Masterarbeit, 2015
96 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Zum Begriff Soft Skills
2.1.1 Historische Entwicklung des Kompetenzbegriffes
2.1.2 Das Modell arbeitsrelevanter Kompetenzen nach Salvisberg
2.1.3 Hard Skills vs. Soft Skills - eine Arbeitsdefinition
2.2 Der Erwerb von Soft Skills
2.2.1 Allgemeine Bedingungen für den Erwerb von Soft Skills
2.2.2 Der Beitrag der Schule
2.2.3 Schulformspezifische Einflussgrößen
2.3 Der Übergang zwischen Schule und Berufsleben
2.3.1 Das Bildungssystem und das duale Berufsausbildungssystem in Deutschland
2.3.2 Maßnahmen zur Berufsorientierung während der Schulzeit
2.3.3 Herausforderungen beim Übergang Schule Beruf
3 Fragestellungen und Hypothesen
4 Empirische Untersuchung
4.1 Konzeption
4.1.1 Methodisches Vorgehen
4.1.2 Erhebungsinstrument
4.1.3 Auswertungsmethoden
4.2 Eigene Untersuchung
4.2.1 Durchführung der Befragung
4.2.2 Stichprobenbeschreibung
4.3 Ergebnisdarstellung
4.3.1 Reliabilitätswerte der Skalen
4.3.2 Ergebnisse zum Bereich der Soft Skills
4.3.3 Ergebnisdarstellung des Mann-Whitney-U-Tests
4.3.4 Ergebnisse zum Bereich der Berufsorientierung
Schule zur Lernförderung - Abgangszeugnis
Schule zur Lernförderung - Hauptschulabschluss
Oberschule - Hauptschulabschluss
Oberschule - Realschulabschluss
4.3.5 Darstellung freiwilliger Angaben
4.4 Auswertung und Interpretation der Ergebnisse
4.4.1 Ausprägung der Soft Skills
4.4.2 Berufsorientierung
4.4.3 Auswertung der freiwilligen Angaben
5 Zusammenfassung und Ausblick
5.1 Beantwortung der Fragestellungen
5.2 Diskussion der Ergebnisse
5.3 Reflexion des eigenen Vorgehens
5.4 Ausblick
Die Arbeit untersucht die subjektive Einschätzung sozialer und berufsrelevanter Kompetenzen, sogenannter Soft Skills, bei Schülern in Abschlussklassen von Oberschulen und Schulen zur Lernförderung, um Unterschiede in deren Ausprägung zu identifizieren und die berufliche Orientierung der Jugendlichen zu explorieren.
Die Bedeutung von Soft Skills beim Übergang Schule Beruf
Neben den formalen bzw. fachlichen Qualifikationskriterien für Bewerber, die in Abschnitt 2.1.3 als sogenannte Hard Skills herausgearbeitet wurden, nehmen die personenbezogenen Qualifikationen einen immer größeren Stellenwert bei der Besetzung von (Ausbildungs-)Stellen ein. Dieser Trend wurde durch Salvisberg 2010 anhand einer Studie untersucht, die rund 40.000 Stelleninserate der Jahre zwischen 1950 und 2006 und deren Anforderungen hinsichtlich des Vorkommens von Soft Skills betrachtete.
Ein Teil der Ergebnisse dieser Studie besteht in der Aussage, dass sowohl die fachlichen als auch persönlichen Anforderungen an Bewerber im Untersuchungszeitraum gestiegen sind, was in Abbildung 9 bildlich verdeutlicht wird. Allerdings erfährt der Bereich der Soft Skills besonders ab den 1990er Jahren einen starken Zuwachs, dessen Bedeutung aufgrund der Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt erwartungsgemäß noch ansteigen wird. Gründe für diese Erwartungen können dahingehend gesehen werden, dass »anspruchsvolle Berufsfelder zugunsten anspruchsloserer Tätigkeiten expandieren und andererseits die Arbeitszusammenhänge durch die Einführung neuer Formen der Arbeitsorganisation und neuer Technologien komplexer werden«. (Salvisberg 2010, 196)
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung von Soft Skills in einer sich wandelnden Arbeitswelt und stellt das Forschungsinteresse an Abschlussklassen von Oberschulen und Schulen zur Lernförderung dar.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel liefert eine fundierte Begriffsbestimmung von Soft Skills und diskutiert Bedingungsfaktoren für deren Erwerb sowie die Herausforderungen des Übergangs zwischen Schule und Beruf.
3 Fragestellungen und Hypothesen: Hier werden die Forschungsfragen sowie die darauf basierende Hypothese bezüglich der Unterschiede in der Kompetenzausprägung der untersuchten Schülergruppen formuliert.
4 Empirische Untersuchung: Das Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen der Querschnittstudie, das verwendete Erhebungsinstrument (BIP) und präsentiert die detaillierten Ergebnisse der Befragung.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Der abschließende Teil beantwortet die Forschungsfragen, diskutiert die Ergebnisse vor dem theoretischen Hintergrund und reflektiert das eigene Vorgehen.
Soft Skills, Übergang Schule Beruf, Oberschule, Schule zur Lernförderung, Berufsorientierung, Kompetenzentwicklung, arbeitsrelevante Kompetenzen, Bochumer Inventar zur berufsbezogenen Persönlichkeitsbeschreibung, duale Ausbildung, Sozialisation, Schulerfolg, Berufssegmente, Selbstkompetenz, Sozialkompetenz, Schülereinschätzung.
Die Arbeit untersucht, wie Schüler in Abschlussklassen von Oberschulen und Schulen zur Lernförderung ihre eigenen sozialen und berufsrelevanten Kompetenzen, die sogenannten Soft Skills, einschätzen.
Zentrale Themen sind die theoretische Herleitung von Soft Skills, deren Entwicklung im Kontext der Schule als Sozialisationsinstanz und die Analyse der beruflichen Orientierung von Jugendlichen beim Übergang in das Berufsleben.
Das Hauptziel ist es, die Ausprägung von Soft Skills bei Schülern unterschiedlicher Schularten zu explorieren und zu vergleichen, um mögliche Unterschiede in der Kompetenzentwicklung aufzuzeigen.
Es wurde eine quantitative Querschnittstudie durchgeführt, bei der ein auf dem Bochumer Inventar zur berufsbezogenen Persönlichkeitsbeschreibung (BIP) basierender Fragebogen zur Selbsteinschätzung der Schüler genutzt wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Rahmen zu Kompetenzmodellen und Einflussfaktoren sowie in einen empirischen Teil, der die Durchführung der Befragung, die deskriptive Statistik und die statistische Auswertung mittels Mann-Whitney-U-Tests enthält.
Wichtige Begriffe sind Soft Skills, Übergang Schule-Beruf, Kompetenzmodelle nach Salvisberg und Roth, berufliche Orientierung, Schulformvergleich und berufliche Handlungsfähigkeit.
Die Ergebnisse zeigen, dass sich Schüler der Oberschulen in bestimmten Kategorien wie Teamorientierung und Selbstbewusstsein signifikant stärker einschätzen als die befragten Schüler der Schule zur Lernförderung.
Die befragten Schüler orientieren sich mehrheitlich in Branchen wie Handel, Gesundheitsberufe sowie soziale und kulturelle Dienstleistungen, wobei bestimmte anspruchsvolle Segmente primär von Oberschülern angestrebt werden.
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