Examensarbeit, 2004
79 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Abschätzung des künftigen Bedarfs an elektrischer Energie in Deutschland
2.1 Demographische Entwicklungen der Bevölkerung in Deutschland
2.1.1 Entwicklung der Geburtenhäufigkeit
2.1.2 Entwicklung der Lebenserwartung
2.1.3 Entwicklung der Außenwanderung
2.1.4 Zusammenfassung der Prognosen
2.2 Korrelation zwischen wirtschaftlicher Produktivität und Energiebedarf
2.3 Entwicklung des effizienten und rationellen Umgangs mit Energie
2.3.1 Potenzial des Technologischen Fortschritts
2.3.2 Möglichkeiten zur Reduktion des Strombedarfs durch Energiesparen
2.3.3 Rationelle Energienutzung
2.4 Bisherige und zukünftige Entwicklung des Bedarfs an elektrischer Energie
2.5 Entwicklung des Bedarfs an Kraftwerkskapazitäten auf Basis der Stilllegungskurve des Bundesumweltamtes
2.6 Das Protokoll von Kioto und die Folgen für die Energiepolitik
2.6.1 Der Treibhauseffekt
2.6.2 Die Vereinbarungen aus dem Protokoll von Kioto
3 Die Nutzung der Atomkernspaltungsenergie
3.1 Kraftwerkstypen
3.1.1 Leichtwasser-Reaktoren (LWR)
3.1.2 Schwerwasser-Reaktoren (HWR)
3.1.3 Graphitmoderierte Leichtwasser-Reaktoren (RBMK)
3.1.4 Gasgekühlte und graphitmoderierte Reaktoren (GGR und Advanced GGR)
3.1.5 Hochtemperatur-Reaktoren (HTR)
3.1.6 Brut-Reaktoren (BR)
3.1.7 Heizreaktoren
3.2 Geschichtliche Entwicklung der Nutzung der Atomkernspaltungsenergie
3.3 Die Vereinbarung zum Ausstieg aus der Atomkernenergienutzung in Deutschland
3.3.1 Befristung der Regellaufzeiten der Kernkraftwerke (KKW)
3.3.2 Flexible Handhabung der Reststrommengen
3.3.3 Begrenzung der Nutzungsdauer durch festgelegte Strommengen
3.3.4 Entsorgung von radioaktiven Reststoffen
3.3.5 Art und Umfang der radioaktiven Reststoffe
3.3.6 Das Verhalten der europäischen Nachbarländer
4 Potenziale zur Strombedarfsdeckung in Deutschland
4.1 Fossile Energieträger
4.1.1 Vorräte an fossilen Energieträgern
4.1.2 Kraftwerkskonzepte zur Umwandlung fossiler Energieträger in elektrische Energie
4.1.2.1 Kondensationskraftwerke
4.1.2.2 Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) Entnahmekraftwerke
4.1.2.3 Gas- und Dampfturbinen (GuD) Kraftwerke
4.1.3 Spezifische Investitionskosten fossil befeuerter Kraftwerke (in Preisen von 2002)
4.1.4 Umweltgefährdung durch die Nutzung fossiler Energieträger
4.2 Strom aus erneuerbaren Energiequellen
4.2.1 Windenergienutzung – Offshore und Onshore
4.2.2 Nutzung des direkten Sonnenlichts zur Erzeugung von elektrischer Energie
4.2.3 Nutzung der Wasserkraft
4.2.4 Nutzung von Biomasse
4.2.5 Nutzung anderer Energieträger zur Stromgewinnung
5 Szenarien zur Deckung des zukünftigen Strombedarfs in Deutschland
5.1 Veröffentlichte Szenarien zur Strombedarfsdeckung
5.1.1 Das Referenzszenario der Enquete Kommission „Nachhaltige Energieversorgung“ des 14. Deutschen Bundestages von 27. Mai 2003
5.1.2 Der Energiebericht des Bundeswirtschaftsministeriums vom 27.11.2001
5.1.3 Das Strategiepapier „Anforderungen an die zukünftige Energieversorgung“ des Umweltbundesamtes Berlin vom 15. August 2003
5.2 Entwicklung eines Szenarios anhand der Prognosen dieser Arbeit
6 Resümee und Ausblick
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, unter Berücksichtigung demographischer, technischer, wirtschaftlicher und ökologischer Aspekte eine Strategie zur Erneuerung des deutschen Kraftwerksbestandes bis zum Jahr 2020 zu entwickeln. Im Zentrum steht dabei die Bewältigung des politisch beschlossenen Atomausstiegs sowie die Einhaltung nationaler Klimaschutzvorgaben bei gleichzeitiger Sicherstellung einer effizienten Stromversorgung.
Die Vereinbarung zum Ausstieg aus der Atomkernenergienutzung in Deutschland
Im Folgenden wird erläutert, welche Eckpunkte die Novellierung des Atomgesetzes zur geordneten Beendigung der Nutzung der Atomkernenergie zur Gewinnung von Strom in Deutschland umfasst.
