Masterarbeit, 2015
124 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
1.1. Einführung
1.2. Forschungshypothesen
1.3. Forschungsfrage
1.4. Methodik der Arbeit
2. Theoretischer Rahmen und Begriffsarbeit
2.1. Analyse der in der Arbeit verwendeten Begriffe
2.1.1. Der Staat
2.1.2. Globalisierung
2.1.3. Internationale Politik nach Martin List
2.1.4. Der Machtbegriff
2.2. Theoretischer Rahmen
2.2.1. Der liberale Institutionalismus
2.2.2. Die Interdependenztheorie
2.2.3. Der Global Governance Ansatz
2.2.4. Internationale Organisationen und Zusammenschlüsse im Zeitalter der Globalisierung
2.2.5. Der globalistische Ansatz
2.2.6. Der machtpolitische Ansatz
3. Darstellung des Kosovokonflikts
3.1. Die Wurzeln des Konflikts
3.1.1. Grundriss der Geschichte bis zum 20. Jahrhundert
3.1.2. Der Verlauf der Geschichte von 1900 bis zum Ende des zweiten Weltkrieges
3.1.2. Nach dem zweiten Weltkrieg bzw. die Tito-Zeit
3.1.3. Die Milošević-Zeit
3.2. Der Kosovokrieg
3.2.1. Der Kriegsbeginn
3.2.2. Der Kriegsverlauf
3.2.3. Die NATO-Angriff auf Jugoslawien
3.3. Der Kosovo in der Nachkriegszeit
3.3.1. Politische Lage
3.3.2. Ökonomische Lage
3.3.3. Das Gesellschaftliche Zusammenleben der Minderheiten
4. Vorstellung des Konfliktlösungsansatzes
4.1. Schritt 1: Auswahl des Zeitpunktes
4.1.1. Problemdarstellung
4.1.2. Lösungsansatz
4.1.3. Fazit
4.2. Schritt 2: Autonomie vor Selbstbestimmung
4.2.1. Problemdarstellung
4.2.2. Lösungsansatz
4.2.3. Exkurs
4.2.4. Fazit
4.3. Schritt 3: Aufwertung des Selbstbestimmungsrechtes
4.3.1. Problemdarstellung
4.3.2. Lösungsansatz
4.3.3. Exkurs
4.3.4. Fazit
4.4. Schritt 4: Durchsetzung und Kontrolle
4.4.1. Problemstellung
4.4.2. Lösungsansatz
4.4. Fazit
5. Voraussetzungen für die Funktionalität des Lösungsansatzes
5.1. Menschenrechte vor allen anderen Rechten
5.2. Wegdenken der Staatsgrenzen
5.3. Demokratisierungsgrad auf der Welt
5.4. Stellung der UNO bzw. einer anderen Institution
5.5. Der machtpolitische Aspekt
6. Zusammenfassung
6.1. Beantwortung der Forschungsfragen
6.2. Wie muss eine Einmischung in fremde Angelegenheiten bzw. in eine Intervention verlaufen, um weder Habermas, noch Kant zu widersprechen, und ohne in Merkels rechtsphilosophische Einwände zu geraten?
6.3. Fazit
Die Arbeit analysiert kritisch den Kosovokrieg und die Rolle der internationalen Staatengemeinschaft, um daraus einen allgemeinen Lösungsansatz für Konflikte zu entwickeln. Ziel ist es, die weltpolitischen Umstände zu identifizieren, die eine Eskalation zu einem Krieg hätten verhindern können, und Mechanismen zu finden, die auf moralischer und rechtlicher Basis (unter Einbeziehung von Theorien wie denen von Kant, Habermas und Merkel) in Zukunft präventiv wirken können, ohne internationales Recht zu brechen oder Souveränitätsfragen ungelöst zu lassen.
1.1. Einführung
Vor nicht mehr als 16 Jahren herrschte im jüngsten Staat Europas, im Kosovo, ein grausamer Krieg. Exjugoslawien führte ihn mit der Begründung, die Separatistenbewegungen stoppen zu wollen und dem „Terror“ der Albaner Einhalt zu gebieten. Der Weltgemeinschaft war seit längerer Zeit bewusst, dass im Kosovo die Menschenrechte der albanischen Bevölkerung systematisch unterdrückt werden. Der Krieg brach auch nicht unangemeldet aus, ganz im Gegenteil. Jahrzehnte lang spitze sich die Lage im Kosovo dermaßen zu, dass schlussendlich ein grausamer Krieg ausbrach, der auch nicht auf Augenhöhe geführt wurde. Auch als der Krieg ausbrach, wusste die Weltgemeinschaft nicht so genau, wie mit ihm umzugehen war. Leidtragende waren vor allem die Zivilisten, die monatelang auf der Flucht waren und in ständiger Todesangst auf Messers Schneide gelebt haben. Schrecklich waren die Meldungen über die Ermordungen, die Folter, die Massaker, die Vergewaltigungen und Verstümmelungen an albanischen Zivilisten. Diese Meldungen gaben diesem Krieg ein böses Gesicht, das die Welt erschütterte und letztendlich doch zu einem Eingriff in den Krieg im Namen der Humanität zwingen sollte.
