Masterarbeit, 2015
82 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Relevanz des Themas und Ableitung der Forschungsfragen
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Konzeptionelle Grundlagen zum Kundenengagement
2.1 Begriffsbestimmung
2.2 Stand der Forschung
2.2.1 Gestaltungsmerkmale
2.2.1.1 Incentivierung
2.2.1.2 Multi-Channel-Integration
2.2.2 Kundenmerkmale
2.2.2.1 Involvement
2.2.2.2 Commitment
2.2.2.3 Vertrauen
2.2.2.4 Zufriedenheit
2.2.3 Wirkungen des Kundenengagements
2.2.4 Bewertung des Forschungsstands
3. Theoretische Analyse
3.1 Theoretische Grundlagen
3.1.1 Soziale Austauschtheorie
3.1.2 Stimulus-Organismus-Response-Modell
3.2 Ableitung der Hypothesen
4. Empirisch-experimentelle Analyse
4.1 Beschreibung des Experiments
4.1.1 Experimentelles Design
4.1.2 Operationalisierung der Variablen
4.1.3 Vorgehensweise
4.1.4 Teilnehmer
4.2 Ergebnisse des Experiments
4.2.1 Manipulations- und Situationscheck
4.2.2 Konstruktmessung
4.2.3 Hypothesenprüfung
5. Schlussbetrachtung
5.1 Ergebnisinterpretation und Implikationen
5.2 Limitationen und weiterer Forschungsbedarf
Die vorliegende Masterarbeit untersucht den Einfluss von Incentivierung und Multi-Channel-Integration des Kundenengagements auf die Kundenloyalität. Dabei wird analysiert, wie diese Gestaltungsmerkmale sowie kundenbezogene Merkmale wie Involvement, Commitment, Vertrauen und Zufriedenheit das Engagement und die daraus resultierende Loyalität beeinflussen.
2.2.1.1 Incentivierung
Incentives (=Bestanteil der Incentivierung) kennzeichnen eine Möglichkeit mit der das Kundenengagement aktiv gefördert werden kann (Sawhney/Verona/Prandelli 2005, S. 8, van Doorn et al. 2010, S. 258). Der Begriff Incentivierung lässt sich von dem lateinischen Adjektiv „incentivus“ ableiten, welches so viel wie „anregend“, „reizend“ bedeutet. Locke (1968, S. 161) definiert die Incentivierung wie folgt: „An external incentive is defined as an event or object external to the individual which can incite action“.
Im wirtschaftlichen Kontext geht damit einher, dass unter der Incentivierung unternehmerische Maßnahmen verstanden werden, die bei den Kunden, Mitarbeitern oder Geschäftspartnern Anreize schaffen sollen (Bub 2011, S. 13). Die Anreize können sowohl tangibel (=materiell/greifbar) als auch intangibel (=immateriell/nicht greifbar) sein und müssen für den Kunden einen subjektiven Wert oder Nutzen darstellen, sodass das gewünschte Verhalten bzw. eine gezielte Aktion hervorgerufen wird (Locke 1968, S. 161; Bub 2011, S. 13).
Incentivierungen zeichnen sich durch ihren Zielcharakter aus (Bub 2011, S. 13). Sie sind für die Motivation einer Einzelperson konzipiert, um ein klar definiertes Ziel zu erreichen, bzw. um ein gewünschtes Verhalten zu verstärken. Im Gegensatz zu einer Belohnung ist ein Incentive genau definiert. Konkret bedeutet es, dass durch die Incentivierung das Interesse des Unternehmens mit den Zielen des Kunden in Einklang gebracht werden soll (Suchanek/Lin-Hi 2001, S. 14).
Einleitung: Dieses Kapitel legt die Relevanz der Untersuchung des Kundenengagements dar und leitet die zentralen Forschungsfragen sowie den Aufbau der Arbeit ab.
Konzeptionelle Grundlagen zum Kundenengagement: Hier werden der Begriff des Kundenengagements definiert, der aktuelle Forschungsstand beleuchtet und die relevanten Gestaltungs- und Kundenmerkmale erörtert.
Theoretische Analyse: In diesem Teil werden die soziale Austauschtheorie und das Stimulus-Organismus-Response-Modell als theoretisches Fundament herangezogen, um Hypothesen über die Zusammenhänge des Kundenengagements aufzustellen.
Empirisch-experimentelle Analyse: Dieses Kapitel dokumentiert die methodische Vorgehensweise, das experimentelle Design sowie die Ergebnisse der Hypothesenprüfung zur Untersuchung des Einflusses der untersuchten Variablen.
Schlussbetrachtung: Hier werden die Ergebnisse interpretiert, Implikationen für die Marketingpraxis und -forschung abgeleitet sowie Limitationen und weiterer Forschungsbedarf adressiert.
Kundenengagement, Kundenloyalität, Incentivierung, Multi-Channel-Integration, Involvement, Commitment, Vertrauen, Zufriedenheit, Marketingforschung, Kundenbeziehungsmanagement, Soziale Austauschtheorie, S-O-R-Modell, Empirisches Experiment, Laborexperiment, Kundenverhalten.
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen durch Incentivierung und die Integration verschiedener Kanäle (Multi-Channel-Integration) das Engagement ihrer Kunden fördern und dadurch die langfristige Kundenloyalität steigern können.
Die zentralen Themen sind das Kundenengagement als Mediator, die Wirkung von Anreizen (Incentives), die Bedeutung einer konsistenten Multi-Channel-Strategie sowie die Rolle psychologischer Kundenmerkmale wie Vertrauen und Commitment.
Das Ziel ist es, eine Forschungslücke zu schließen, indem ein ganzheitlich integrativer Ansatz gewählt wird, der sowohl die Wirkungen von Unternehmensmaßnahmen als auch die moderierende Rolle von Kundenmerkmalen empirisch prüft.
Die Autorin hat ein empirisch-experimentelles Studiendesign (Laborexperiment) gewählt, bei dem verschiedene Szenarien genutzt wurden, um kausale Zusammenhänge unter kontrollierten Bedingungen zu messen.
Im Hauptteil werden zunächst theoretische Grundlagen (Soziale Austauschtheorie, S-O-R-Modell) erläutert, daraus Hypothesen abgeleitet und anschließend mittels einer quantitativen Studie in der Gastronomiebranche getestet.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Kundenengagement, Kundenloyalität, Incentivierung, Multi-Channel-Integration sowie Involvement und Vertrauen.
Die Gastronomie wurde gewählt, da Kunden mit ihr vertraut sind und sich leicht in die fiktiven Szenarien (z.B. Namensfindung für ein Restaurant) hineinversetzen konnten, was die Qualität der empirischen Daten sicherstellt.
Die Studie bestätigt signifikant, dass Incentivierung einen positiven Effekt auf das Kundenengagement hat und die Kundenloyalität über das Kundenengagement als Mediator gesteigert wird.
Nein, in dieser Untersuchung konnte für die Multi-Channel-Integration kein signifikanter Einfluss auf das Kundenengagement festgestellt werden, was möglicherweise an einer unzureichenden Wahrnehmung der Stimuli im experimentellen Szenario liegt.
Die Ergebnisse zeigen unerwartet, dass ein hohes Vertrauen den positiven Zusammenhang zwischen Incentivierung und Engagement teilweise sogar abschwächen kann, was darauf hindeutet, dass Kunden sich in vertrauensvollen Beziehungen nicht "erkauft" fühlen möchten.
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