Bachelorarbeit, 2015
21 Seiten, Note: 2
Einleitung
Mara Mattuschka
Künstlerische Entwicklung
Zugang und Werk
Zentrale Thematiken
Intermedialität
Begriffsabgrenzung und Definition
Intermedialität bei Mara Mattuschka
Gestalterische und inhaltliche Aspekte
Mimi Minus
Realtrick
Rhythmus und Montage
Blicke und Perspektive
Maskerade und Deformation
Schmutz und Farbe
Sprache und Schrift
Die Bedeutung des Körpers für ihre künstlerische Arbeit
Der Körper als Instrument
Exhibitionismus
Nacktheit
Zusammenfassung
Diese Bachelorarbeit untersucht das frühe Kurzfilmschaffen der österreichischen Künstlerin Mara Mattuschka in den 1980er Jahren. Das primäre Ziel ist es, die Rolle und Bedeutung des menschlichen Körpers in ihren experimentellen Werken zu ergründen und die stark intermedialen Aspekte ihrer künstlerischen Praxis – an der Schnittstelle von Malerei, Performance und Film – aufzuzeigen.
Maskerade und Deformation
Als charakteristisches Phänomen in sämtlichen Arbeiten Mattuschkas ist die Maskierung oder Dekonstruktion des Gesichts in verschiedensten Varianten festzustellen. In den Filmen kommt es häufig zu einem Verschwinden, Verwischen oder Unkenntlich machen ihrer Visage. Während das Gesicht im konventionellen Kino bestimmte Bedeutungen trägt oder Funktionen erfüllt, beispielsweise für Ereignisse, Kommunikation oder Begegnung eingesetzt und grundsätzlich eine Steigerung der Vertrautheit dessen mit dem Publikum erzielt wird, arbeitet Mattuschka konsequent in die entgegengesetzte Richtung. „Ihre vielen Gesichter entziehen sich fortwährend klassischen Repräsentationsformen, verschwinden, verändern oder verhüllen sich.“
Die Künstlerin bezeichnet den Kopf als den am erotischsten konnotierten Teil des Körpers unserer Kultur. Er ist am häufigsten sichtbar und gibt eine Unmenge an Informationen über die jeweilige Person und ihren Zustand preis. Umgekehrt ist es auch der Teil des Körpers, über den die meisten Eindrücke aufgenommen werden und Botschaften an unser Unterbewusstsein gelangen. In der Wandlung und Verwandlung - zwei eigentlich dem Horrorfilm zuzuordnende Phänomene - sieht die Künstlerin etwas Alltägliches mit dem wir jeden Tag konfrontiert sind. Sie bezieht sich damit primär auf den Alterungsprozess, der jeden Einzelnen tagtäglich einer Wandlung und gewissen Ängsten aussetzt. Ein weiterer, ebenfalls beängstigender Aspekt der Wandlung ist die „Labilität der Psyche“. Etwas Verschobenes oder Verrücktes wird zwar in Filmen verarbeitet, stellt in Wirklichkeit aber den ganz normalen Alltag dar.
Einleitung: Die Einleitung verortet das Werk Mara Mattuschkas im Kontext des experimentellen Films und erläutert die Forschungsfrage hinsichtlich der Darstellung von Körperlichkeit.
Mara Mattuschka: Dieses Kapitel zeichnet den biografischen Hintergrund der Künstlerin sowie die Entwicklung ihres interdisziplinären künstlerischen Zugangs nach.
Intermedialität: Hier werden theoretische Grundlagen des Intermedialitätsbegriffs nach Irina O. Rajewsky dargelegt und auf die filmische Arbeit Mattuschkas angewandt.
Gestalterische und inhaltliche Aspekte: Das Kapitel analysiert zentrale filmische Mittel wie den Realtrick, die Montage und den Einsatz von Sprache sowie die Rolle des Alter Egos Mimi Minus.
Die Bedeutung des Körpers für ihre künstlerische Arbeit: Diese Sektion untersucht den Körper als zentrales Instrument und Ausdrucksmedium sowie die Themen Exhibitionismus und Nacktheit.
Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel resümiert die Ergebnisse der Arbeit und betont die Bedeutung von Mattuschkas transmedialem Ansatz für das moderne experimentelle Filmschaffen.
Mara Mattuschka, Experimentalfilm, Körperlichkeit, Intermedialität, Realtrick, Mimi Minus, Performance, Körper, Kunstfigur, Avantgarde, Bildsprache, Filmanalyse, Identität, Körperpolitik, Montage
Die Arbeit untersucht das frühe Kurzfilmschaffen der österreichischen Künstlerin Mara Mattuschka aus den 1980er Jahren und fokussiert dabei auf die Darstellung von Körperlichkeit.
Die zentralen Themen sind Intermedialität, der Körper als künstlerisches Instrument, die Verwendung von Maskerade und die Rolle des Realtricks als filmische Technik.
Ziel ist es, die Bedeutung des Körpers in Mattuschkas Filmen zu verstehen und aufzuzeigen, wie sie verschiedene Medien wie Malerei, Theater und Film miteinander verwebt.
Es handelt sich um eine filmwissenschaftliche Analyse, die theoretische Konzepte der Intermedialität mit einer detaillierten Untersuchung ausgewählter Kurzfilme verbindet.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von gestalterischen Aspekten wie Realtrick, Montage und Maskerade sowie eine inhaltliche Betrachtung der Nacktheit und des Exhibitionismus.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Mara Mattuschka, Experimentalfilm, Intermedialität, Körperlichkeit, Realtrick und Performance.
Mimi Minus dient Mattuschka als Alter Ego, das es ihr ermöglicht, ihren Körper als Material zu nutzen und sich mittels Parodie von klassischen Rollenbildern und Erwartungen des Kinos zu distanzieren.
Die Malerei ist die ursprüngliche Ausdrucksform der Künstlerin und bildet die Grundlage für ihr filmisches Verständnis, das Film als eine Form von "bewegter Skulptur" begreift.
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