Bachelorarbeit, 2014
67 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Pränataldiagnostik
2.1 Unterschiedliche gängige Methoden der Pränataldiagnostik
2.1.1 Ultraschall als Form der Pränataldiagnostik
2.1.2 Die Nackenfaltenmessung
2.1.3 Invasive Untersuchungen
2.1.4 Der PraenaTest
2.2 Die Kluft zwischen diagnostizierbaren und therapierbaren Möglichkeiten
2.3 Der Schwangerschaftsabbruch
2.3.1 Die rechtliche Lage
2.3.2 Die ärztlichen Pflichten
2.3.3 Psychische Folgen
2.4 Abschließende Reflexion
3. Eibachs Beurteilung der Pränataldiagnostik
3.1 Der Begriff der Menschenwürde nach Eibach
3.1.1 Menschenwürde in der empirischen Philosophie
3.1.2 Menschenwürde und Lebensschutz aus christlicher Sicht
3.1.3 Das christliche Verständnis der Menschenwürde in der säkularen Gesellschaft
3.2 Wann und wie beginnt menschliches Leben?
3.2.1 Der Beginn des Lebens aus biologischer Sicht
3.2.2 Zwischenfazit
3.3 Der Schwangerschaftsabbruch
3.3.1 Das Verständnis des Tötungsverbots
3.3.2 Der Schwangerschaftsabbruch im Kontext des erweiterten Verständnisses des Tötungsverbots
3.4 Die ethische Beurteilung der Pränataldiagnostik
3.4.1 Schwangerschaft auf Probe
3.4.2 Der Begriff des therapeutischen Objekts
3.4.3 Der Automatismus der Pränataldiagnostik – wie kann dem entgegen gewirkt werden?
4. Kreß' Beurteilung der Pränataldiagnostik
4.1 Der Begriff der Menschenwürde nach Kreß
4.1.1 Was bedeutet Menschenwürde nach Kreß?
4.1.2 Die christlich fundierte Begründung der Menschenwürde
4.1.3 Die Differenzierung der Schutzwürdigkeit
4.1.4 Der Unterschied zwischen Menschenwürde und Lebensschutz
4.2 Der Lebensbeginn
4.2.1 Die verschiedenen Theorien für den Beginn des Lebens
4.2.2 Kurzes Zwischenfazit
4.3 Der Schwangerschaftsabbruch
4.3.1 Die Spätabtreibung
4.3.2 Medizinethik als Anwalt des Kindes
4.4 Die ethische Beurteilung der Pränataldiagnostik
4.4.1 Die Rolle der Mutter
4.4.2 Diskriminierung von behinderten Menschen
4.4.3 Der PraenaTest
4.4.4 PID anstatt PND
4.4.5 Fazit zur Pränataldiagnostik nach Kress
5. Der Vergleich der Ansichten von Ulrich Eibach und Hartmut Kreß bezüglich der Pränataldiagnostik
5.1 Die Menschenwürde
5.1.1 Wem kommt Menschenwürde zu und wie wird diese begründet?
5.1.2 Menschenwürde in der Gesellschaft und die damit verbundene Rechte, insbesondere das Schutzrecht
5.2 Der Beginn des Lebens
5.3 Die Abtreibung
5.4 Die Beurteilung der Pränataldiagnostik
5.4.1 Die Mutter und die Familie als therapeutisches Objekt
5.4.2 Die Behinderung als besondere Hürde
5.4.3 Der PraenaTest
5.4.4 Zwischenfazit zur Pränataldiagnostik
6. Schlussfazit
Die Arbeit untersucht kritisch die ethische Beurteilung der Pränataldiagnostik im Kontext christlicher Ethik, basierend auf den unterschiedlichen Positionen von Ulrich Eibach und Hartmut Kreß. Sie geht der Forschungsfrage nach, inwieweit pränatale Untersuchungen mit dem Recht auf Leben und der Menschenwürde des ungeborenen Kindes vereinbar sind und welche Konsequenzen dies für die ärztliche Verantwortung sowie die gesellschaftliche Akzeptanz von Behinderungen hat.
2.1.1 Ultraschall als Form der Pränataldiagnostik
Die Sonographie bzw. der Ultraschall ist heutzutage in Deutschland selbstverständlich geworden und gehört zu der gängigen Schwangerschaftsvorsorge. Insgesamt sind drei Ultraschalluntersuchungen während der Schwangerschaft vorgesehen. Jede weitere Untersuchung wird von den Krankenkassen nicht übernommen, es sei denn, es liegt eine Risikoschwangerschaft vor. In anderen europäischen Ländern sind es sogar noch weniger Untersuchungen, die finanziert werden (vgl. Karven, 2008, S. 127). Die Eltern erhoffen sich Aufklärung über die Gesundheit des Kindes, doch es ist darauf hinzuweisen, dass die Ultraschalluntersuchungen einen eher orientierenden Charakter haben. Sollten beim Ultraschall keine Risiken festgestellt werden, finanzieren sich die Eltern oft trotzdem weitere Untersuchungen beim Spezialisten, um dadurch mehr Sicherheit zu erhalten.
