Magisterarbeit, 2010
115 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Vorgehensweise
1.2 Forschungsbericht
2 Das Romanwerk
2.1 Kurzcharakteristik
2.2 Fragestellung
2.3 Romane bis 1995, vor der eigenen Filmproduktion
2.3.1 The Invention of Solitude, 1982
2.3.2 The New York Trilogy, 1987
2.3.3 Leviathan, 1992
2.4 Romane nach 1995, parallel zur eigenen Filmproduktion
2.4.1 The Book of Illusions, 2002
2.4.2 Oracle Night, 2003
2.4.3 Travels in the Scriptorium, 2006
2.4.4 Man in the Dark, 2008
2.4.5 Invisible, 2009
2.5 Resümee
3 Das Filmwerk
3.1 Gegenstandsbestimmung
3.2 Filmanalyse Smoke
3.2.1 Entstehungsgeschichte
3.2.2 Exposition
3.2.3 Struktur des Films
3.2.4 Darstellung der Gesellschaft
3.2.5 Kommunikation als Thema des Films
3.2.6 Resümee
3.3 Filmanalyse Lulu on the Bridge
3.3.1 Entstehungsgeschichte
3.3.2 Exposition
3.3.3 Struktur des Films
3.3.4 Verbindung von realer und imaginärer Ebene
3.3.5 Ambivalenz als Stilprinzip
3.3.6 Die Themen Identität und Illusion
3.3.7 Resümee
3.4 The Inner Life of Martin Frost. Ein Film – Zwei Medien
3.4.1 Entstehungsgeschichte
3.4.2 Der fiktive Film von Hector Mann
3.4.3 Hector Manns Film vs. Paul Austers Film
3.5 Filmanalyse The Inner Life of Martin Frost, 2007
3.5.1 Exposition
3.5.2 Struktur des Films
3.5.3 Wer ist Claire?
3.5.4 Wahrnehmung vs. Realität
3.5.5 Humoristische Elemente
3.5.6 Der Erzähler
3.5.7 Selbstreferentielle Sequenzen
3.5.8 Exkurs: Perspektivenwechsel als Stilmittel
3.5.9 Resümee
4 Schlussbetrachtung
Die Arbeit verfolgt das Ziel, den Übergang des Autors Paul Auster vom reinen Romanautor zum Regisseur nachzuvollziehen und die ästhetischen sowie ökonomischen Hintergründe seines „Grenzgangs“ zwischen Literatur und Film zu beleuchten. Sie untersucht, wie sich Austers filmische Interessen und die Reflexion über das Medium Film in seinen Romanen niederschlagen und wie er diese in seinem eigenen filmischen Schaffen umsetzt.
3.2.4 Darstellung der Gesellschaft
Smoke kann in der Tradition der Großstadt- und New York-Filme gesehen werden. Klaus W. Vowe verweist darauf, dass der amerikanische Film den Großstadtfilm als „regelrechtes Genre“ ausgebildet hat und New York stellvertretend für die Großstadt an sich steht. Vom Film Noir der 40er und 50er Jahre zu Martin Scorsese seien im Film hauptsächlich die „dunklen Seiten New Yorks“ gezeigt worden, New York sei zur „Chiffre für Gewalt und animalischen Willen zum Überleben“ geworden.
Wenn Smoke nun die Suche nach Gemeinschaft in einem New Yorker Viertel in den Vordergrund stellt und der Film einen Weg zeigt, diese zu erlangen, ist er der oben gezeigten Tradition diametral entgegengesetzt und entwickelt ein utopisches Bild vom Zusammenleben in der Großstadt. Dies tut er, ohne die gesellschaftlichen und sozialen Missstände der Großstadt auszublenden. Denn die Lebenswege der Protagonisten stehen exemplarisch für das Leben in der Großstadt. Sie müssen sich arrangieren mit Tod, Kriminalität, Drogenabhängigkeit, Rassismus und vielen weiteren Problemen. Der Film erhebt nicht den Anspruch, diese Problemherde aufzulösen, vielmehr zeigt er, wie die Menschen diesen erschwerten Bedingungen zum Trotz eine bejahende Einstellung zum Leben entweder – wie im Falle von Paul - wiederfinden oder – wie im Falle des jungen Rashid - beibehalten.
1 Einleitung: Vorstellung des Autors Paul Auster als Grenzgänger zwischen den Medien Literatur und Film sowie Erläuterung des Forschungsinteresses.
2 Das Romanwerk: Analyse der Darstellung von Filmen und Filmthemen innerhalb des schriftstellerischen Werks von Auster, chronologisch gegliedert.
3 Das Filmwerk: Detaillierte Untersuchung der filmischen Regiearbeiten von Auster unter besonderer Berücksichtigung der narrativen Struktur und der Intermedialität.
4 Schlussbetrachtung: Fazit über die Einheitlichkeit von Austers künstlerischem Schaffen und die gegenseitige Befruchtung von Literatur und Film in seinem Werk.
Paul Auster, Grenzgänger, Intermedialität, Film, Literatur, Postmoderne, Erzählstruktur, Identität, Illusion, Wahrnehmung, Smoke, Lulu on the Bridge, The Inner Life of Martin Frost, Filmtheorie, Romanadaption
Die Arbeit untersucht Paul Austers Entwicklung vom gefeierten Romanautor zum Regisseur und analysiert, wie die Medien Literatur und Film in seinem Werk ineinandergreifen.
Im Zentrum stehen die Intermedialität, die Postmoderne, das Motiv des Identitätsverlustes, die Illusionshaftigkeit der Wahrnehmung und das Erzählen von Geschichten als überlebenswichtige Tätigkeit.
Die Arbeit fragt nach den ästhetischen und ökonomischen Gründen für Austers „Grenzgang“ zwischen den Medien und untersucht, wie sich seine literarische Handschrift in seinen Filmen manifestiert.
Es wird eine literatur- und filmwissenschaftliche Analyse vorgenommen, die auf der chronologischen Durchsicht des Romanwerks und der Filmanalyse (Struktur, Kamera, Montage) basiert.
Der Hauptteil umfasst zwei große Bereiche: Eine systematische Untersuchung der Filmreferenzen in den Romanen sowie eine eingehende Filmanalyse von Austers Regiearbeiten (Smoke, Lulu on the Bridge, The Inner Life of Martin Frost).
Neben dem Autor selbst sind Intermedialität, Erzählstruktur, Identität und Illusion die entscheidenden Fachbegriffe.
Der Roman nimmt eine Sonderstellung ein, da er ein fiktives Filmwerk als zentrales Element enthält, das später eine direkte Vorlage für Austers tatsächlichen Film "The Inner Life of Martin Frost" bildete.
Auster zeigt eine ambivalente Haltung: Während er in frühen Werken den Film eher als Populärkultur abwertet, erkennt er in späteren Arbeiten die Stärken der visuellen Bildsprache und integriert diese zunehmend in seine eigene künstlerische Vision.
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