Masterarbeit, 2013
116 Seiten, Note: 5.5 (Schweizer Notensystem)
1 Einleitung
1.1 Ausgangslage
1.2 Forschungsproblem und Relevanz des Themas
1.3 Abgrenzung
1.4 Zielsetzungen
1.5 Forschungsfragen
1.6 Aufbau der Arbeit
1.7 Methodisches Vorgehen
2 Banken im volkswirtschaftlichen Kontext
2.1 Grundlegende Funktionen und Leistungen von Banken
2.2 Fragilität des Finanzsektors
2.2.1 Geschäftsmodell
2.2.2 Vertrauen
2.2.3 Vernetzung
2.2.4 Abhängigkeit vom Wirtschaftsumfeld
2.3 Gründe für die Regulierung
2.4 Regulatorisches Umfeld und Maßnahmen
2.5 Bankensektor in der Schweiz
2.6 Bankkrisen in der Schweiz
2.6.1 Regionalbankenkrise
2.6.2 Finanzkrise
2.7 Zwischenfazit
3 Systemrelevante Finanzinstitute
3.1 Definition von Systemrelevanz
3.2 Konsequenzen von TBTF für die Volkswirtschaft
3.3 Ansätze zur Identifizierung der Systemrelevanz
3.4 Kritik an der der Identifikation von systemrelevanten Instituten
3.5 SIFIs in der Schweiz
3.6 Zwischenfazit
4 Sanierung und Abwicklung von systemrelevanten Banken
4.1 Herausforderungen und Schwierigkeiten
4.1.1 Internationale Koordination
4.1.2 Komplexität der Struktur von SIFIs
4.1.3 Zeitkomponente
4.1.4 Auswirkungen auf Finanzsektor und Realwirtschaft
4.2 Implementierung eines Sonderinsolvenzrechtes
4.2.1 Zielsetzungen eines Sonderinsolvenzrechts
4.2.2 Vorkehrungen
4.2.2.1 Auslöser
4.2.2.2 Bankentestamente und Abwicklungspläne
4.2.3 Instrumente und Maßnahmen der Sanierung und Abwicklung
4.2.3.1 Kapitalmaßnahmen
4.2.3.1.1 CoCo-Bonds
4.2.3.1.2 Bail-in
4.2.3.2 Unternehmensveräußerung
4.2.3.3 Bad Bank
4.2.3.4 Brückenbank
4.2.3.5 Alternativen
4.2.3.5.1 Verstaatlichung und Bail-out
4.2.3.5.2 Liquidation und ungeordnete Insolvenz
4.2.3.6 Kriterien zur Auswahl der Instrumente und Maßnahmen
4.2.3.7 Kritische Würdigung und Beurteilung
4.2.4 Zwischenfazit
5 Untersuchung der Umsetzung in der Schweiz
5.1 Bankeninsolvenzverordnung
5.2 Ablauf der Sanierung
5.3 Maßnahmen
5.3.1 Kapitalmaßnahmen
5.3.2 Weitere Maßnahmen
5.4 Untersuchung anhand des Beispiels der UBS
5.4.1 Situation der UBS in 2008
5.4.2 Vorgenommene Rettungsmaßnahmen durch den Staat
5.4.3 Fallstudie
5.4.3.1 Fallstudie zum Bail-in
5.4.3.2 Abwandlung
5.4.3.3 Weitere Maßnahmen
5.5 Kritische Würdigung der Umsetzung
5.6 Auswirkungen für die Banken
5.7 Internationales Umfeld
5.7.1 Europa
5.7.2 United Kingdom
5.7.3 USA
5.7.4 Vergleich
6 Schlussfolgerungen
6.1 Handlungsempfehlungen für die Schweiz
6.2 Resümee und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob die in der Schweiz durch die Bankeninsolvenzverordnung vorgesehenen Instrumente und Maßnahmen zur Sanierung beziehungsweise Abwicklung systemrelevanter Banken im Krisenfall ausreichen und ob diese einer staatlichen Rettung vorzuziehen sind. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Wirksamkeit und die resultierenden Kosten und Folgen dieser regulatorischen Instrumente, um eine neuerliche Notwendigkeit staatlicher Eingriffe zu verhindern.
