Masterarbeit, 2015
85 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung und Zielsetzung
2. Begriffliche Abgrenzungen
2.1 Definition der Gesundheitswirtschaft
2.2 Der pharmazeutische Sektor - ein Teilbereich der Gesundheitswirtschaft
2.3 Die Struktur der Gesundheitswirtschaft und des pharmazeutischen Sektors in Berlin und Brandenburg
3. Bruttoinlandsprodukt, Gesundheitsausgaben und steuerbare Umsätze
3.1 Methodische Abgrenzung des Gütermarktes
3.2 Gesundheitsausgaben und steuerbare Umsätze der Gesundheitswirtschaft in Deutschland und deren Anteil am Bruttoinlandsprodukt
3.3 Steuerbare Umsätze der Gesundheitswirtschaft in Berlin, , , , und Brandenburg, , , , sowie deren Anteil am Bruttoinlandsprodukt nach WZ 2008
4. Erwerbstätigen- und sv-pflichtige Beschäftigtenentwicklung
4.1 Methodische Abgrenzung des Arbeitsmarktes
4.2 Gesamtdeutsche Entwicklung der Erwerbstätigkeit und der sozial versicherungspflichtigen Beschäftigung in der Gesundheitswirtschaft
4.3 Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in der Gesundheitswirtschaft und die Bedeutung des pharmazeutischen Sektor für die Bundesländer Berlin und Brandenburg
5. Staatliche Regulierungen in der Gesundheitswirtschaft
5.1 Zwangsrabatte, Preisverhandlungen und Wirtschaftlichkeitsprüfungen
5.2 Rahmenbedingungen der ambulant–stationären Versorgung in Berlin
5.3 Rahmenbedingungen der ambulant-stationären Versorgung in Brandenburg
6. Forschung und Entwicklung im pharmazeutischen Sektor
6.1 Der Forschungsstandort Berlin und Brandenburg
6.2 Ausgaben des pharmazeutischen Sektors für Forschung und Entwicklung in Berlin und Brandenburg
6.3 Anteil der Beschäftigten im Bereich Forschung und Entwicklung in Berlin und Brandenburg
7. Zusammenfassung und Resümee
Die Masterarbeit untersucht die ökonomische Bedeutung der Gesundheitswirtschaft und des pharmazeutischen Sektors in Deutschland sowie in der Region Berlin-Brandenburg. Ziel ist die wirtschaftspolitische Einordnung dieser Region im Vergleich zum gesamten Bundesgebiet unter Berücksichtigung jüngster Reformen und Beschäftigungsentwicklungen.
2.3 Die Struktur der Gesundheitswirtschaft und des pharmazeutischen Sektors in Berlin und Brandenburg
Die Region Berlin-Brandenburg ist im Bereich der Gesundheitswirtschaft besonders geprägt. Dafür stehen nicht nur die mehr als 5900 Unternehmen der Gesundheitswirtschaft mit einem jährlichen Umsatz von etwa 16 Milliarden Euro, sondern auch knapp 200.000 sozialversicherte Beschäftigte in der Hauptstadtregion (siehe Kapitel 4.3). Weiterhin verfügt Berlin-Brandenburg über eine gut entwickelte und sehr heterogene Versorgungslandschaft mit insgesamt 130 Kliniken mit ihren 35.000 Betten, 30 Reha-Zentren, 770 stationäre Pflegeheime und ca. 9500 niedergelassene Ärzten (siehe Kapitel 5.2 und 5.3).
Durch die Heterogenität in der Region sind alle Themen der deutschen Versorgungslandschaft in dieser Region wiederzufinden. Nachhaltige Sicherung der Versorgung in der Flächenregion Brandenburgs, innovative sektorenübergreifende Angebote für die wachsende Anzahl älterer Menschen, wie auch die bedarfsgerechte Verteilung der Leistung im städtischen Umfeld. Schon jetzt hat das Bundesland Brandenburg die ältesten niedergelassenen Ärzte mit der geringsten Arztdichte im Vergleich zu allen Bundesländern. Dies führt dazu, dass effiziente und an die Region angepasste Versorgungsmodelle für die Sicherstellung der regionalen Versorgung stärker denn je gefragt sind, um die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung im Rahmen des Sicherstellungsauftrages der KVen noch bewerkstelligen zu können.
Wesentliches Merkmal der Region Berlin-Brandenburg sind neben ihrer Produktivität, ihre Innovationsquote und Innovationsintensität, wie auch die FuE Intensität. Von jährlichen Wachstumsraten von durchschnittlich drei bis fünf Prozent und mehr als 100 Neugründungen in der Gesundheitswirtschaft zeigen die Bundesländer Berlin und Brandenburg eine hohe Innovationskraft. Grundlage dieser Dynamik ist eine große Wissenschaftslandschaft, mit vier staatlichen Universitäten, einschließlich der Charité-Universitätsmedizin Berlin, einer brandenburgische medizinische Hochschule, sowie einer Vielzahl an renommierten Instituten und Forschungseinrichtungen. Mit einem gut entwickelten Kooperationsklima zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen ist die Region auch ein Magnet für hochspezialisierte und gut ausgebildete Fachkräfte. Die Branchen Biotechnologie und pharmazeutische Industrie sind wichtige Säulen der Gesundheitswirtschaft.
