Bachelorarbeit, 2015
50 Seiten, Note: 1,8
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensbeschreibung
2 Begriffsdefinitionen
2.1 Gesundheit und Gesundheitsförderung
2.2 Kaufmännische Mitarbeiter
2.3 Motivation
2.4 Volition
3 Theorien und Modelle in Bezug auf einen gesunden Lebensstil
3.1 Sozial - kognitive Theorie von Bandura
3.2 Transtheoretisches Modell nach Prochaska und DiClemente
3.3 Sozial – kognitives Prozessmodell des Gesundheitsverhaltens nach Schwarzer
3.4 Zusammenfassung
4 Ausblick im Rahmen der Mitarbeiterführung
4.1 Gesundheitskultur integrieren
4.2 Mitarbeiter zu Verhaltensänderung motivieren
5 Schlussbetrachtung und Fazit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen Überblick über motivations- und verhaltenstheoretische Ansätze im Kontext der Gesundheitsförderung zu geben und aufzuzeigen, wie kaufmännische Mitarbeiter im betrieblichen Setting gezielt zu einem dauerhaft gesunden Lebensstil motiviert und in der Umsetzung unterstützt werden können.
Sozial - kognitive Theorie von Bandura
Die Sozial - kognitive Theorie von Albert Bandura ist eine häufig angewandte Theorie zur Erklärung und Vorhersage von Verhalten, die insbesondere bei sportspezifischen Fragestellungen in der Gesundheitspsychologie angewandt wird. Ursprünglich stammt das Konzept aus der sozialen Lerntheorie wurde jedoch Ende der 80er Jahre zur sozial – kognitive Theorie modifiziert. Der Grundgedanke der Theorie ist das sich Verhalten, Umwelteinflüsse und intraindividuelle Faktoren gegenseitig beeinflussen. Das gesamte Konzept basiert dabei auf der Annahme das kognitive, motivationale, emotionale und aktionale Abläufe und Zielsetzungen hauptsächlich durch persönliche Überzeugung gesteuert werden. Einen hohen Stellenwert nimmt dabei die Selbstwirksamkeitserwartung ein. Die Selbstwirksamkeitserwartung bzw. die subjektive Kompetenzerwartung ist einer der Hauptfaktoren wenn es um die Erklärung und Beeinflussung von Verhaltensweisen in allen Bereichen geht. Ebenfalls entscheidend für eine Verhaltensänderung, neben der Intention bzw. Zielsetzung, ist die Handlungs – Ergebnis – Erwartung bzw. Konsequenzerwartung und sogenannte soziostrukturelle Faktoren.
Aus der Abbildung wird die wesentliche Rolle der Selbstwirksamkeitserwartung ersichtlich. Sie wirkt auf allen Ebenen auf das gewünschte bzw. angestrebte Verhalten. Laut Literatur ist die Selbstwirksamkeitserwartung definiert als ein persönlich empfundenes Vertrauen, Erwartung und Beurteilung neue oder schwierige Aufgabenstellungen aufgrund der eigenen Kompetenzen meistern zu können. Das Konzept beruhte ursprünglich lediglich auf der individuellen Kompetenzerwartung und wurde später um die kollektive Kompetenzerwartung erweitert. Die kollektive Kompetenzerwartung wird definiert als die Überzeugung, Erwartung einer Gruppe mit den vorhandenen gemeinsamen Fähigkeiten, bestimmte Handlungen zu koordinieren und umzusetzen um das gemeinsame Ziel zu erreichen. Dabei ist die kollektive Kompetenzerwartung nicht die reine Aufsummierung der subjektiven Kompetenzerwartungen sondern als eigenständiges Konstrukt zu sehen, erklärt durch die zusätzlichen Einflussfaktoren auf eine Gruppe wie z.B. die Qualität der Gruppenleitung.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigenden Anforderungen an Arbeitnehmer sowie die Zunahme psychosomatischer Erkrankungen und verdeutlicht die Notwendigkeit betrieblicher Gesundheitsförderung vor dem Hintergrund einer älter werdenden Gesellschaft.
