Bachelorarbeit, 2015
23 Seiten, Note: 2,3
Die Bachelorarbeit analysiert die Konzeption des Naturzustandes im zweiten Diskurs von Jean-Jacques Rousseau und setzt sie in Beziehung zur Naturzustandskonzeption von Thomas Hobbes. Im Mittelpunkt steht die Kritik Rousseaus an den Naturzustandskonzeptionen seiner Vorgänger und die Entwicklung eines Gegenentwurfs, der den wahren Naturzustand des Menschen darstellen soll. Die Arbeit untersucht die Angemessenheit der Kritik Rousseaus an Hobbes im Kontext der Preisfrage der Akademie von Dijon.
Die Arbeit konzentriert sich auf die Konzeption des Naturzustandes, die Rekonstruktion der menschlichen Gattungsgeschichte, die Kritik an den Naturzustandskonzeptionen von Rousseaus Vorgängern, insbesondere Hobbes, und den Gegenentwurf Rousseaus. Weitere zentrale Begriffe sind der homme naturel, die Preisfrage der Akademie von Dijon, die Ungleichheit unter den Menschen, das natürliche Gesetz und der status civilis.
Das Hauptthema ist die Abhandlung über den Ursprung und die Grundlagen der Ungleichheit unter den Menschen.
Während Hobbes den Naturzustand als Kriegszustand beschreibt, sieht Rousseau darin einen ursprünglichen Zustand der Unschuld, den seine Vorgänger fälschlicherweise mit zivilisierten Eigenschaften vermischt haben.
Er kritisiert, dass sie den "zivilisierten Menschen" mit seinen Lastern und Bedürfnissen fälschlicherweise in den Naturzustand hineinprojiziert haben, anstatt den wahren "homme naturel" zu betrachten.
Die Akademie stellte die Preisfrage nach dem Ursprung der Ungleichheit, auf die Rousseau mit seinem berühmten zweiten Diskurs antwortete.
Er beschreibt die Entwicklung des Menschen weg vom Naturzustand hin zur Zivilisation als eine Geschichte des moralischen und sozialen Verfalls.
Weil Hobbes' pessimistisches Menschenbild den direkten Gegenpol zu Rousseaus Annahme eines friedlichen Urzustandes darstellt und Rousseau seine Theorie durch die Abgrenzung zu Hobbes schärft.
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