Bachelorarbeit, 2015
44 Seiten, Note: 2,1
Diese Bachelorarbeit untersucht die dramatische Umsetzung der zeitgenössischen Problemfelder ‚Zeitkritik‘, ‚Antibürgerlichkeit‘ und ‚Generationenkonflikt‘ im expressionistischen Drama sowie dessen Bezüge zum Sturm und Drang. Sie vergleicht die dramatische Umsetzung dieser Diskurse in beiden Literaturepochen und analysiert Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der expressionistischen Inhalts- und Formgebung. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, ob und inwieweit ein ‚Epochenvergleich‘ überhaupt möglich ist und welche Grenzen zu berücksichtigen sind.
Die Einleitung stellt die Fragestellung der Arbeit und das Vorgehen dar. Sie beleuchtet die Problematik des Epochenbegriffs und die besondere Rezeption des Sturm und Drang im Expressionismus. Das zweite Kapitel untersucht die Diskurse der Zeitkritik, Antibürgerlichkeit und des Generationenkonflikts im Expressionismus und Sturm und Drang. Kapitel drei befasst sich mit den gesellschaftlichen und geistigen Grundlagen der expressionistischen Gesellschaftskritik und analysiert das Drama Der Sohn von Walter Hasenclever. Der Ausblick widmet sich dem Entwurf einer idealen Vaterschaft im Kontext der Arbeit.
Expressionismus, Sturm und Drang, Zeitkritik, Antibürgerlichkeit, Generationenkonflikt, Vater-Sohn-Konflikt, Drama, Wandlungsdrama, Walter Hasenclever, Der Sohn, Gesellschaftliche Bedingungen, Geistesgeschichte, Ideologie, Moral, Bürgertum, Revolution.
Beide Epochen sind durch literarische Jugendbewegungen geprägt, die sich gegen bürgerliche Konventionen auflehnen. Gemeinsame Themen sind der Generationenkonflikt, die Kritik an der väterlichen Autorität und das Streben nach gesellschaftlicher Erneuerung.
Ein Wandlungsdrama stellt die innere Erneuerung oder den moralischen Aufbruch eines Protagonisten dar, der sich aus alten Bindungen löst, um ein "neuer Mensch" zu werden, wie beispielhaft in Hasenclevers "Der Sohn".
Der Konflikt steht symbolisch für den Aufbruch der jungen Generation gegen die erstarrten, autoritären Strukturen des Bürgertums und des Staates. Er ist ein zentrales Motiv zur Darstellung von Macht und Unterdrückung.
Antibürgerlichkeit bezeichnet die Ablehnung bürgerlicher Moralvorstellungen, Lebensweisen und politischer Ansichten, die als einengend, oberflächlich oder heuchlerisch empfunden werden.
Es gilt als Prototyp des expressionistischen Dramas, da es den Konflikt des Individuums mit der väterlichen Autorität und der bürgerlichen Umwelt radikal und formal innovativ verhandelt.
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