4.2.3.1.2 Bail-in
Unter einem Bail-in versteht man in erster Linie die Wandlung von Fremdkapital in Eigenkapital (debt-to-equity swap) im Fall einer Krise. Im Gegensatz zum Bail-out, bei dem der Staat als Retter eintritt und die Gläubiger somit entlastet, werden diese beim Bail-in an der Rettung beteiligt. Alternativ ist auch der Forderungsverzicht möglich: Die Gläubiger der Bank wären dann gezwungen, die Forderungen gegen das Institut ganz oder teilweise abzuschreiben.180 Die bisherigen Aktien werden im Vorfeld abgeschrieben oder zumindest stark verwässert. Der Bail-in soll dazu führen, dass das betroffene Institut wieder rekapitalisiert werden kann oder das Kapital für andere Instrumente (Brückenbank) beschafft wird.181
Oftmals werden auch die bereits oben beschriebenen CoCo-Bonds als Bail-in Kapital bezeichnet. Allerdings besteht der zentrale Unterschied darin, dass bei einem CoCo-Bond die Wandlung vertraglich festgelegt wurde, während bei einem Bail-in dies – je nach Gesetzeslage – nicht zwingend notwendig ist.182 Zudem beschränkt sich der Bail-in nicht auf die Kategorie der Anleihen. Ein Bail-in sollte auch erst nach der Wandlung der CoCo-Bonds erfolgen und nur sofern diese nicht bereits eine ausreichende Rekapitalisierung erzielen konnten.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die TBTF-Problematik ein, erläutert die Relevanz der Untersuchung und definiert die Forschungsfragen sowie das methodische Vorgehen der Arbeit.
2 Banken im volkswirtschaftlichen Kontext: Hier werden die Funktionen von Banken, ihre Fragilität und die daraus resultierenden Regulierungsgründe dargelegt sowie der Schweizer Bankensektor mit seinen Krisenerfahrungen beleuchtet.
3 Systemrelevante Finanzinstitute: In diesem Kapitel wird der Begriff der Systemrelevanz definiert, Ansätze zu deren Identifizierung kritisch diskutiert und der aktuelle Status der SIFIs in der Schweiz erörtert.
4 Sanierung und Abwicklung von systemrelevanten Banken: Dieses zentrale Kapitel analysiert die Herausforderungen bei der Abwicklung von Großbanken und bewertet detailliert verschiedene Instrumente wie CoCo-Bonds, Bail-in, Bad Banks und Brückenbanken.
5 Untersuchung der Umsetzung in der Schweiz: Dieses Kapitel prüft die regulatorische Umsetzung in der Schweiz anhand der BIV-FINMA und führt eine vertiefte Fallstudie zur Krisensituation der UBS 2008 durch.
6 Schlussfolgerungen: Zum Abschluss werden Handlungsempfehlungen für die Schweiz abgeleitet und ein Resümee sowie ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung gegeben.
Systemrelevanz, TBTF, Sanierung, Abwicklung, Bankeninsolvenzverordnung, CoCo-Bonds, Bail-in, Schweiz, Finanzkrise, UBS, Regulierung, Krisenmanagement, Bankrun, Eigenkapital, Finanzstabilität.
Die Arbeit behandelt die Problematik systemrelevanter Banken (Too-Big-To-Fail) und untersucht, welche regulatorischen Instrumente und Maßnahmen zur Sanierung beziehungsweise Abwicklung im Krisenfall zur Verfügung stehen, um staatliche Bail-outs zu vermeiden.
Zu den Schwerpunkten zählen die volkswirtschaftliche Bedeutung von Banken, die Kriterien für Systemrelevanz, der Einsatz von Kapitalmaßnahmen wie CoCo-Bonds und Bail-ins sowie die Analyse der Schweizer Bankeninsolvenzverordnung.
Die Forschungsfrage lautet, ob die für die Schweiz vorgesehenen Maßnahmen zur Abwicklung von systemrelevanten Banken im Krisenfall geeignet sind und ob sie hinsichtlich ihrer ökonomischen Folgen einer staatlichen Rettung vorzuziehen sind.
Die Arbeit basiert auf einer intensiven Literaturanalyse sowie einer konstruierten Fallstudie zur Rettung der UBS im Jahr 2008, um die Wirksamkeit der Instrumente unter verschiedenen Szenarien zu prüfen.
Im Hauptteil werden theoretische Herausforderungen der Bankenabwicklung – wie internationale Koordination und Komplexität – sowie spezifische Instrumente (Bad Bank, Brückenbank, etc.) theoretisch und anhand von Fallbeispielen untersucht.
Wichtige Begriffe sind Systemrelevanz (TBTF), Sanierung, Abwicklung, Bankeninsolvenzverordnung, Bail-in, CoCo-Bonds und Finanzplatz Schweiz.
Die UBS dient als Fallstudie, um die theoretischen Konzepte (wie CoCo-Bonds und Bail-in) auf eine reale Krisensituation anzuwenden und zu analysieren, ob diese Instrumente eine staatliche Rettung in der Vergangenheit hätten verhindern können.
Die Arbeit vergleicht die Schweiz mit den USA und Großbritannien und stellt fest, dass die Schweiz durch die BIV-FINMA und die gesetzliche Verankerung von Notfallplänen sehr weit fortgeschritten ist.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

