Examensarbeit, 2008
41 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Grundlagen und Definitionen
2.1 Exkursion
2.2 Theoretische Grundlagen
2.3 Problemstellungen in der Praxis
3 Problemstellung im Kontext der Schule
3.1 Das Fürst-Johann-Moritz-Gymnasium in Siegen
3.2 Begründung der Themenwahl
3.3 Lehrerfunktionen
3.3.1 Unterrichten
3.3.2 Organisieren
3.3.3 Erziehen
3.3.4 Innovieren
4 Entwicklung des Konzeptes unter Berücksichtigung pädagogischer und didaktischer Überlegungen
4.1 Pädagogische Überlegungen unter Einbezug der Richtlinien und Lehrpläne des Landes NRW
4.1.1 Richtlinien für Exkursionen in NRW
4.1.2 Lehrplan des Faches Erdkunde für NRW
4.1.3 Weitere pädagogische Überlegungen
4.2 Didaktisch-methodische Überlegungen
4.2.1 Methodenkonzept
4.2.2 Sozialformen
4.2.3 Lehrerverhalten
5 Erprobung des Konzeptes in der Praxis
5.1 Vorbereitung
5.1.1 Unterrichtliche Vorbereitung
5.1.2 Konzeptbezogene allgemeine Vorbereitung
5.1.3 Vorbereitung der einzelnen Module
5.2 Durchführung der Exkursion
5.2.1 Modul „Kreativkai“
5.2.2 Modul „Lincoln-Quartier“
5.3 Nachbereitung
6 Evaluation und Reflexion im Hinblick auf die Anwendbarkeit des erstellten Konzeptes
6.1 Rahmen der Reflexion/Evaluation
6.2 Ergebnisse und Reflexion des Konzeptes
7 Fazit und Ausblick
Ziel der Arbeit ist die Entwicklung und Erprobung eines modularisierten, schülerorientierten Exkursionskonzepts für den Geographieunterricht in der Sekundarstufe II, das durch aktive Partizipation der Lernenden eine nachhaltige Wissensvermittlung außerhalb des Klassenzimmers ermöglicht.
2.1 Exkursion
Wenn man über modernen Erdkundeunterricht spricht, dann kommt man in der heutigen Zeit kaum noch an dem Begriff „Exkursion“ vorbei. Die Exkursion (lat. „excurrere“ = herauslaufen) wird in der Literatur in den verschiedensten Bedeutungszusammenhängen beschrieben. So findet man neben dem häufig verwendeten Begriff „Außerschulischer Lernort“ noch Begriffe wie „Projektarbeit“, „Geländegang“ und „Geländeunterricht“, „Lehrwanderung“ und „originale Begegnung“. Gerade im schulischen Bereich spricht man auch von einem „Wandertag“ bzw. von einer „Klassenfahrt“.
„Wenn wir also den Schülern wahres und zuverlässiges Wissen von den Dingen einpflanzen wollen, so müssen wir alles durch eigene Anschauung und sinnliche Demonstration lehren.“
Dieses Zitat könnte den aktuellen Forschungen zu schülerorientierten Exkursionen entnommen sein. Es entstammt jedoch dem Werk „Didacta Magna“ aus dem Jahre 1657. Johann Amos Comenius (1592-1670), der Verfasser der „Didacta magna“, forderte die Naturbegegnung und den direkten Umgang mit den Dingen, also den Lehrgegenständen.
Diese Forderung war lange Zeit, zumindest in der Schulpraxis, weitgehend in Vergessenheit geraten und erst mit den neuen Ansätzen zur Exkursionsdidaktik aus den 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts erhielten die Vorgaben der „Didacta magna“ neue Aktualität.
1 Einleitung: Die Arbeit verfolgt das Ziel, ein modularisiertes Exkursionskonzept für die gymnasiale Oberstufe zu entwickeln und methodisch zu begründen.
2 Grundlagen und Definitionen: Hier werden zentrale Begriffe wie die Exkursion geklärt und theoretische exkursionsdidaktische Modelle, insbesondere von Michael Hemmer, vorgestellt.
3 Problemstellung im Kontext der Schule: Es wird die Ausgangssituation am Fürst-Johann-Moritz-Gymnasium beleuchtet und die spezifische Lehrerrolle bei der Durchführung von Exkursionen definiert.
4 Entwicklung des Konzeptes unter Berücksichtigung pädagogischer und didaktischer Überlegungen: Dieses Kapitel verknüpft die theoretischen Anforderungen mit den Richtlinien und Lehrplänen des Landes NRW und erarbeitet ein methodisches Konzept.
5 Erprobung des Konzeptes in der Praxis: Die praktische Durchführung der Exkursion nach Münster, gegliedert in die Module „Kreativkai“ und „Lincoln-Quartier“, wird detailliert dargestellt.
6 Evaluation und Reflexion im Hinblick auf die Anwendbarkeit des erstellten Konzeptes: Die Ergebnisse der Evaluation werden reflektiert und das Konzept hinsichtlich seiner Stärken und Optimierungspotenziale kritisch bewertet.
7 Fazit und Ausblick: Eine abschließende Zusammenfassung zeigt den Mehrwert des Konzepts auf und gibt einen Ausblick auf künftige Erweiterungsmöglichkeiten, auch fächerübergreifend.
Exkursionsdidaktik, Stadtgeographie, Münster, Schülerexkursion, Modulares Konzept, Sekundarstufe II, Erdkundeunterricht, Selbsttätigkeit, Kooperatives Lernen, Schülerorientierung, Außerschulischer Lernort, Methodenkompetenz, Evaluation, Raumstrukturen, Unterrichtsentwicklung
Die Arbeit behandelt die Konzeption, Durchführung und Evaluation eines problemorientierten und modularisierten Exkursionskonzepts für das Fach Erdkunde in der gymnasialen Oberstufe.
Die zentralen Themen sind Stadtgeographie, moderne Exkursionsdidaktik, schülerzentriertes Lernen und die praktische Umsetzung didaktischer Prinzipien im Schulalltag.
Ziel ist es, ein eigenständiges Exkursionsmodell zu entwickeln, das Schülerinnen und Schüler stärker zu selbsttätigen Akteuren ihres Lernprozesses macht und als Grundlage für zukünftige Exkursionen am Gymnasium dient.
Die Arbeit basiert auf einem handlungsorientierten Ansatz, der durch eine empirische Evaluation (mittels Fragebögen) der durchgeführten Exkursion reflektiert wird.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung, die Planung unter Berücksichtigung von Lehrplänen, die praktische Erprobung der Module „Kreativkai“ und „Lincoln-Quartier“ sowie die Analyse der Ergebnisse.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Exkursionsdidaktik, Schülerorientierung, Modulares Konzept, Stadtgeographie und Methodenkompetenz.
Münster wurde aufgrund seiner stadtgeographischen Vielfalt und des hohen Bezugs zum Thema „Stadt der Zukunft“ gewählt, wobei das Vorwissen des Verfassers die Durchführung erleichterte.
Im Gegensatz zu passiven Wandertagen basiert dieses Konzept auf aktiver Planung und Durchführung durch die Schüler, die als „Expertengruppen“ die Module selbstständig erarbeiten.
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