Das damalige Europa war erschüttert von so viel Grausamkeit an der eigenen Haustür. Man war immer noch dabei, das Versagen der Weltgemeinschaft und den Völkermord in Bosnien verdauen, gegen den man nichts anrichten konnte, da kamen die schrecklichen Bilder aus dem Kosovo. Uneinig über eine mögliche Offensive auf Exjugoslawien, um da Ende der Gewalt zu erzwingen, nachdem Milošević mehrmaligen Aufforderungen nicht folgeleisten wollte, musste sich die NATO trotz fehlendem Konsens der großen Aufgabe annehmen. Die Lage im Kosovo und die Entscheidungsfrage über einen möglichen Angriff auf Jugoslawien kamen so auf die Agenda der Vereinten Nationen. Die USA beispielsweise hatte eine positive Haltung in der Angriffsfrage signalisiert und auch die Unterstützung bereits zugesprochen. Auch Großbritannien und Frankreich zeigten bei diesen Gesprächen ihre Zustimmung zu einer Teilnahme am Angriff auf Exjugoslawien. Allerdings setzten sich die anderen zwei Vetomächte, Russland und China, quer, und zogen die Verhandlungen so in die Länge. Im Endeffekt wurde ohne einen UNO-Beschluss eingegriffen, dieser wurde erst im Nachhinein erstellt, um zumindest nachträglich auch eine juristische Basis für die Angriffe zu schaffen.
1. Einleitung: Hinführung zum Thema Kosovokrieg, Darlegung der Forschungshypothesen sowie der Methodik der Arbeit.
2. Theoretischer Rahmen und Begriffsarbeit: Definition zentraler Begriffe wie Staat, Globalisierung, Macht sowie Erläuterung der theoretischen Ansätze (Liberaler Institutionalismus, Interdependenztheorie, Global Governance).
3. Darstellung des Kosovokonflikts: Analyse der historischen Wurzeln des Konflikts, des Kriegsverlaufs und der politischen sowie ökonomischen Lage in der Nachkriegszeit.
4. Vorstellung des Konfliktlösungsansatzes: Herleitung eines vierstufigen Modells zur Konfliktlösung, das von der Auswahl des Zeitpunkts bis hin zur Durchsetzung und Kontrolle reicht.
5. Voraussetzungen für die Funktionalität des Lösungsansatzes: Untersuchung der Rahmenbedingungen, wie der Priorisierung von Menschenrechten und der Rolle internationaler Institutionen.
6. Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse, Beantwortung der Forschungsfragen und Fazit zur Anwendbarkeit des erarbeiteten Ansatzes.
Kosovo-Krieg, Konfliktlösung, Menschenrechte, Interventionismus, Global Governance, Vereinte Nationen, NATO, Souveränität, Autonomie, Sezession, Internationale Politik, Friedenssicherung, Balkan, Milošević, Selbstbestimmungsrecht.
Die Arbeit untersucht den Kosovokrieg als Fallbeispiel, um zu erforschen, wie internationale Konflikte präventiv durch diplomatische Ansätze gelöst werden können, anstatt erst nach Kriegsausbruch zu intervenieren.
Die Themen umfassen die Geschichte des Kosovokonflikts, die Rolle internationaler Organisationen wie der UNO und der NATO, sowie theoretische Perspektiven auf Souveränität, Menschenrechte und globale Friedenssicherung.
Das Hauptziel ist die Entwicklung eines vierstufigen Lösungsansatzes für innerstaatliche Konflikte, um Kriege zu verhindern oder deren Ausmaß durch frühzeitige internationale Maßnahmen zu begrenzen.
Die Autorin stützt sich auf Primär- und Sekundärquellen, Dokumentenanalysen (z.B. UN-Resolutionen), qualitative Textanalysen sowie eine komparative Analyse zur Gegenüberstellung von tatsächlichem und normativ wünschenswertem Verlauf.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des historischen Kontextes (Wurzeln des Kosovokonflikts, Verlauf), die theoretische Einordnung in Politikwissenschaftliche Ansätze und die detaillierte Ausarbeitung des Konfliktlösungsmodells (Zeitpunkt, Autonomie, Selbstbestimmung, Kontrolle).
Zu den Kernbegriffen gehören Kosovokrieg, Menschenrechte, Interventionismus, Global Governance, Souveränität und Selbstbestimmungsrecht.
Südtirol dient als komparatives Paradebeispiel dafür, wie eine Statusfrage diplomatisch gelöst wurde und wie das Zusammenleben verschiedener Nationalitäten ohne Krieg funktionieren kann, was als Kontrast zum Kosovo-Fall genutzt wird.
Die Autorin kritisiert das Vetorecht der ständigen Mitglieder als undemokratisch und als Haupthindernis für effiziente Konfliktlösungen, da es machtpolitisch motivierte Blockaden ermöglicht, die notwendige humanitäre Interventionen verzögern oder verhindern.
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