Masterarbeit, 2014
74 Seiten
1. Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2. Grundlagen und Definitionen
2.1. Open Innovation (OI)
2.1.1. Begriffsbestimmung
2.1.2. Instrumente und Methoden für OI
2.2. Vorentwicklung (VE)
2.2.1. Begriffserläuterung
2.2.2. Der Vorentwicklungsprozess
2.2.3. Herausforderungen und Erfolgsfaktoren von VE-Organisationen
3. Voraussetzungen und Erfolgsfaktoren für OI in VE-Organisationen
3.1. Strategie und Führung
3.2. Kultur und Kommunikation
3.3. Organisation und Schnittstellengestaltung
3.4. Ressourcen
4. Idealtypische VE-Organisation unter Berücksichtigung von OI
4.1. Systemtheoretische Darstellung einer VE-Organisation für OI
4.2. Kommunikation und Schnittstellenmanagement
4.3. Die Öffnung des Vorentwicklungsprozesses
4.4. Weitere Handlungsempfehlungen
5. Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie das Konzept der Open Innovation (OI) erfolgreich in Vorentwicklungsorganisationen implementiert und angewendet werden kann. Dabei wird analysiert, welche organisationalen Voraussetzungen und Erfolgsfaktoren notwendig sind, um Schnittstellen zu internen und externen Akteuren effektiv zu gestalten und eine idealtypische Vorentwicklungsstruktur zu schaffen, die Innovationsraten steigert.
2.1.1. Begriffsbestimmung
Der Begriff Open Innovation (OI) wurde von Henry W. Chesbrough durch seine Forschungsarbeit „Open Innovation: The New Imperative for Creating and Profiting from Technology“ begründet. Chesbrough definiert OI als „the use of purposive inflows and outflows of knowledge to accelerate internal innovation, and expand the markets for external use of innovation, respectively. Open Innovation is a paradigm that assumes that firms can and should use external ideas as well as internal ideas, and internal and external ideal paths to market, as they look to advance their technology”.
OI beschreibt die Öffnung des Unternehmens hin zu seinem Umfeld, um externe Akteure (d.h. Kunden, Zulieferer, andere Unternehmen, Konkurrenten, usw.) in den internen Innovationsprozess einzubinden. Um OI besser abgrenzen zu können, führt Chesbrough den Begriff der geschlossenen („Closed“) Innovation ein, der einen Innovationsprozess beschreibt der ausschließlich innerhalb des Unternehmens – abgeschottet von seinem Umfeld – abläuft und in der Praxis so gut wie nicht auftritt. Abb. 1 zeigt das „Closed Innovation Modell“, bei dem die Ideen von einer Seite in das Unternehmen hineinfließen und auf der anderen Seite in Richtung Markt als fertige Produkte oder Technologien das Unternehmen wieder verlassen. Nur intern generierte Ideen (z.B. durch interne F&E) werden nach einem Filterungsprozess in die Entwicklung weitergeleitet und anschließend auf den Markt gebracht. Außerdem kommt in diesem Modell nur interne Expertise (eigene Technologien, eigenes Wissen, Erfahrung und eigene Mitarbeiter) zum Einsatz.
1. Zielsetzung und Aufbau der Arbeit: Diese Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, die Auswirkungen von Open Innovation auf Vorentwicklungsorganisationen zu untersuchen und praktische Implementierungsstrategien abzuleiten.
2. Grundlagen und Definitionen: Dieses Kapitel erläutert die Konzepte Open Innovation und Vorentwicklung, inklusive der jeweiligen Risiken, Chancen, Prozesse und Herausforderungen.
3. Voraussetzungen und Erfolgsfaktoren für OI in VE-Organisationen: Hier werden zentrale Faktoren wie Strategie, Führung, Kultur, Kommunikation, Organisation und Ressourcen analysiert, die für eine erfolgreiche Umsetzung von OI entscheidend sind.
4. Idealtypische VE-Organisation unter Berücksichtigung von OI: Basierend auf den vorherigen Erkenntnissen wird eine systemtheoretische Darstellung für eine ideale Vorentwicklungsstruktur entwickelt und konkrete Handlungsempfehlungen ausgesprochen.
5. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und weist auf die Notwendigkeit hin, die Interaktion zwischen Vorentwicklung und Umfeld in komplexen Netzwerken zukünftig weiter zu untersuchen.
Open Innovation, Vorentwicklung, Innovationsmanagement, VE-Organisation, Technologietransfer, Schnittstellenmanagement, Innovationsstrategie, Wissensmanagement, Unternehmenskultur, F&E-Budget, externe Wissensquellen, Stage-Gate-Modell, Prozessoptimierung, Unternehmensorganisation, Kooperationsmanagement
Die Arbeit befasst sich mit der erfolgreichen Implementierung des Konzepts "Open Innovation" spezifisch im Bereich der Vorentwicklung von Technologieunternehmen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Vorentwicklungsprozesse, der Identifikation von Erfolgsfaktoren für Open Innovation sowie der organisatorischen Gestaltung von Schnittstellen zwischen Vorentwicklung, Serienentwicklung und externen Partnern.
Das Ziel ist es, ein idealtypisches Organisationsmodell für die Vorentwicklung zu entwickeln, das Open-Innovation-Prinzipien integriert, um die Innovationsleistung und Effizienz der Organisation zu erhöhen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, dem Vergleich empirischer Studien und der systemtheoretischen Modellierung von Organisationsstrukturen für die Vorentwicklung.
Der Hauptteil analysiert theoretische Grundlagen, Erfolgsfaktoren für Open Innovation in der Vorentwicklung (wie Strategie, Kultur und Ressourcen) und leitet daraus konkrete Handlungsempfehlungen für das Management ab.
Wichtige Begriffe sind Open Innovation, Vorentwicklung, Innovationsmanagement, Schnittstellenmanagement und Organisationsdesign.
Die Vorentwicklung ist dem eigentlichen Produktentwicklungsprozess (Serienentwicklung) vorgelagert und konzentriert sich auf die technologische Machbarkeit und das Entdecken neuer Produktkonzepte, während die Serienentwicklung unter hohem Zeit- und Kostendruck die Marktreife herstellt.
Dieses Team fungiert als organisatorischer Gatekeeper, der die interne Kommunikation zwischen den Funktionen und die Interaktion mit der externen Umwelt koordiniert, um Open-Innovation-Methoden erfolgreich zu steuern.
Es bezeichnet die ablehnende Haltung von Mitarbeitern gegenüber externem Wissen oder externen Technologien, was eine der größten Barrieren für die erfolgreiche Implementierung von Open Innovation darstellt.
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