Bachelorarbeit, 2014
54 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Determinanten der Arbeitsmotivation älterer Sozialarbeiter
2.1 Wandel der Sozialen Arbeit
2.2 Aufgaben des Personalmanagements in sozialen Einrichtungen
2.3 Dimensionen der Arbeitsfähigkeit
2.3.1 Gesundheit, Krankheit, Leistungsfähigkeit
2.3.2 Kompetenz
2.3.3 Werte, Einstellungen und Motivation
2.3.4 Arbeit
2.4 Motivation
2.4.1 Arbeitsmotivation
2.4.2 Intrinsische und extrinsische Motivation
2.4.3 Entwicklung von Motivation
2.5 Motivationsfördernde Maßnahmen
2.5.1 Gesundheitsförderung
2.5.2 Weiterbildung
2.5.3 Arbeitszeitgestaltung
2.5.4 Personalführung
3 Befragung zur Arbeitsmotivation älterer Sozialarbeiter
3.1 Fragestellungen der Interviews
3.2 Planung und Vorbereitung
3.3 Rahmenbedingungen für die Interviews
3.4 Auswertung der Daten
3.5 Zusammenfassung der Ergebnisse
4 Fazit
5 Literaturverzeichnis
Die Arbeit untersucht, wie soziale Einrichtungen durch gezielte motivationsfördernde Maßnahmen die Leistungsfähigkeit älterer Arbeitnehmer erhalten und steigern können, um dem demografischen Wandel und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
2.4.2 Intrinsische und extrinsische Motivation
Leistungsstarke Mitarbeiter unterscheiden sich in ihrer Motivation: Die einen sind motiviert, weil sie an der Arbeit selbst interessiert sind (intrinsisch), die anderen, weil sie dafür bezahlt werden (extrinsisch).
Extrinsische Motivation ist gekennzeichnet durch eine leistungsbezogene, individuell variable Entlohnung. Die extrinsische Motivation dient der mittelbaren Bedürfnisbefriedigung. Geld wird dazu verwendet, um z.B. zu verreisen. Die Reise stellt eine Befriedigung außerhalb der Arbeit dar. Die Arbeit dient allein als Instrument zur Bedürfnisbefriedigung.
Ökonomische Theorien gehen davon aus, dass der Mensch ein eigennütziges Individuum ist („homo oeconomicus“), was hieße, dass Menschen sich in erster Linie durch ihr Einkommen motivieren lassen. In modernen Organisationen werden Aufgaben freier erledigt und einige Entscheidungen ausgelagert. Leistungsbezogene Akkordlöhne verschwinden und der Vertrauensaufbau durch das Unternehmen wird wichtiger.
Soziologen und Psychologen hingegen gehen davon aus, dass das Verhalten von instabilen Normen und Präferenzen geprägt ist, die sich häufig monetär nicht lohnen, wie zum Beispiel Ehre, Liebe und Würde. Die intrinsische Motivation ist durch eine unmittelbare Bedürfnisbefriedigung gekennzeichnet, was heißt, dass die Tätigkeit selbst Freude bereitet. Wichtig für das Personalmanagement ist z.B., dass die Verletzung der inhaltlichen oder prozeduralen Fairness zu Leistungseinbußen der Mitarbeiter führen kann.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des demografischen Wandels sowie des Fachkräftemangels in sozialen Einrichtungen ein und formuliert die zentrale Fragestellung der Arbeit.
2 Determinanten der Arbeitsmotivation älterer Sozialarbeiter: In diesem Kapitel werden theoretische Grundlagen zu Motivation, Arbeitsfähigkeit und spezifischen Einflussfaktoren wie dem Wandel der Sozialen Arbeit sowie dem Personalmanagement dargelegt.
3 Befragung zur Arbeitsmotivation älterer Sozialarbeiter: Das Kapitel erläutert die Methodik, Durchführung und Auswertung qualitativer Interviews mit älteren Fachkräften zur praktischen Überprüfung der theoretischen Annahmen.
4 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Bedeutung intrinsischer Motivation für die Leistungsfähigkeit älterer Mitarbeiter.
Arbeitsmotivation, Sozialarbeit, Ältere Arbeitnehmer, Personalmanagement, Leistungsfähigkeit, Demografischer Wandel, Intrinsische Motivation, Gesundheitsförderung, Weiterbildung, Arbeitszeitgestaltung, Personalführung, Arbeitsfähigkeit, Intergeneratives Lernen, Betriebsklima, Fachkräftemangel.
Die Arbeit untersucht die Arbeitsmotivation älterer Beschäftigter in sozialen Einrichtungen und analysiert, wie deren Leistungsfähigkeit durch gezielte innerbetriebliche Maßnahmen erhalten und gefördert werden kann.
Zentrale Themen sind die Motivationspsychologie, die Dimensionen der Arbeitsfähigkeit, die Auswirkungen des demografischen Wandels auf soziale Berufe sowie verschiedene Motivationsinstrumente.
Das Ziel ist es herauszufinden, ob und wie soziale Einrichtungen durch motivationsfördernde Personalpolitik ältere Fachkräfte länger halten und ihre Leistungsbereitschaft stützen können.
Die Arbeit kombiniert eine fundierte Literaturrecherche mit einem empirischen Teil, in dem qualitative Leitfadeninterviews mit erfahrenen Sozialarbeitern geführt und ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung der Motivationsfaktoren, der Arbeitsfähigkeit sowie der Vorstellung konkreter Maßnahmen wie Gesundheitsförderung, Weiterbildung, Arbeitszeitmodelle und kooperativer Führung.
Wichtige Begriffe sind Arbeitsmotivation, Soziale Arbeit, Alternde Belegschaften, Personalmanagement und Leistungsfähigkeit.
Die Untersuchung zeigt, dass Sozialarbeiter überwiegend intrinsisch motiviert sind – etwa durch den Wunsch, Menschen zu helfen –, weshalb materielle Anreize oft zweitrangig gegenüber inhaltlicher Sinnhaftigkeit sind.
Die befragten älteren Mitarbeiter zeigten ein geringeres Interesse an neuen, komplexen Weiterbildungen, was auf eine Reorganisation ihrer Ziele und die Sättigung durch ihre langjährige Erfahrung hindeutet.
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