Bachelorarbeit, 2015
58 Seiten, Note: 2,7
1 Einleitung
1.1 Motivation und Ausgangslage
1.2 Zielsetzung & Abgrenzung
1.3 Gang der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen und ausgewählte Instrumente des Personalmanagements
2.1 Begrifflichkeiten und Definitionen
2.2 Die Personalwirtschaft
2.3 Die Personalbeschaffung
2.4 Der Einstellungsprozess
2.5 Trends und Herausforderungen der modernen Personalbeschaffung
2.5.1 Social Media Recruiting
2.5.2 Mobile Recruiting
2.5.3 Employer Branding & Guerilla Recruiting
2.5.4 Industrie 4.0
2.6 Der demografische Effekt im Engineering
3 Personalbeschaffung durch externe Dienstleister
3.1 Engineering als Dienstleistung
3.2 Das Dienstleistungsportfolio
3.3 Die Branchen
3.4 Die Prognose
4 Der Arbeitsmarkt für Ingenieure
4.1 Der Ingenieurbedarf nach Branchen
4.2 Die Karrierechancen
5 Experteninterviews
5.1 Methodik und Design der Interviews
5.2 Die Merkmale der Teilnehmer
5.3 Zielsetzung
5.4 Auswertung der Interviews
6 Fazit und Handlungsempfehlungen
7 Ausblick
Ziel dieser Arbeit ist es, durch eine objektive Analyse der Bedarfssituation in den wichtigsten Engineering-Branchen Deutschlands fundierte Erkenntnisse für die Deckung des zukünftigen Ingenieurbedarfs zu gewinnen und konkrete Maßnahmen für das Personalmanagement zu entwickeln.
2.4 Der Einstellungsprozess
Die u. a. eigene Darstellung des Einstellungsprozesses zeigt einen möglichen Prozess der Einstellung aus Sicht eines Unternehmens, kombiniert aus der internen und der externen Personalbeschaffung. Nachdem ein personeller Bedarf, ggf. aufgrund eines neuen eingegangenen Auftrages in einer Fachabteilung, beispielsweise in der Konstruktionsabteilung entsteht, wird ein Anforderungsprofil entweder aus der Fachabteilung, der Personalabteilung oder in Zusammenarbeit beider Abteilungen erstellt. Der nächste Schritt besteht aus der Publikation dieser Stelle, entweder auf der eigenen Homepage, in digitalen Jobbörsen oder durch einen Personaldienstleister. Die folgenden Schritte sind sowohl mit als auch ohne Dienstleistungsunterstützung denkbar.
Nach dem Eingang von Bewerbungen oder Kandidatenempfehlungen durch einen Dienstleister oder eigenständigen Bewerbern wird eine Qualifizierung durch die HR-Referenten und Entscheider in eigener Regie oder in Zusammenarbeit mit der Fachabteilung durchgeführt. Nach der Qualifizierung führt die Fachabteilung oder die HR–Abteilung, teilweise auch in Personalunion, ein telefonisches Erstinterview durch. Oft wird nach erfolgreichem Interview im Anschluss ein Termin für ein 1. persönliches Vorstellungsgespräch vereinbart. Findet kein telefonisches Interview statt, erfolgt in diesem Prozessschritt die Einladung zu einem persönlichen ersten Vorstellungsgespräch.
Im Anschluss an ein erfolgreiches Gespräch erfolgt meist entweder die Vorbereitung einer weiteren Gesprächsrunde oder ein Jobangebot in Form eines Arbeitsvertrages. Die Rückmeldung an den Bewerber nach Eingang der Bewerbung oder nach einem ersten Gespräch sowie die generellen Steuerungsprozesse gehören zu den Personalprozessen, die den größten Optimierungsbedarf besitzen. Die Notwendigkeit einer professionellen Personalbeschaffung oder eines Recruitings, speziell der gute Umgang mit Bewerbern, ist die Grundlage für eine gute Unternehmensreputation.
1 Einleitung: Beschreibt die Motivation des Autors, die Kontroverse um den "Fachkräftemangel" zu beleuchten, sowie die Zielsetzung, branchenspezifische Empfehlungen zur Personalbedarfsdeckung im Engineering zu erarbeiten.
2 Theoretische Grundlagen und ausgewählte Instrumente des Personalmanagements: Bietet einen Überblick über den Forschungsstand der Personalwirtschaft und erläutert moderne Sourcing-Verfahren sowie den Einfluss des demografischen Wandels.
3 Personalbeschaffung durch externe Dienstleister: Analysiert die Zusammenarbeit mit Dienstleistern, deren Leistungsportfolio und Marktbedeutung anhand von Kennzahlen führender Unternehmen.
4 Der Arbeitsmarkt für Ingenieure: Untersucht den Ingenieurbedarf nach Branchen und Bundesländern sowie Karrierechancen im Vergleich zwischen Industrieunternehmen und Dienstleistern.
5 Experteninterviews: Präsentiert die Methodik und Auswertung einer empirischen Untersuchung, bei der Personalentscheider zu aktuellen Hürden und zukünftigen Herausforderungen befragt wurden.
6 Fazit und Handlungsempfehlungen: Führt die Ergebnisse zusammen und gibt Empfehlungen zur Optimierung von Recruiting-Prozessen und zur Zusammenarbeit mit externen Anbietern.
7 Ausblick: Plädiert für eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Ingenieurmangel und fordert schnellere, unbürokratische politische Reformen zur Fachkräftegewinnung.
Personalbeschaffung, Engineering, Fachkräftemangel, Personalmanagement, Recruiting, Arbeitgebermarke, Employer Branding, Zeitarbeit, Personaldienstleister, Ingenieurbedarf, demografischer Wandel, Personalvermittlung, HR-Management, Stellenbesetzung, Experteninterview.
Die Arbeit untersucht die Personalbeschaffung für Ingenieure im Engineering-Bereich, hinterfragt kritisch die These eines generellen Fachkräftemangels und vergleicht verschiedene Instrumente der Personalbeschaffung.
Zentrale Felder sind die Analyse des Ingenieurarbeitsmarktes, der Einsatz externer Personaldienstleister, moderne Rekrutierungsmethoden (Social Media, Mobile Recruiting) und die strategische Bedeutung des Employer Brandings.
Das Ziel ist es, durch objektive Betrachtung der Bedarfssituationen in den wichtigsten Engineering-Branchen neue Erkenntnisse zur Deckung des künftigen Ingenieurbedarfs zu gewinnen und konkrete Maßnahmen für Personalentscheider abzuleiten.
Die Arbeit kombiniert eine Metaanalyse bestehender Studien und Fachliteratur mit einer eigenen empirischen Untersuchung in Form von Experteninterviews mit Personalentscheidern.
Der Hauptteil analysiert theoretische Grundlagen der Personalwirtschaft, die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern, die Arbeitsmarktsituation für Ingenieure und die Ergebnisse der Experteninterviews.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Personalbeschaffung, Engineering, Fachkräftemangel, Employer Branding, Personaldienstleister und Recruiting-Trends.
Externe Dienstleister werden als fester Bestandteil des Marktes gesehen, die durch Spezialisierung und den Zugriff auf Beschaffungspotenziale zur Beschleunigung und Erleichterung des Besetzungsprozesses beitragen.
Als größte Hürde wird aktuell der Mangel an qualifizierten Bewerbungen genannt, gefolgt von internen Kommunikations- und Freigabeprozessen sowie Budgetbeschränkungen.
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