2 Begriffsdefinitionen: In diesem Kapitel werden grundlegende Termini wie Gesundheit, Salutogenese, Motivation, Volition sowie das spezifische Berufsbild des kaufmännischen Mitarbeiters definiert, um ein einheitliches Verständnis der Arbeit zu schaffen.
3 Theorien und Modelle in Bezug auf einen gesunden Lebensstil: Das Kapitel bietet eine wissenschaftliche Analyse zentraler psychologischer Ansätze wie der sozial-kognitiven Theorie nach Bandura, dem Transtheoretischen Modell sowie dem HAPA-Modell von Schwarzer zur Erklärung von Gesundheitsverhalten.
4 Ausblick im Rahmen der Mitarbeiterführung: Hier werden praktische Handlungsfelder für Unternehmen aufgezeigt, um Gesundheitskultur zu implementieren und Mitarbeiter durch zielgerichtete Unterstützung zur nachhaltigen Verhaltensänderung zu motivieren.
5 Schlussbetrachtung und Fazit: Das Fazit resümiert die theoretischen Ergebnisse und betont die Notwendigkeit eines Umdenkens in den Unternehmen hin zu einer langfristigen Investition in die Mitarbeitergesundheit statt kurzfristiger Kostenminimierung.
Gesundheitsförderung, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Motivation, Volition, Selbstwirksamkeit, Verhaltensänderung, HAPA-Modell, Bandura, Salutogenese, Mitarbeiterführung, Gesundheitskultur, Arbeitsfähigkeit, Lebensstil, Prävention, Risikowahrnehmung.
Die Arbeit befasst sich mit der Förderung des persönlichen Gesundheitspotenzials bei kaufmännischen Mitarbeitern und untersucht, wie diese zu einem dauerhaft gesunden Lebensstil motiviert werden können.
Die zentralen Themenfelder umfassen die psychologischen Grundlagen von Motivation und Volition, etablierte gesundheitspsychologische Modelle sowie praktische Ansätze für betriebliches Gesundheitsmanagement.
Das Ziel ist es, auf Basis theoretischer Erkenntnisse Möglichkeiten aufzuzeigen, wie kaufmännische Angestellte im Arbeitsalltag unterstützt werden können, um gesundheitsförderliche Verhaltensweisen dauerhaft zu etablieren.
Die Arbeit basiert auf einem ausführlichen Literaturstudium, in dem aktuelle Theorien und Modelle der Gesundheitspsychologie analysiert und für den praktischen Kontext der Mitarbeiterführung aufbereitet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Definitionen und psychologische Theorien zur Verhaltensänderung) und die Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen für die Gestaltung einer gesundheitsfördernden Unternehmenskultur.
Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch die Begriffe Selbstwirksamkeit, Verhaltensänderung, HAPA-Modell, betriebliche Gesundheitsförderung und Gesundheitskultur charakterisieren.
Der Autor favorisiert das HAPA-Modell, da es als Hybridmodell die Stärken von Kontinuums- und Stufenmodellen vereint und durch die Integration motivationaler und volitionaler Variablen besonders gut zur Erklärung von Verhaltensänderungen geeignet ist.
Die Selbstwirksamkeit ist ein zentraler Faktor: Sie bestimmt, ob eine Person sich zutraut, ein neues Verhalten überhaupt zu beginnen und auch bei auftretenden Hindernissen oder Rückschlägen konsequent am Ziel festzuhalten.
Dies liegt häufig an der "Intentions-Verhaltens-Lücke", bei der es zwar einen Vorsatz gibt, aber ein Mangel an Volition bzw. an konkreten Handlungs- und Bewältigungsplänen die Umsetzung im Alltag verhindert.
Angebote sollten individuell und partizipativ gestaltet sein, wobei der Fokus auf offener Kommunikation, der Bereitstellung von Ressourcen sowie der Unterstützung bei der Erarbeitung von persönlichen Handlungsplänen liegen sollte.
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