Bachelorarbeit, 2015
31 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Der Autor und sein Werk
3 Begriffserklärung
3.1 Intertextualität
3.2 Montagetechnik
4 Intertextuelle Bezüge im Roman
4.1 Reale und fiktive Personen
4.2 Bruchstücke der Großstadtwelt
4.3 Die Welt der Presse
4.4 Der Bereich der Wirtschaft
4.5 Wissenschaftliche Einblendungen
4.6 Antike Mythologie
4.7 Gedichte und Lieder
4.8 Der Bereich des Religiösen
4.9 Weitere intertextuelle Bezüge
5 Die Rolle der intertextuellen Beziehungen im Roman
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die vielfältigen intertextuellen Bezüge und die spezifische Montagetechnik in Alfred Döblins Roman "Berlin Alexanderplatz", um aufzuzeigen, wie diese Elemente zur Konstruktion einer realistischen und vielschichtigen Darstellung der Berliner Großstadtwelt beitragen.
4.2 Bruchstücke der Großstadtwelt
Zu Beginn des Zweiten Buches heißt es: „Franz Biberkopf betritt Berlin“ und es folgt das Bild des Berliner Bärs. Unter diesem Bild listet Döblin die zehn wichtigsten Verwaltungsinstitutionen der Stadt Berlin mit ihren jeweiligen Bildsymbolen auf. Hieran knüpfen zahlreiche amtliche Bekanntmachungen: „Offenlegung eines Planes für das Grundstück An der Spandauer Brücke 10“, „Genehmigung zum Abschuß von wilden Kaninchen und sonstigem Raubzeug auf dem Gelände des Faulen Seeparks […]“, sowie die Niederlegung des Ehrenamtes als Wohlfahrts-Kommissionsvorsteher von Kürschnermeister Albert Prangel. Solche Bekanntmachungen sind in einer Vielzahl als Montage in Döblins Werk wahrzunehmen.
Bei der Ausweisung Biberkopfs aus Berlin heißt es im Roman:
Ausweislich der mir vorliegenden Akten sind Sie wegen Bedrohung, tätlicher Beleidigung und Körperverletzung mit tödlichem Ausgang bestraft worden, mithin als eine für die öffentliche Sicherheit und Sittlichkeit gefährliche Person zu erachten. Demgemäß habe ich auf Grund der mir nach Paragraph 2 des Gesetzes vom 31. Dezember 1842 […] zustehenden Befugnis beschlossen, Sie von Landespolizei wegen aus Berlin, Charlottenburg, […] und Berlin-Tegel auszuweisen, und fordere Sie deshalb auf, den Ausweisungsbezirk binnen 14 Tage zu verlassen.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung von Intertextualität in der Literatur ein und definiert den Fokus auf Alfred Döblins Roman Berlin Alexanderplatz.
2 Der Autor und sein Werk: Dieses Kapitel gibt einen biografischen Abriss über Alfred Döblin und stellt seinen bedeutendsten Großstadtroman Berlin Alexanderplatz vor.
3 Begriffserklärung: Hier werden die theoretischen Grundlagen zur Intertextualität und zur speziellen Montagetechnik in Döblins Werk gelegt.
4 Intertextuelle Bezüge im Roman: Dieser Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen Ebenen der intertextuellen Bezüge, von Personen und Presse bis hin zu Wirtschaft, Wissenschaft, Mythologie, Literatur und Religion.
5 Die Rolle der intertextuellen Beziehungen im Roman: Dieses Kapitel beleuchtet, wie die intertextuellen Elemente zur Dynamisierung der Wirklichkeit und zur komplexen Struktur des Großstadtbildes beitragen.
6 Fazit: Das Fazit resümiert den Erfolg des Werkes und bestätigt die Wirksamkeit der Montage als Mittel zur realistischen Darstellung der modernen Großstadt.
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Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von intertextuellen Bezügen und der Montagetechnik im Roman "Berlin Alexanderplatz" von Alfred Döblin.
Die zentralen Themen sind die Art und Weise, wie Döblin verschiedene Textarten und Realitätsfragmente (wie Zeitungsberichte, Statistiken, klassische Literatur und wissenschaftliche Texte) in seinen Roman montiert.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie diese intertextuellen Einblendungen und die Montagetechnik dazu dienen, die Vielschichtigkeit und Dynamik des Berliner Großstadtlebens zur Entstehungszeit des Romans abzubilden.
Der Autor führt eine literaturwissenschaftliche Analyse durch, die auf der Untersuchung von Textauszügen und dem Vergleich mit dem theoretischen Konzept der Intertextualität sowie der Montagetechnik basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Kategorien intertextueller Bezüge, wie reale/fiktive Personen, Presse, Wirtschaft, Wissenschaft, antike Mythologie, klassische Literatur und religiöse Texte.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Intertextualität, Montage, Großstadtroman, Moderne, Alfred Döblin und Berlin Alexanderplatz.
Döblin nutzt die Einordnung von Zitaten, insbesondere im Hiob-Kapitel und den Schlachthof-Schilderungen, um eine Differenzierung zwischen dem physischen Tod (Schlachtung) und der individuellen Schicksalserfahrung zu verdeutlichen.
Das Zitat "Ein jegliches hat seine Zeit" fungiert als Leitmotiv, das Döblin spielerisch und in verschiedenen Fragmentierungsgraden einsetzt, um die Sinnlosigkeit oder den Rhythmus im Leben von Franz Biberkopf zu spiegeln.
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