3.3.1 Befristung der Regellaufzeiten der Kernkraftwerke (KKW)
Die Regellaufzeit der Kernkraftwerke wird generell auf etwa 32 Jahre seit Inbetriebnahme befristet. Diese Laufzeit begrenzt die Menge des radioaktiven Abfalls, der durch den Betrieb der Kernkraftwerke entsteht. Die folgende Tabelle 3.1 gibt eine Übersicht der dem Atomgesetz zugrunde liegenden Restlaufzeiten der einzelnen KKW [ATOM02].
Das KKW Mülheim–Kärlich wurde 1988, nach zweijähriger Bauzeit, von der RWE ans Stromnetz genommen. Allerdings erfolgte nach 13 Monaten Betrieb ein durch ein Gerichtsurteil erwirkter Betriebsstopp, der durch einen formaljuristischen Fehler bei der Planung ausgelöst wurde. Dem Kraftwerk wurde die Produktion einer Reststrommenge von 107,25 TWh zugesprochen. Da dieses Kraftwerk im Jahr 2002 endgültig abgeschaltet wurde, kann die vereinbarte Reststrommenge auf andere Kernkraftwerke übertragen werden. Dies entspricht einer Verlängerung der Betriebserlaubnis von durchschnittlich neun Monaten pro Kraftwerk.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung des Energiebedarfs seit der industriellen Revolution und definiert die zentralen wirtschaftlichen, soziologischen, technischen und ökologischen Aspekte der künftigen Stromversorgungssicherheit in Deutschland.
2 Abschätzung des künftigen Bedarfs an elektrischer Energie in Deutschland: Dieses Kapitel analysiert demographische Entwicklungen, wirtschaftliche Korrelationen sowie Effizienzpotenziale, um Prognosen für den Strombedarf bis 2020 abzuleiten und die Konsequenzen der Klimaschutzpolitik einzuordnen.
3 Die Nutzung der Atomkernspaltungsenergie: Hier werden unterschiedliche Kraftwerkstypen erläutert, die historische Entwicklung der Kernenergienutzung dargestellt und die rechtlichen Rahmenbedingungen des Atomausstiegs sowie die Entsorgung radioaktiver Reststoffe detailliert analysiert.
4 Potenziale zur Strombedarfsdeckung in Deutschland: Das Kapitel untersucht die Verfügbarkeit und Umwandlungstechniken fossiler Brennstoffe sowie erneuerbarer Energien wie Wind, Sonne, Wasser und Biomasse hinsichtlich ihrer Eignung für den zukünftigen Energiemix.
5 Szenarien zur Deckung des zukünftigen Strombedarfs in Deutschland: Anhand veröffentlichten Szenarien und eigener Prognosedaten wird eine Strategie für die Gestaltung des Kraftwerksbestandes entwickelt, die sowohl Klimaziele als auch ökonomische Machbarkeit berücksichtigt.
6 Resümee und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und betont die Notwendigkeit eines verantwortungsbewussten Umgangs mit Energie zur Sicherung einer nachhaltigen Versorgung künftiger Generationen.
Strombedarfsdeckung, Kernenergie, Atomkraftwerke, fossile Energieträger, Erneuerbare Energien, Klimaschutz, Kohlendioxid-Emissionen, Energieeffizienz, Kraftwerkskapazitäten, Nachhaltigkeit, Energiepolitik, Stromerzeugung, Umwandlungstechnik, Emissionshandel, Deutschland
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung einer Strategie zur Erneuerung des deutschen Kraftwerksbestandes bis zum Jahr 2020 unter Berücksichtigung des politisch beschlossenen Atomausstiegs und ökologischer Nachhaltigkeitsziele.
Die zentralen Themenfelder umfassen die demographische Entwicklung, die Effizienzsteigerung bei der Stromerzeugung, das Potenzial fossiler und erneuerbarer Energieträger sowie die rechtlichen und ökologischen Herausforderungen der Energiewende.
Das primäre Ziel ist es, auf Basis einer fundierten Analyse des Strombedarfs und der verfügbaren Technologien ein Szenario für eine nachhaltige Kraftwerksstruktur in Deutschland bis 2020 aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer interdisziplinären Analyse, die demographische Prognosen, energetische Wirkungsgrade, wirtschaftliche Kennzahlen und klimapolitische Szenarien (u.a. unter Einbeziehung des Kioto-Protokolls) kombiniert.
Der Hauptteil analysiert detailliert den Energiebedarf, die verschiedenen Kernkraftwerkstypen und deren Ausstiegsregelung, die Nutzung fossiler Energieträger sowie Potenziale und Grenzen erneuerbarer Energiequellen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Strombedarfsdeckung, Kernenergie, Erneuerbare Energien, Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz charakterisiert.
Der Atomausstieg bildet einen zentralen Ausgangspunkt der Arbeit; es wird erläutert, wie der Wegfall der Kernkraftwerkskapazitäten durch alternative Energieträger und Effizienzmaßnahmen kompensiert werden kann.
Der Anhang dient dazu, die theoretischen physikalischen Zusammenhänge der Energiegewinnung durch Atomkernspaltung zu fundieren, um das Verständnis für die technische Komplexität und die Sicherheitsanforderungen von Kernkraftwerken zu vertiefen.
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