Bachelorarbeit, 2015
74 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Aufbau und Zielsetzung
2. Entstehung und Entwicklung der Billigflugindustrie
2.1 Was sind Low Cost Carrier?
2.2 Staatliche und private Institutionen des Luftverkehrs
2.3 Historie und Entwicklung
2.4 Übersicht über den europäischen LCC Markt
2.5 Aufbau des deutschen LCC Markt
2.6 Der europäische Liberalisierungsprozess des Luftverkehrs
3. Vergleich der Geschäftsmodelle: LCC versus NWC
3.1 Network Carrier
3.2 Abgrenzung beider Modelle anhand der wichtigsten Merkmale
3.2.1 Flugzeugbetrieb
3.2.2 Aktionsraum und Flughäfen
3.2.3 Marketing, Preiskonzept und Vertrieb
3.2.4 Personal
3.2.5 Produkt- und Serviceangebot
3.2.6 Zusammenfassung der Kostenvorteile
4. Externe Branchenstruktur- und Wettbewerbsanalyse nach Porter
4.1 Erläuterungen zur Analyse
4.2 Bedrohung durch neue Markteintritte bzw. Konkurrenten
4.3 Bedrohung durch Substitutionsprodukte
4.4 Verhandlungsmacht der Abnehmer/ Konsumenten
4.5 Verhandlungsstärke der Lieferanten
4.6 Wettbewerber in der Branche
4.7 Schlussfolgerung aus der Branchenstrukturanalyse
5. Auswirkungen von LCC
5.1 Nutzen für Verbraucher
5.2 Nutzen für Flughäfen
5.3 Nutzen für die Region
5.4. LCC und die Auswirkungen auf die Umwelt
6. Zukunftsaussichten der Low Cost Airlines
6.1 Sinkende Kostenvorteile der LCC - die KPMG Studie 2013
6.2. Langstrecke - eine Alternative für LCC?
6.3 Hybrid Carrier
7. Resümee und Ausblick
Die vorliegende Arbeit analysiert das Geschäftsmodell der Low Cost Carrier (LCC) im europäischen Luftverkehr, untersucht die Gründe für deren Erfolg und beleuchtet die Wettbewerbsdynamik im Vergleich zu traditionellen Network Carriern (NWC). Ziel ist es, die Kostenführerschaft der Billigflieger sowie zukünftige Trends und Herausforderungen auf dem Markt zu identifizieren.
3.2.1 Flugzeugbetrieb
Low Cost Carrier verfolgen im Allgemeinen eine Strategie der homogenen Flugzeugflotte, was bedeutet, dass nur ein einziger Flugzeugtyp für den Flugbetrieb eingesetzt wird. Homogene Flotten weisen gegenüber heterogenen einige signifikante Vorteile auf und ermöglichen organisatorische Vereinfachungen, die sich positiv auf die Kosten der Fluggesellschaft auswirken. Die Nutzung nur eines einzigen Flugzeugtyps führt sowohl zu geringen Personalkosten als auch zu geringerem Aufwand für die einheitliche Ausbildung der Piloten und der Besatzung. Durch die Flottenhomogenität entstehen darüber hinaus noch weitere beträchtliche Kostensenkungspotenziale, wie Einsparungen bei der Wartung und Instandhaltung des Flugzeuges sowie der Ersatzteilbeschaffung und -lagerung. Die Ersparnisse bei der Wartung und Instandsetzung resultieren aus dem „Outsourcing“ dieser Aufgaben an externe Unternehmen, wodurch sich die LCC weder an Festpersonal noch an Infrastruktur binden müssen.
Ferner können LCC aufgrund ihrer Verhandlungsstärke (siehe hierzu auch Kapitel 4.5) von guten Konditionen bei dem Kauf von Flugzeugen profitieren und so weitere Ersparnisse generieren. LCC tätigen oft Großbestellungen eines Flugzeugtyps, was zu einem günstigen Spielraum bei Preisverhandlungen gegenüber den Flugzeuglieferanten führt. Die Folgen sind vom Lieferanten gewährte Mengenrabatte sowie positive Skaleneffekten, da LCC nur einmalig in fixe Flottenkosten investieren muss.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Kommerzialisierung der Luftfahrt ein und beschreibt das Phänomen der Low Cost Carrier als dominierende Kraft, die den traditionellen Network Carrier Handlungsdruck auferlegt.
2. Entstehung und Entwicklung der Billigflugindustrie: Das Kapitel erläutert die Historie und Charakteristika der LCC, die Bedeutung regulatorischer Institutionen und den Liberalisierungsprozess in Europa.
3. Vergleich der Geschäftsmodelle: LCC versus NWC: Es erfolgt eine detaillierte Gegenüberstellung der strategischen Ausrichtungen von Billigfliegern und Network Carriern unter besonderer Berücksichtigung ihrer Kostenstrukturen.
4. Externe Branchenstruktur- und Wettbewerbsanalyse nach Porter: Mittels des Five-Forces-Modells wird die Wettbewerbsintensität und Attraktivität der Branche sowie die Macht von Lieferanten und Abnehmern analysiert.
5. Auswirkungen von LCC: Hier werden die positiven externen Effekte der LCC-Expansion auf Passagiere, regionale Wirtschaftskreisläufe und Flughäfen sowie die Umweltbilanz untersucht.
6. Zukunftsaussichten der Low Cost Airlines: Dieser Abschnitt thematisiert schwindende Kostenvorteile laut KPMG-Studien, die Ambitionen der LCC auf der Langstrecke und das Entstehen hybrider Geschäftsmodelle.
7. Resümee und Ausblick: Das Fazit fasst die Erfolgsfaktoren zusammen und reflektiert kritisch über die Grenzen des Wachstums sowie zukünftige Entwicklungen im europäischen Luftverkehrsmarkt.
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Die Bachelorarbeit analysiert das Geschäftsmodell der Low Cost Carrier (LCC) im europäischen Luftverkehr, deren Ursprung, Wettbewerbsvorteile und deren Auswirkungen auf den gesamten Markt.
Die Arbeit behandelt die Historie der LCC, den Vergleich zwischen Low Cost und Network Carriern, die Branchenstrukturanalyse nach Porter sowie die Auswirkungen und zukünftigen Entwicklungen der Billigflugindustrie.
Das Ziel ist es, die Gründe für die unangefochtene Kostenführerschaft der LCC in der Branche aufzudecken und zu untersuchen, wie sich diese gegenüber traditionellen Fluggesellschaften behaupten.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse, unterstützt durch Datenmaterial, Marktanalysen und das Five-Forces-Modell von Michael E. Porter zur Untersuchung der Wettbewerbssituation.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Differenzierung der Geschäftsmodelle von LCC und NWC, eine externe Wettbewerbsanalyse, eine Nutzenbetrachtung für verschiedene Stakeholder sowie einen Ausblick auf künftige Entwicklungen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Low Cost Carrier, Kostenführerschaft, Liberalisierung des Luftverkehrs, Wettbewerbsvorteile und Hybrid Carrier charakterisiert.
Ein Hybrid Carrier ist eine Mischform, die Merkmale von Low Cost Carriern und traditionellen Network Carriern vereint, um flexibler auf Marktnischen und Kundenbedürfnisse reagieren zu können.
Die Studie wird genutzt, um aufzuzeigen, dass der Kostenvorteil der LCC gegenüber traditionellen Airlines tendenziell schrumpft und die NWC erfolgreich Rationalisierungsmaßnahmen implementiert haben.
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