1. Einleitung und Zielsetzung: Die Arbeit verfolgt das Ziel, die ökonomische Relevanz der Gesundheitswirtschaft und des pharmazeutischen Sektors in Deutschland sowie speziell in Berlin und Brandenburg mittels Kennzahlen aufzuzeigen.
2. Begriffliche Abgrenzungen: Dieses Kapitel definiert die Gesundheitswirtschaft und den pharmazeutischen Sektor unter Anwendung systematischer Klassifikationsmodelle wie der WZ 2008 und erläutert die Strukturen der Region Berlin-Brandenburg.
3. Bruttoinlandsprodukt, Gesundheitsausgaben und steuerbare Umsätze: Hier wird die wirtschaftliche Bedeutung der Branche anhand von Umsatzsteuerdaten und deren Anteil am Bruttoinlandsprodukt auf Bundes- und Länderebene methodisch analysiert.
4. Erwerbstätigen- und sv-pflichtige Beschäftigtenentwicklung: Dieses Kapitel untersucht die Beschäftigungsdynamik in der Gesundheitswirtschaft und stellt dar, welche Bedeutung das Personalwachstum für den Arbeitsmarkt hat.
5. Staatliche Regulierungen in der Gesundheitswirtschaft: Der Fokus liegt auf der Analyse von Regulierungsinstrumenten wie dem AMNOG und deren Auswirkungen auf Preisbildung, Innovationsprozesse und Investitionssicherheit der Pharmaunternehmen.
6. Forschung und Entwicklung im pharmazeutischen Sektor: Dieses Kapitel betrachtet die forschungsintensiven Aktivitäten der pharmazeutischen Industrie, den Forschungsstandort Berlin-Brandenburg sowie die Ausgaben- und Beschäftigungsstruktur im Bereich F&E.
7. Zusammenfassung und Resümee: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Rolle der Gesundheitswirtschaft als Stabilitätsfaktor, weist aber auch auf die Notwendigkeit stabiler Rahmenbedingungen für die Wettbewerbsfähigkeit hin.
Gesundheitswirtschaft, Pharmazeutischer Sektor, Berlin-Brandenburg, Bruttoinlandsprodukt, Gesundheitsausgaben, Beschäftigungsentwicklung, AMNOG, Forschung und Entwicklung, Innovationsintensität, Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, Wirtschaftszweigklassifikation, Versorgungslandschaft, Regulierungen, Gesundheitsreformen, Gesundheitsberichterstattung
Die Arbeit analysiert die ökonomische Bedeutung der Gesundheitswirtschaft und speziell des pharmazeutischen Sektors für Deutschland sowie für die Bundesländer Berlin und Brandenburg.
Zentrale Themen sind die Wertschöpfung durch steuerbare Umsätze, die Beschäftigungsentwicklung, staatliche Regulierungsmaßnahmen wie das AMNOG und die Innovationskraft der Pharmabranche durch Forschung und Entwicklung.
Das Hauptziel ist eine wirtschaftspolitische Einordnung der Region Berlin-Brandenburg im Vergleich zum Gesamtbundesgebiet anhand verschiedener Kennzahlen zu Wachstum, Beschäftigung und Innovationsfähigkeit.
Die Autorin nutzt eine quantitative Analyse basierend auf Daten der Umsatzsteuerstatistik, der Gesundheitspersonalrechnung (GPR) und des Stifterverbandes für die deutsche Wissenschaft unter Anwendung der Wirtschaftszweigklassifikation (WZ 2008).
Der Hauptteil behandelt methodische Abgrenzungen der Güter- und Arbeitsmärkte, die ökonomischen Kennzahlen (Umsätze/BIP), die Auswirkungen staatlicher Eingriffe auf Investitionen sowie regionale Standortvorteile für Forschung und Entwicklung.
Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Gesundheitswirtschaft, Pharmazeutischer Sektor, Beschäftigungsentwicklung, Innovationsintensität und regionale Wirtschaftsanalyse in Berlin-Brandenburg beschreiben.
Während die Gesundheitswirtschaft in Berlin mit einem Anteil von 14% am Gesamtumsatz eine herausragende Rolle einnimmt, ist ihre wirtschaftliche Bedeutung in Brandenburg im Vergleich zum dortigen Bruttoinlandsprodukt geringer, wenngleich der Arbeitsmarkt dort ebenfalls stark profitiert.
Reformen wie das AMNOG führten zu erhöhten Preisregulierungen und einer stärkeren Planungsunsicherheit, was nach Ansicht der Industrie die Innovationsprozesse und Investitionen belasten kann, obwohl der Sektor insgesamt stabilisierend auf die Konjunktur wirkt.
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