Bachelorarbeit, 2011
57 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Zielsetzung, Abgrenzung und Fragestellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen Fernsehbranche
2.1 objektive Qualitätsbetrachtung
2.2 Unterhaltungsfernsehen
2.2.1 Rezipienten
2.2.2 Fernsehmarkt Deutschland
3 Beschaffung von Inhalten
3.1 Programmimport
3.1.1 Beschaffungsmanagement
3.1.2 Vertragliches beim Programmimport
3.1.3 Wandel beim Programmimport
3.2 Eigenentwicklung/Innovation
3.2.1 Definition
3.2.2 Konzeption
3.2.3 Vorgehensweisen
3.2.4 Strategien
3.2.5 Rechteverwertung
3.3 Definition und Bedeutung des Formats
3.4 Formathandel / Erfolgsfaktor der Fernsehunterhaltung
3.4.1. TV-Format Vermarktung
3.4.2. Imitation
3.4.2.1 Me-too und Spin-off
3.4.2.2 Adaption durch Formathandel
3.4.2.3 Adaption ohne Formathandel (Plagiat)
3.4.3 Ist-Zustand Deutschland
3.5 Programmproduktion aus Sendersicht
3.5.1 Eigenproduktion
3.5.2 Auftragsproduktion
3.5.3 Koproduktion
4 Vorgehensweise einzelner Akteure
4.1 Rechtehändler
4.2 Produktionsfirma und Sender
4.3 Wertschöpfungskette
5 Fazit
Ziel dieser Arbeit ist es, die Strategien und Prozesse der Inhaltsbeschaffung in der Fernsehbranche zu analysieren, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf dem Formathandel und dem damit verbundenen Lizenzgeschäft sowie dem Zusammenspiel zwischen Sendern und Produktionsfirmen liegt.
3.1 Programmimport
Fernsehunterhaltung kann wie bereits erwähnt prinzipiell über zwei Wege angeboten werden. Zum einen durch fiktionale Unterhaltung und zum anderen durch nonfiktionale Unterhaltung. Betrachtet man den Programmimport, spielen dabei in erster Linie die fiktionalen Produktionen eine entscheidende Rolle. Seit den Anfängen des Fernsehens in Europa hat sich im fiktionalen Bereich wenig entwickelt. Verzeichnet eine fiktionale Produktion Erfolge, ist sie entweder aus den USA importiert, oder wurde in einheimischen Produktionsstätten erstellt. Betrachtet man das Programm eines Senders über einen ganzen Tag hinweg spielen vor allem aus den USA importierte Sendungen die dominierende Rolle. Betrachtet man dagegen die „Primetime“, also die Hauptsendezeit welche ungefähr zwischen 20.15 Uhr und 22.15 Uhr liegt, überwiegen eindeutig einheimische Produktionen. Im Jahr 2004 wurden, die Anteile von einheimisch produzierten fiktionalen TV-Produktionen gemessen. Daraus ergaben sich Zahlen, welche die getroffene Aussage untermauern. In Deutschland wurde bei den einflussreichsten Sendern, 64 Prozent der Gesamtsendezeit mit fiktionalen Produktionen gefüllt, die im Inland produziert wurden. In der „Primetime“ zeigten diese Sender bezüglich der ausgestrahlten Fiktion, 91 Prozent einheimische Produktionen.
Bevor ein Sender Programme importiert, muss er strategisch seine Programmplanung bedenken. Es muss eine genaue Vorstellung darüber entwickelt werden, wie viel Programmbedarf der Sender in der Zukunft hat, welche Ziele damit erreicht werden sollen und wie hoch die Kosten sein dürfen. Der Sender geht mit dem Bestücken seines Programmvorrats, auch „Stock“ genannt, gewisse Risiken ein. Hat der Sender einen großen Lagerbestand und tendiert die Entwicklungen des Senders bzw. die der Konkurrenz auf dem Fernsehmarkt gegen jede Erwartungen, könnte eine betriebswirtschaftliche sowie inhaltliche Belastung entstehen.
1 Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, die Relevanz der Inhaltsbeschaffung in der digitalisierten Fernsehbranche zu beleuchten und zentrale Forschungsfragen zum deutschen Fernsehmarkt zu formulieren.
2 Grundlagen Fernsehbranche: Dieses Kapitel analysiert das Fernsehen als Leitmedium, die Rolle der Rezipienten und die spezifischen Strukturen sowie die qualitative Stellung des deutschen Fernsehmarktes.
3 Beschaffung von Inhalten: Hier werden die zentralen Strategien der Sender zur Inhaltsbeschaffung, vom Programmimport über Eigenentwicklungen bis hin zum Formathandel und der Imitation, detailliert untersucht.
4 Vorgehensweise einzelner Akteure: Dieses Kapitel stellt die Rollen und Beziehungen der zentralen Akteure wie Rechtehändler, Produktionsfirmen und Sender dar und analysiert die dabei entstehende Wertschöpfungskette.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Bedeutung des internationalen Formathandels und gibt einen Ausblick auf die notwendigen Entwicklungen und Herausforderungen für den deutschen TV-Markt.
Fernsehbranche, Inhaltsbeschaffung, Formathandel, Lizenzgeschäft, Programmimport, Eigenproduktion, Auftragsproduktion, Koproduktion, Innovation, Imitation, TV-Format, Medienmanagement, Fernsehmarkt Deutschland, Wertschöpfungskette, Formatadaption.
Die Arbeit untersucht, wie Akteure im TV-Sektor Inhalte beschaffen, mit besonderem Fokus auf die Mechanismen der Programmproduktion, des Formathandels und der Rechteverwertung.
Die Themen umfassen die Struktur des deutschen Fernsehmarktes, unterschiedliche Beschaffungsstrategien wie Programmimporte und Eigenproduktionen sowie die rechtlichen und strategischen Aspekte der Formatvermarktung.
Ziel ist es, die Vorgehensweisen verschiedener Akteure bei der Inhaltsbeschaffung herauszuarbeiten und zu analysieren, wie Formate international vermarktet und lokal adaptiert werden.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Medienmanagement-Konzepte und -studien, um die aktuellen Prozesse der TV-Inhaltsbeschaffung zu systematisieren.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Beschaffungswege (Import, Eigenentwicklung, Formatadaption) sowie die detaillierte Betrachtung des Zusammenspiels von Sendern, Produktionsfirmen und Rechtehändlern.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Formathandel, Innovations- und Imitationsstrategien, Programmimport, Auftragsproduktion und die spezifischen Herausforderungen im deutschen Fernsehmarkt.
Die Imitation ist ein in der Praxis verbreitetes Phänomen, da Formate oft schwer rechtlich zu schützen sind und Nachahmer somit kostengünstig von bewährten Erfolgsmodellen profitieren können.
Sie dienen als Experten vor Ort, die sicherstellen, dass die Adaption eines Formats den Qualitätsstandards des Originalgebers entspricht und der Produktionsprozess effizient abläuft.
Es ist ein in Deutschland übliches Vertragsmodell, bei dem der Sender die Produktion vollfinanziert und im Gegenzug sämtliche Rechte am fertigen Produkt für sich beansprucht.
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