Examensarbeit, 2014
124 Seiten, Note: 1,0
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen von Fremderfahrungen auf die Entwicklung des Eigenen und die Herausforderungen, die sich aus dem Umgang mit dem Fremden im Unterricht ergeben. Susanna Türk analysiert verschiedene theoretische Ansätze, um die vielschichtigen Beziehungen zwischen Eigenem und Fremdem zu beleuchten und untersucht anschließend in einem praktischen Teil, wie sich Schüler mit dem Fremden auseinandersetzen.
Die Arbeit beginnt mit einer Analyse der philosophischen Theorien von Bernhard Waldenfels, um das schwer greifende Phänomen des Fremden zu verstehen. Waldenfels argumentiert, dass das Fremde als das nicht vergleichbare Andere erscheint, das sich der eigenen Ordnung entzieht und den eigenen Vertrautheitshorizont überschreitet.
Kapitel 3 beleuchtet den Anspruch des Fremden auf das Eigene und dessen Wirkungen. Das Fremde stört die eigenen Ordnungssysteme, provoziert Sinn und stellt die eigenen Verstehensmöglichkeiten in Frage.
In Kapitel 4 werden verschiedene Möglichkeiten des Umgangs mit dem Fremden diskutiert, darunter die Aneignung, Stereotype und Rassismus. Waldenfels kritisiert die negative Aneignung, welche das Fremde dem Eigenen unterordnet.
Kapitel 5 behandelt die Bedeutung von Bildung im Hinblick auf den Umgang mit dem Fremden. Bildungsprozesse können die Transformation bestehender Strukturen ermöglichen und neue Möglichkeiten zur Auseinandersetzung mit dem Fremden eröffnen.
Der praktische Teil der Arbeit untersucht den Umgang von Schülern mit dem Fremden im Unterricht.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Themen Fremdheit, Aneignung, Stereotype, Rassismus, Bildung, Unterricht, Selbstreflexion und Problemorientierung.
Waldenfels ist ein Philosoph, der die Phänomenologie des Fremden prägte. Er beschreibt das Fremde als etwas, das sich der eigenen Ordnung entzieht und den Vertrautheitshorizont überschreitet.
Weil es bestehende Ordnungssysteme stört und die eigenen Verstehensmöglichkeiten in Frage stellt, was oft zu Abwehrreaktionen wie Stereotypen führt.
Ja, durch pädagogische Sensibilisierung im Unterricht können Kinder lernen, Fremdheit nicht als Krise, sondern als Bereicherung und Voraussetzung für die eigene Entwicklung zu sehen.
Sie dienen als methodisches Werkzeug, um Kindern Empathie für das „Andere“ zu vermitteln und über Ausgrenzungserfahrungen ins Gespräch zu kommen.
Negative Aneignung versucht, das Fremde dem Eigenen unterzuordnen und passend zu machen, während echtes Verstehen die Andersartigkeit des Fremden bestehen lässt.
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