Bachelorarbeit, 2015
45 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Öffentliche Güter und Kostenwahrheit
2.1 Externe Kosten des Straßenverkehrs
2.2 Verursachungsgerechtigkeit
3 Ziele von Straßenbenutzungsgebühren
4 Instrumente der Gebührenerhebung
4.1 Objektgebühren
4.2 Pauschale Gebühren
4.3 Entfernungsabhängige Gebühren
4.4 Zonenmodelle
4.5 Value Pricing
5 Abschließende Vergleiche und Schlussfolgerungen
5.1 Vergleich der Instrumente
5.2 Schlussfolgerungen
5.3 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht Straßenbenutzungsgebühren aus volkswirtschaftlicher Sicht mit dem Ziel, die Effizienz des Verkehrssystems zu analysieren, Fragen der Kostenwahrheit zu klären und die Eignung verschiedener Erhebungsinstrumente für eine verursachergerechte Anlastung externer Kosten zu bewerten.
2.1 Externe Kosten des Straßenverkehrs
Externe Effekte lassen sich insbesondere dadurch charakterisieren, dass ihre Auswirkungen nicht vom Verursacher getragen werden, sondern bei unbeteiligten Dritten anfallen. Diese vom Verursacher nicht berücksichtigten negativen externen Effekte werden somit auch als externe Kosten des Straßenverkehrs bezeichnet (Tiedtke 2013, S.4). Die Existenz solcher Externalitäten führt in der Regel zu einem gesellschaftlich ineffizienten Überkonsum (IW 2013, S.4).
Im Prinzip ist allgemein anerkannt, dass der Verkehr vielfältige externe Kosten verursacht, wie z.B. Umweltbelastungen durch Lärm, Luftverschmutzung und Klimabelastung, aber auch weitere große Kostenblöcke wie die Unfall- und Staukosten. Deutlich umstrittener ist dagegen in vielen Fällen die genaue Ermittlung dieser Kosten und die durchgeführten Studien hierzu unterscheiden sich teilweise enorm wie die folgende Grafik zu den von verschiedenen Instituten ermittelten Werten, darstellt.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Straßenbenutzungsgebühren ein und erläutert die Relevanz der volkswirtschaftlichen Analyse im Kontext von Mobilität, Infrastruktur und externen Effekten.
2 Öffentliche Güter und Kostenwahrheit: Dieses Kapitel behandelt die theoretischen Grundlagen der Straße als öffentliches Gut, definiert externe Kosten sowie das Prinzip der Verursachungsgerechtigkeit und diskutiert das daraus resultierende Marktversagen.
3 Ziele von Straßenbenutzungsgebühren: Hier werden die primären Zielsetzungen von Mautsystemen, insbesondere die Einnahmengenerierung, die Finanzierung der Infrastruktur sowie die Lenkungswirkung zur Internalisierung externer Effekte, dargelegt.
4 Instrumente der Gebührenerhebung: Das Kapitel bietet eine detaillierte Untersuchung verschiedener Erhebungsinstrumente, darunter Objekt-, Pauschal-, entfernungsabhängige Gebühren, Zonenmodelle und Value Pricing, unter Einbeziehung internationaler Praxisbeispiele.
5 Abschließende Vergleiche und Schlussfolgerungen: Der abschließende Teil führt die Erkenntnisse zusammen, vergleicht die Instrumente unter Effizienzkriterien und leitet Empfehlungen für eine optimale, verursachergerechte Gebührenausgestaltung ab.
Straßenbenutzungsgebühren, Volkswirtschaftslehre, Externe Kosten, Verursacherprinzip, Kostenwahrheit, Infrastrukturfinanzierung, Verkehrssteuerung, Internalisierung, Maut, City-Maut, Effizienz, Wohlfahrtsverlust, Grenzkosten, Mobilität, Verkehrsökonomie.
Die Arbeit analysiert Straßenbenutzungsgebühren aus volkswirtschaftlicher Perspektive und prüft, inwiefern diese zur effizienten Nutzung von Verkehrsinfrastrukturen beitragen können.
Zentrale Themen sind die Theorie öffentlicher Güter, die Problematik externer Effekte (wie Lärm, Staus und Umweltbelastungen) sowie die Ausgestaltungsmöglichkeiten verschiedener Mautsysteme.
Das Ziel ist es, zu ermitteln, wie Straßenbenutzungsgebühren so gestaltet werden können, dass sie verursachergerecht sind, externe Kosten internalisieren und die gesamtwirtschaftliche Wohlfahrt steigern.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen ökonomischen Analyse unter Einbeziehung bestehender Studien, Fachliteratur und praktischer internationaler Fallbeispiele aus der Verkehrspolitik.
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen (Kostenwahrheit), Zielsetzungen von Mautsystemen sowie eine detaillierte Bewertung technischer Erhebungsinstrumente (Objektmaut, Vignette, kilometerabhängige Maut, Zonenmodelle) durchgeführt.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Internalisierung, Kostenwahrheit, Verursacherprinzip, Infrastrukturfinanzierung und Verkehrssteuerung definieren.
Das Projekt dient als Fallbeispiel für die Probleme bei Objektgebühren, insbesondere im Hinblick auf die Fehlprognose bei der Zahlungsbereitschaft und die daraus resultierende Ineffizienz einer reinen Finanzierungsmaut.
Value Pricing wird als innovative, in Nordamerika verbreitete Form vorgestellt, bei der durch preisliche Steuerung auf bestimmten Fahrstreifen Staufreiheit garantiert werden soll, was jedoch hohe Anforderungen an die Technik stellt.
Der Autor stellt einen Zielkonflikt zwischen Effizienz und Gerechtigkeit fest, weist jedoch darauf hin, dass soziale Härten durch flankierende Maßnahmen wie den Ausbau des ÖPNV oder gezielte Rückerstattungen abgefedert werden können.
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