Masterarbeit, 2014
28 Seiten, Note: 2,7
1. Einleitung
1.1. Kontext der Arbeit
1.2. Zielsetzung und Fragestellungen dieser Masterarbeit
1.3. Aufbau der Arbeit
2. Arbeitsmarktdiskriminierung von Zuwanderern in der Theorie
2.1. Bedeutung und Messung der Diskriminierung
2.1.1. Subjektive Messung der Diskriminierung
2.1.2. Objektive Messung der Diskriminierung
2.2. Formen der Diskriminierung
2.3. Diskriminierung auf dem deutschen Arbeitsmarkt
2.4. Hypothesen und Fragestellungen
3. Datengrundlage und Datenaufbereitung
3.1. European Social Survey (ESS) – ESS1 bis ESS5 – Übersicht
3.2. Abgeleitete Variablen
3.3. Definition von Zuwanderern im ESS
4. Aktuelle Situation der Zuwanderer auf dem deutschen Arbeitsmarkt
4.1. Bevölkerungsentwicklung
4.2. Erwerbsbeteiligung
4.3. Arbeitslosigkeit
4.4. Berufsstand und Berufsstellung
4.5. Gehalt und Einkommen
5. Darstellung der Diskriminierung der Zuwanderer auf dem deutschen Arbeitsmarkt
5.1. Subjektive Wahrnehmungen der Diskriminierung
5.1.1. Meinungen und Einstellungen gegenüber Zuwanderern
5.1.2. Wahrnehmung der Diskriminierung durch die Betroffenen
5.2. Darstellung der Objektive Diskriminierung mit der Regressionsanalyse
5.2.1. Arbeitslosigkeit
5.2.2. Berufsstand und Berufsstellung
5.2.3. Gehalt und Einkommen
6. Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Diskriminierung von Zuwanderern auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Werden Zuwanderer auf dem deutschen Arbeitsmarkt diskriminiert?“ Dabei wird analysiert, wie Diskriminierung sowohl subjektiv wahrgenommen als auch objektiv anhand ökonomischer Daten gemessen werden kann, um zu prüfen, ob die Herkunft als Zuwanderer einen signifikanten Einfluss auf berufliche Chancen und Einkommen hat.
2.2. Formen der Diskriminierung
Spätestens seit Becker (1957) sich umfassend mit dem Thema der Diskriminierung befasst hat, ist dieses Thema in den Fokus der Ökonomen gerutscht. In den 1970er und 1980er Jahren entstand eine lebhafte Debatte, mit welchem Modell die Diskriminierung am besten beschrieben werden kann. Auf der einen Seite stand das von Becker entwickelte „taste-based discrimination model“ und auf der anderen Seite die „statistical discrimination“ von Arrow und Phelps (Guryan et al., 2013). Aus diesem Grund wird heute zwischen der Diskriminierung aufgrund von Präferenzen und der Statistischen Diskriminierung unterschieden.
Statistische Diskriminierung beschreibt ein Phänomen, wonach Entscheidungsträger beobachtbare Charakteristiken der Individuen nutzen, um auf unbeobachtbare und produktivitätsentscheidende Kriterien zu schließen. Entscheidungsträger nach dieser Definition sind Arbeitgeber, Beamter oder Ärzte, abhängig der jeweiligen Situation. Als beobachtbare Charakteristiken zählen leicht zuerkennende körperliche Merkmale die in der Gesellschaft dazu dienen Menschen in verschiedene Gruppen oder soziale Schichten einzuordnen, wie die Rasse, die ethnische Herkunft oder das Geschlecht (Fang & Moro, 2011).