Dies ist aber oft ein Trugschluss, da es dadurch mehr zu einer Verunsicherung durch nicht eindeutige Ergebnisse kommen kann (vgl. Pagels, 2011, S. 11 ff.). Beim ersten Screening, welches zwischen der 9. und 12. Schwangerschaftswoche (SSW) durchgeführt wird, wird der Geburtstermin anhand der Länge des Kindes festgelegt. Dies ist möglich, da alle Feten bis zur 15./16. SSW ein in etwa identisches Wachstum aufweisen. Außerdem wird erkannt, ob sich die befruchtete Eizelle innerhalb der Gebärmutter befindet oder eine Eileiterschwangerschaft vorliegt. Dies ist eine wichtige Abklärung, da es in diesem Fall für die Frau gefährlich werden könnte. Auch kann eine Mehrlingsschwangerschaft festgestellt werden.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der biomedizinischen Ethik ein, beleuchtet den Wandel der Wertvorstellungen durch moderne Technik und stellt die Forschungsfrage nach der Rechtfertigung von Pränataldiagnostik sowie dem Beginn menschlichen Lebens.
2. Pränataldiagnostik: Dieses Kapitel gibt einen medizinischen Überblick über verschiedene Methoden wie Ultraschall, Nackenfaltenmessung, invasive Eingriffe und den PraenaTest sowie die rechtlichen und psychischen Aspekte eines Schwangerschaftsabbruchs.
3. Eibachs Beurteilung der Pränataldiagnostik: Hier wird Ulrich Eibachs Standpunkt dargelegt, der für ein konsequentes Lebensrecht ab der Befruchtung eintritt und die Pränataldiagnostik primär als Instrument zur "Schwangerschaft auf Probe" kritisiert.
4. Kreß' Beurteilung der Pränataldiagnostik: Dieses Kapitel präsentiert die liberalere Position von Hartmut Kreß, der zwischen verschiedenen Stadien der Schutzwürdigkeit unterscheidet und stärker auf die Selbstbestimmung der Mutter fokussiert.
5. Der Vergleich der Ansichten von Ulrich Eibach und Hartmut Kreß bezüglich der Pränataldiagnostik: Die Arbeit führt eine vergleichende Analyse beider Theologen durch, wobei Gemeinsamkeiten in der Gottebenbildlichkeit und Unterschiede in der praktischen ethischen Konsequenz für die Diagnosemöglichkeiten herausgearbeitet werden.
6. Schlussfazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung, in der Eibachs Position als konsequenter für den Lebensschutz gewertet wird, während der dringende Bedarf an ethischer Beratung betont wird.
Pränataldiagnostik, Menschenwürde, Schwangerschaftsabbruch, Ulrich Eibach, Hartmut Kreß, Gottebenbildlichkeit, Lebensrecht, Schwangerschaft auf Probe, Bioethik, Selbstbestimmungsrecht, Behinderung, Schutzwürdigkeit, Fetus, Biomedizin, Ethik
Die Arbeit untersucht die ethischen Implikationen der Pränataldiagnostik und stellt die Positionen der Theologen Ulrich Eibach und Hartmut Kreß gegenüber.
Zentral sind der Begriff der Menschenwürde, der Beginn menschlichen Lebens und die ethische Bewertung des Schwangerschaftsabbruchs nach pränatalen Befunden.
Das Ziel ist ein Vergleich der Argumentationen von Eibach und Kreß, um zu klären, welche Perspektive in Bezug auf den Schutz ungeborenen Lebens überzeugender ist.
Die Arbeit nutzt eine ethisch-theologische Analyse und vergleichende Diskursuntersuchung der Publikationen beider Autoren.
Neben der medizinischen Erläuterung der Diagnostik werden die spezifischen Menschenwürde-Konzepte beider Theologen sowie deren Anwendung auf "Schwangerschaft auf Probe" und das "therapeutische Objekt" analysiert.
Die zentralen Schlagworte sind Pränataldiagnostik, Menschenwürde, Lebensrecht, Selbstbestimmungsrecht und ethische Verantwortung.
Eibach lehnt dieses Konzept strikt ab, da es das ungeborene Leben zur Disposition stellt und die Achtung der Menschenwürde untergräbt.
Kreß differenziert zwischen verschiedenen Stadien der Schutzwürdigkeit des Embryos und betont stärker die reproduktive Autonomie der Mutter.
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