Bachelorarbeit, 2015
67 Seiten, Note: Sehr Gut
IV. Einführung
1. Einleitung und Problemstellung
2. Zielsetzung der Arbeit
3. Forschungsfrage
4. Aufbau der Arbeit
V. Theorie
5. Innovation
5.1. Der Innovationsbegriff
5.2. Innovationstypen
5.3. Der Innovationsgrad
5.4. Wahrnehmung von Innovationen
5.5. Wirtschaftliche Bedeutung von Innovationen
6. Innovationen im Tourismus
6.1. Besonderheit der touristischen Innovation
6.2. Herausforderungen und Innovationsnotwendigkeit im Tourismus
6.3. Innovationsverhalten im Tourismus
6.4. Erfolgsfaktoren der touristischen Innovation
7. Innovationsbewertung
7.1. Definition Innovationsbewertung
7.2. Notwendigkeit und Problematik der Innovationsbewertung
7.3. Der Bewertungsablauf
7.4. Methoden zur Innovationsbewertung
7.5. Bewertungskriterien zur Innovationsbeurteilung
7.6. Bedeutung von Innovationspreisen
7.7. Innovationspreise für Tourismus
VI. Empirische Befunde
8. Beispiele für touristische Innovationspreise
9. Methodik
9.1. Inhaltsanalyse als Analysemethode
9.2. Kriterienvergleich Theorie und Praxis
10. Forschungsdesign
10.1. Ziel der Untersuchung
10.2. Vorstellung des Untersuchungsmaterials
10.3. Datenanalyse
VII. Ergebnisse
11. Ergebnisdiskussion
12. Empfehlungen zur Bewertung von Innovationen
VIII. Fazit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein wissenschaftlich fundiertes Verständnis für die Bedeutung von Innovationen in der Tourismusbranche zu schaffen und auf den daraus resultierenden Handlungsbedarf bei der Innovationsentwicklung hinzuweisen. Die zentrale Forschungsfrage beschäftigt sich mit der Identifikation geeigneter Kriterien zur Bewertung touristischer Innovationen, wobei ein besonderer Fokus auf dem Vergleich theoretischer Ansätze mit der praktischen Anwendung in Form von Innovationspreisen liegt.
1. Einleitung und Problemstellung
Von Beginn an ist die Tourismusbranche gekennzeichnet durch herausragende Innovationskraft. Als Thomas Cook im Jahr 1841 die Pauschalreise erfindet und somit die Tourismus-Geschichte revolutioniert oder Disney die ersten Themenparks entwickelt, kann man zweifellos von bahnbrechenden Innovationen sprechen (Adjouri & Büttner, 2008; Hjalager, 2010). Derartig „große Sprünge“ sind in der heutigen Produktentwicklung, speziell im Tourismus, selten geworden und somit stellt sich oft die Frage, was heute überhaupt noch als Innovation bezeichnet werden darf (Egger, Hinterholzer & Jooss, 2011; Gaubinger, Werani & Rabl, 2009; Pikkemaat & Peters, 2005).
Innovation ist ein schillernder und modischer Begriff, der heutzutage sowohl in der Wissenschaft als auch in der betrieblichen Praxis fest verankert ist. Von den lateinischen Begriffen novus („neuartig“) und innovatio („etwas neu Geschaffenes“) abgeleitet (Fichter, 2014), wird der Begriff der Innovation erstmals zu Beginn des 20. Jahrhunderts von dem Wirtschaftswissenschaftler Joseph Schumpeter in den deutschen Sprachraum eingeführt (Gaubinger et al., 2009; Peters, 2012; Simon, Knie & Hornbostel, 2010). In seiner Veröffentlichung „Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung“ macht Schumpeter auf die zentrale Bedeutung von Innovationen für wirtschaftlichen Erfolg aufmerksam und schafft somit eine Erkenntnis, deren Gültigkeit bis heute kaum jemals in Frage gestellt wurde (Schumpeter, 1912; Vollmann, Lindemann & Huber, 2012). Im Gegenteil, in beinahe allen Branchen werden derzeit Innovationswettbewerbe ausgeschrieben, um neue Ideen zu fördern. Speziell im Tourismus gilt diese Tendenz verstärkt, denn aufgrund von sich stark ändernden Rahmenbedingung ist die Tourismusindustrie vor neue Herausforderungen gestellt. Somit sind neue, innovative Produktideen notwendiger denn je (Pikkemaat & Walder, 2006). Großteils herrscht jedoch Uneinigkeit darüber, was genau als Innovation verstanden werden darf, denn die Versuchung scheint groß, alles Neuartige als Innovation bezeichnen zu wollen (Fichter, 2014; Hjalager, 2010).