Dickinson & Oaxaca (2006) haben sich mit der Statistischen Diskriminierung befasst. Die beiden Autoren haben den Forschungsstand kurz dargestellt. Demnach haben Arrow (1971), Phelps (1972), Aigner & Cain (1977) und Lundberg & Startz (1983) die Theorien der Statistischen Diskriminierung weiterentwickelt. Mehrere Studien zeigen, dass statistische Diskriminierung auf fehlende oder unvollständige Informationen zurückzuführen ist. Lang (1986) stellte dar, dass es in einer entwickelten Gesellschaft eine Vielzahl von Sprachen gibt. Dabei können Individuen nur erfolgreich zusammenarbeiten, wenn sie dieselbe Sprache sprechen. Weiterhin stellte er klar, dass Kommunikation nicht kostenlos ist und dass die Kosten der Kommunikation zwischen unterschiedlichen Gruppen am größten sind. Die Minderheit muss die Kosten der Kommunikation tragen. Cornell & Welch (1996) argumentierten, dass Arbeitgeber häufig Arbeitnehmer mit demselben sozialen Hintergrund bevorzugen, da dort die Kosten für die Informationsbeschaffung geringer sind.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in den Kontext der Einwanderung in Deutschland ein und definiert das Forschungsziel sowie den systematischen Aufbau der Arbeit.
2. Arbeitsmarktdiskriminierung von Zuwanderern in der Theorie: Dieses Kapitel erläutert theoretische Messansätze von Diskriminierung und unterscheidet zwischen Diskriminierung aufgrund von Präferenzen und statistischer Diskriminierung.
3. Datengrundlage und Datenaufbereitung: Hier werden der European Social Survey als Datenbasis vorgestellt sowie die notwendigen Schritte zur Filterung und Aufbereitung der Variablen für die Regressionsanalyse erklärt.
4. Aktuelle Situation der Zuwanderer auf dem deutschen Arbeitsmarkt: Das Kapitel liefert deskriptive Statistiken zu Bevölkerungsentwicklung, Erwerbsbeteiligung, Arbeitslosigkeit sowie Einkommensverhältnissen von Zuwanderern im Vergleich zur inländischen Bevölkerung.
5. Darstellung der Diskriminierung der Zuwanderer auf dem deutschen Arbeitsmarkt: In diesem empirischen Hauptteil wird sowohl die subjektive Wahrnehmung von Diskriminierung analysiert als auch der objektive Einfluss der Zuwanderungseigenschaft auf Arbeitsmarktergebnisse mittels Logit- und linearer Regressionen geprüft.
6. Zusammenfassung und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Bestätigung der aufgestellten Hypothesen sowie zukünftigen Forschungsbedarf.
Diskriminierung, Arbeitsmarkt, Zuwanderung, European Social Survey, Lohndiskriminierung, Regressionsanalyse, Arbeitslosigkeit, Migration, Integration, Ethnische Herkunft, Statistisches Diskriminierungsmodell, Beschäftigung, Lohngleichheit, Humankapital, Deutschland.
Die Arbeit untersucht, ob Zuwanderer auf dem deutschen Arbeitsmarkt diskriminiert werden, und nutzt hierfür empirische Daten sowie ökonomische Theorien.
Zentrale Themen sind die theoretische Einordnung von Diskriminierung, die statistische Aufbereitung von Umfragedaten und die Analyse von Arbeitsmarktkennzahlen im Vergleich zwischen Inländern und Zuwanderern.
Das Ziel ist es, durch die Analyse subjektiver Wahrnehmungen und objektiver ökonomischer Faktoren zu klären, ob ein signifikanter negativer Einfluss der Zuwanderereigenschaft auf berufliche Parameter besteht.
Die Arbeit verwendet eine Kombination aus deskriptiver Statistik sowie Regressionsanalysen (Logit-Regressionen für binäre Variablen und lineare Regressionen für Einkommensdaten).
Der Hauptteil gliedert sich in eine Darstellung der aktuellen Arbeitsmarktsituation mittels deskriptiver Daten und eine anschließende ökonometrische Untersuchung zum Einfluss der Nationalität auf Arbeitsmarktchancen.
Neben Diskriminierung und Arbeitsmarkt sind Begriffe wie Migration, Lohndiskriminierung, Regressionsanalyse und die Auswertung des European Social Survey zentral.
Zuwanderer werden als Personen definiert, die nicht in Deutschland geboren wurden, wobei die Unterscheidung zwischen der ersten und zweiten Generation in dieser spezifischen Analyse aus Vereinfachungsgründen nicht weiter vertieft wird.
Die Analysen zeigen tendenziell, dass Zuwanderer ein geringeres Einkommen erzielen und seltener in Führungspositionen vertreten sind, was als Indiz für Diskriminierung gewertet werden kann.
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