Bachelorarbeit, 2015
49 Seiten, Note: 1,0
1. Dynamische Entwicklung und zunehmende Bedeutung des Carsharing
2. Definitionen, Hintergründe und theoretische Basis
2.1 Definition und Geschichte des Carsharing
2.2 Aspekte der Unternehmensumwelt von Carsharing-Anbietern
2.3 Die Kulturdimensionen von Hofstede
3. Anforderungen der Carsharing-Anbieter an ihre Unternehmensumwelt
3.1 Politisch-rechtliche Umwelt
3.2 Der Absatzmarkt
3.2.1 Die Konsumenten
3.2.2 Intermodalität und Multimodalität als Komplementärgütermarkt
3.2.3 Substitutionsgütermarkt und Konkurrenzsituation
4. Vergleichende Analyse der Unternehmensumwelt für Anbieter von Carsharing in Deutschland und den USA
4.1 Die Unternehmensumwelt in Deutschland
4.1.1 Politisch-rechtliche Umwelt in Deutschland
4.1.2 Der Absatzmarkt in Deutschland
4.2 Die Unternehmensumwelt in den USA
4.2.1 Politisch-rechtliche Umwelt in den USA
4.2.2 Der Absatzmarkt in den USA
4.3 Vergleichende Analyse der Umweltbedingungen in Deutschland und den USA
5. Erkenntnisse über die Unternehmensumwelt und weiterer Forschungsbedarf
Die vorliegende Arbeit analysiert und vergleicht die Unternehmensumwelt für Carsharing-Anbieter in Deutschland und den USA, um Faktoren zu identifizieren, die den Erfolg der Branche in diesen beiden bedeutenden Ländermärkten maßgeblich beeinflussen.
2.1 Definition und Geschichte des Carsharing
Carsharing bezeichnet ein Konzept, das die geteilte Nutzung eines oder mehrerer Autos durch mehrere Menschen in organisierter Form ermöglicht. Der Zusammenschluss der Nutzer kann sowohl in Vereinen und Genossenschaften als auch in profitorientierten Unternehmen organisiert sein. Unabhängig davon ist zur Verwendung der Fahrzeugflotte der jeweiligen Carsharing-Organisation eine Mitgliedschaft in selbiger notwendig, mit der der Abschluss eines schriftlichen Nutzungsvertrags einhergeht. Darin ist stets festgelegt, dass für die Nutzung der Fahrzeuge, die Eigentum der Organisation sind, eine kilometer- oder zeitabhängige Gebühr zu entrichten ist. Mitunter wird auch ein monatlicher oder jährlicher Mitgliedsbeitrag verlangt.
Es sind zwei Formen des Carsharing zu unterscheiden. Die traditionelle Art des Carsharing ist stationsbasiert. Dabei werden alle Fahrzeuge der Flotte einer Organisation an festgelegten Parkplätzen ausgeliehen und zurückgegeben, wodurch einfache Fahrten nicht möglich sind. Vor der Nutzung müssen die Nutzer ein Fahrzeug per Internet, Telefon oder Smartphone-App buchen. Demgegenüber offerieren seit 2009 einige Anbieter eine stationsunabhängige, als „free-floating“ bezeichnete Form des Carsharing. Bei diesen Anbietern sind keine Stationen für das Parken der Fahrzeuge vorgesehen. Stattdessen können die Nutzer die Autos auf allen öffentlichen Parkplätzen in einem festgelegten Gebiet, üblicherweise innerhalb einer Stadt, abstellen. Verfügbare Fahrzeuge können über eine Smartphone-App lokalisiert und reserviert werden. Eine vorherige Buchung ist aber nicht nötig, da die Nutzer über eine Mitgliedskarte Zugang zu den Autos erhalten. So wird die Nutzbarkeit auf einfache Fahrten und auf die spontane Verwendung erweitert.
1. Dynamische Entwicklung und zunehmende Bedeutung des Carsharing: Das Kapitel führt in die historische Entwicklung des Carsharing ein und verdeutlicht die Relevanz des Marktes sowie die Notwendigkeit dieser ländervergleichenden Analyse.
2. Definitionen, Hintergründe und theoretische Basis: Es werden grundlegende Definitionen von Carsharing-Formen sowie theoretische Konzepte zur Unternehmensumwelt und Kulturdimensionen von Hofstede dargelegt.
3. Anforderungen der Carsharing-Anbieter an ihre Unternehmensumwelt: Das Kapitel untersucht die Bedürfnisse der Anbieter hinsichtlich politischer Rahmenbedingungen, Kundenstruktur sowie die Rolle von Komplementär- und Substitutionsgütern.
4. Vergleichende Analyse der Unternehmensumwelt für Anbieter von Carsharing in Deutschland und den USA: Die Kernanalyse vergleicht die Bedingungen in Deutschland und den USA detailliert hinsichtlich Politik, Marktpotential und Kooperationsmöglichkeiten.
5. Erkenntnisse über die Unternehmensumwelt und weiterer Forschungsbedarf: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und identifiziert bestehende Forschungslücken, insbesondere in Bezug auf die stationsunabhängige Carsharing-Form.
Carsharing, Unternehmensumwelt, Deutschland, USA, Vergleichsanalyse, politische Rahmenbedingungen, Absatzmarkt, Konsumentenverhalten, Intermodalität, Innovationsfreude, Hofstede, Parkraum, Substitutionsgüter, Komplementärgüter, Marktpotential
Die Arbeit bietet eine vergleichende Analyse der Unternehmensumwelt für Carsharing-Anbieter in Deutschland und den USA, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Rahmenbedingungen für diese Mobilitätsdienstleistung zu identifizieren.
Die Untersuchung deckt die politisch-rechtliche Umwelt, den Absatzmarkt mit Fokus auf das Konsumentenverhalten, die Rolle öffentlicher Verkehrsmittel als Komplementärgüter sowie die Konkurrenz durch private Autos ab.
Ziel ist es, ein Gesamtbild der Voraussetzungen für Carsharing-Anbieter zu zeichnen, um zu verstehen, wie verschiedene Faktoren die Marktchancen und die Verbreitung des Konzepts in beiden Ländern beeinflussen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und dem Vergleich vorhandener Studien sowie statistischer Daten aus beiden Ländermärkten, ergänzt durch die Anwendung theoretischer Modelle wie der Kulturdimensionen von Hofstede.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Unternehmensumwelt und eine detaillierte, länderbezogene Analyse der Marktbedingungen in Deutschland und den USA, inklusive der spezifischen Kooperationsansätze mit dem ÖPNV.
Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie Carsharing, Unternehmensumwelt, Intermodalität, Innovationsadoption, politischer Einfluss und Marktpotential definiert.
Hofstedes Dimensionen, insbesondere Unsicherheitsvermeidung und Individualismus, dienen zur Erklärung der unterschiedlichen Innovationsfreudigkeit und Akzeptanz von technologischen Dienstleistungen wie Carsharing in der Bevölkerung.
Während in den USA das öffentliche Parken am Straßenrand für Carsharing häufiger ermöglicht wird, ist dies in Deutschland regulatorisch deutlich stärker eingeschränkt, was die operative Expansion erschwert.
ÖPNV und Carsharing ergänzen sich als Komplementärgüter. In Deutschland sind Tarif- und Marketingkooperationen mit ÖPNV-Betreibern weiter verbreitet und systematischer integriert als in den USA.
Der Autor stellt fest, dass der Carsharing-Markt in beiden Ländern bei weitem nicht ausgeschöpft ist, wobei die USA aufgrund der noch geringeren Marktdurchdringung in vielen Städten ein hohes absolutes Potential aufweisen.
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