Einführung: Das Kapitel führt in die Thematik der Innovationskraft im Tourismus ein, verdeutlicht die Problemstellung der Begriffsabgrenzung und definiert die Zielsetzung sowie Forschungsfrage der Arbeit.
Theorie: Hier werden der theoretische Innovationsbegriff, verschiedene Innovationstypen und deren wirtschaftliche Bedeutung sowie Besonderheiten und Herausforderungen im Tourismus umfassend dargestellt.
Empirische Befunde: Dieser Teil präsentiert acht ausgewählte touristische Innovationspreise und legt die methodische Vorgehensweise der Inhaltsanalyse sowie das Forschungsdesign zur Kriterienuntersuchung offen.
Ergebnisse: In diesem Abschnitt werden die empirisch ermittelten Bewertungskriterien mit den theoretischen Erkenntnissen diskutiert und konkrete Empfehlungen zur Innovationsbewertung abgeleitet.
Fazit: Das Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit zusammen, beantwortet die Forschungsfrage und beleuchtet Limitationen sowie Implikationen für die zukünftige Forschung.
Innovation, Tourismus, Innovationsbewertung, Innovationspreise, Bewertungskriterien, Innovationsmanagement, Dienstleistungsinnovation, Innovationsgrad, Wettbewerbsfähigkeit, Nachhaltigkeit, Marktorientierung, Innovationsentwicklung, Erfolgsfaktoren, Kundennutzen, Innovationsforschung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bewertung von touristischen Innovationen, indem sie theoretische Konzepte der Innovationsforschung mit der praktischen Anwendung bei verschiedenen Tourismus-Innovationspreisen vergleicht.
Zu den zentralen Themen gehören die Definition von Innovationen im touristischen Kontext, die Herausforderungen für die Tourismusindustrie, Methoden der Innovationsbewertung sowie eine detaillierte Analyse der Kriterien von Innovationswettbewerben.
Das primäre Ziel ist es, mögliche Kriterien zur Bewertung von touristischen Innovationen zu identifizieren und dabei zu klären, wie sich theoretische Anforderungen von der Praxis in Innovationswettbewerben unterscheiden.
Die Verfasserin verwendet primär die Inhaltsanalyse als systematische Forschungsmethode, um Bewertungsraster, Informationsmaterialien und Schriftverkehr von acht verschiedenen Innovationspreisen zu untersuchen und in Kategorien einzuteilen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Innovationen, spezifische Anforderungen im Tourismus, eine Darstellung verschiedener Bewertungsmethoden sowie einen empirischen Teil, in dem Innovationspreise vorgestellt und deren Bewertungskriterien analysiert werden.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Innovationsbewertung, Tourismus, Bewertungskriterien, Nachhaltigkeit, Innovationsgrad, Wettbewerbsvorteile und Dienstleistungsinnovation charakterisieren.
Die Arbeit betont, dass nicht jede neuartige Idee (Invention) automatisch eine erfolgreiche Innovation ist. Erst durch die erfolgreiche Durchsetzung am Markt und die tatsächliche Problemlösung durch den Anwender wird aus einer Idee eine Innovation.
Die Analyse zeigt, dass die Kundenorientierung trotz ihrer hohen Bedeutung für den Markterfolg in vielen Innovationspreisen bisher nur eine untergeordnete Rolle bei den Bewertungskriterien spielt, was die Autorin kritisch hinterfragt.
Es gibt zwar inhaltliche Überschneidungen, aber die Gewichtung unterscheidet sich deutlich: Während in der Theorie Faktoren wie Marktfähigkeit und Realisierbarkeit dominieren, legen Innovationspreise in der Praxis oft einen stärkeren Fokus auf Nachhaltigkeit und Regionsbezug.
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