.6 Ausprägungen von mobilem Lernen
4.3 Lernen mit Geocaching
4.3.1 Geocaching – Grundlagen und Geschichte
4.3.2 Einsatzmöglichkeiten im Unterricht
4.3.3 Psychologische Dimensionen
4.3.4 Geocaching und unterschiedliche Lernstile
4.3.5 Rechtliche Rahmenbedingungen und praktische Aspekte
5 Fragestellung und Hypothesen
5.1 Hypothese 1
5.2 Hypothese 2
5.3 Hypothese 3
6 Methode
6.1 Geocache: „Die Europäische Union“
6.2 Stichprobe
6.3 Untersuchungsmaterial
6.4 Lernaufgabe und Wissenstest
6.5 NASA-Task Load Index
6.6 Fragebogen zur Erfassung aktueller Motivation (FAM)
6.7 Untersuchungsablauf
6.8 Vorwissenstest
6.9 Lernziele der Studie
7 Ergebnisse
7.1 Gruppenunterschiede
7.2 Hypothese 1
7.3 Hypothese 2
7.4 Hypothese 3
8 Zusammenfassung und Implikationen für den Geographie- und Wirtschaftskundeunterricht
Die Diplomarbeit untersucht das Potenzial von Geocaching als moderne, handlungsorientierte Lehrmethode im Geographie- und Wirtschaftskundeunterricht, um Lernmotivation und Lernerfolg bei Schülerinnen und Schülern zu steigern und gleichzeitig fachspezifische Kompetenzen zu fördern.
1 Einleitung
Noch bis Mitte der 1990er Jahre beschränkte sich der Medieneinsatz im Unterricht fast ausschließlich auf sogenannte „analoge“ Medien – das Schulbuch, den Overheadprojektor, Audio-Kassetten und Fernsehgerät; im Fach Geographie- und Wirtschaftskunde kamen auch noch des Öfteren Wandkarten zum Einsatz. 20 Jahre später scheint sich die Medienwelt durch die „digitale Revolution“ außerhalb des Klassenzimmers völlig gewandelt zu haben – ohne Internetverbindung würde das tägliche Leben nahezu still stehen. Im Unterrichtsalltag einer typischen österreichischen Schule spiegelt sich diese Realität jedoch nur selten wider. Zwar ersetzen mittlerweile immer öfter digitale Globen wie Google Earth die Wandkarten und Atlanten im Geographie- und Wirtschaftskundeunterricht, werden sporadisch e-Learning Plattformen wie Moodle und Blackboard eingesetzt, doch das volle Potential der neuen digitalen Medien wird bei Weitem nicht ausgeschöpft.
Vor allem die Bereiche Interaktivität und Mobilität fristen immer noch ein Stiefkind-Dasein, obwohl die Literatur (vgl. z.B. Issing & Klimsa 1995, Baumgartner & Payr 1999, de Witt & Sieber 2013) sich einig zu sein scheint, dass diese Konzepte zu den innovativsten im Umfeld von Lernen mit neuen Medien gehören. Gründe dafür mögen im persönlichen Bereich der Lehrpersonen (mangelnde Bereitschaft zu Innovationen) zu suchen sein oder auch in der trägen organisatorischen Struktur des Systems Schule.
In Geographie- und Wirtschaftskunde würde sich der Einsatz von mobilen Navigationsgeräten ganz besonders anbieten, da hier neben der Nutzung von Interaktivität und Mobilität zwei für das Fach äußerst wichtige Faktoren zusammenfallen: Verortung und Bezug zum Realraum. Mobiltelefone bzw. Tablet-PCs könnten heutzutage – mit der richtigen, meist gratis verfügbaren, Software ausgestattet – den teuren GPS-Empfänger ersetzen; trotzdem verwendet sie nur ein Bruchteil der Geographie- und Wirtschaftskundelehrerinnen und –lehrer.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel der Medienlandschaft und den meist analogen Unterrichtsalltag, wobei das Potenzial von Geocaching als motivierendes, mobiles Lerninstrument hervorgehoben wird.
2 Bildungsstandards und kompetenzorientierter Unterricht: Dieses Kapitel klärt die Begriffe Bildungsstandards und Kompetenzorientierung und erörtert, welche spezifischen Kompetenzen durch Geocaching erworben werden können.
3 Lehrplan Geographie und Wirtschaftskundeunterricht: Hier wird der Bezug zum österreichischen Lehrplan hergestellt und begründet, warum Geocaching als methodischer Ansatz zur Förderung von Raumverhaltens- und Methodenkompetenz dient.
4 Lernen mit neuen Medien: Dieses umfangreiche Kapitel diskutiert theoretische Ansätze zum multimedialen Lernen, mobilem Lernen (m-Learning) und Geocaching sowie deren Limitationen und psychologische Dimensionen.
5 Fragestellung und Hypothesen: Basierend auf der Theorie werden drei Hypothesen über den Einfluss von Geocaching auf Lernerfolg, Motivation und kognitive Belastung abgeleitet.
6 Methode: Dieses Kapitel beschreibt das Studiendesign, einschließlich des gewählten Geocaches zum Thema „Europäische Union“, der Stichprobe und der verwendeten Erhebungsinstrumente (NASA-TLX, FAM).
7 Ergebnisse: Hier werden die statistischen Analysen der empirischen Daten präsentiert, die den Einfluss von Geocaching auf Lernleistung und Motivation belegen.
8 Zusammenfassung und Implikationen für den Geographie- und Wirtschaftskundeunterricht: Das abschließende Kapitel interpretiert die Ergebnisse und gibt praktische Empfehlungen für Lehrkräfte zur Implementierung von Geocaching.
Geocaching, Geographieunterricht, Wirtschaftskunde, Neue Medien, m-Learning, Kompetenzorientierung, Lernmotivation, Bildungsstandards, GPS, multimediales Lernen, Handlungsorientierung, Europäische Union, empirische Forschung, Wissensvermittlung, Instruktionsdesign.
Die Arbeit untersucht, wie Geocaching als moderne Unterrichtsmethode im Fach Geographie und Wirtschaftskunde eingesetzt werden kann, um Lernprozesse aktiver, motivierender und kompetenzorientierter zu gestalten.
Die zentralen Felder sind die Didaktik des Geographieunterrichts, der Einsatz digitaler Medien (insbesondere Mobile Learning), die Förderung von Kompetenzen gemäß österreichischer Bildungsstandards sowie die empirische Untersuchung von Lernmotivation.
Das Ziel ist der Nachweis, dass durch den Einsatz von Geocaching als handlungsorientierte Methode die Motivation und der Lernerfolg von Schülerinnen und Schülern gesteigert werden kann, während gleichzeitig die kognitive Belastung durch die Technik im Rahmen bleibt.
Es wurde ein empirischer Feldversuch mit einer Experimental- und einer Kontrollgruppe durchgeführt, bei dem Wissenstests und psychologische Fragebögen (NASA-TLX, FAM) zur Auswertung der Daten genutzt wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung der Themen Lernen mit neuen Medien und Geocaching sowie einen empirischen Teil, der die Durchführung und Auswertung des Experiments beschreibt.
Wichtige Begriffe sind Geocaching, Geographieunterricht, m-Learning, Lernmotivation, Kompetenzorientierung und Bildungsstandards.
Die Experimentalgruppe absolvierte eine Geocaching-Rallye, bei der sie Informationen an verschiedenen Standorten im Gelände sammeln musste, während die Kontrollgruppe die Aufgaben konventionell und klassenzimmergebunden bearbeitete.
Die Europäische Union bildet das inhaltliche Thema der Lernaufgaben für beide Gruppen, um die Wissensvermittlung in einem für den Lehrplan relevanten Kontext messbar zu machen.
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