Bachelorarbeit, 2003
55 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Klassische Theorien des Wahlverhaltens
2.1 Soziologischer Erklärungsansatz
2.2 Individualpsychologischer Erklärungsansatz
2.3 Theorie des rationalen Wählers
2.4 Konsequenzen und Handlungsimplikationen für Wahlkampftreibende
3. Wählerverhalten und Parteiensystem
3.1 Wahlbeteiligung und Wahlenthaltung
3.2 Stammwähler, Wechselwähler, Protestwähler
3.3 Veränderungen im Parteiensystem
4. Moderne Wahlkampfdramaturgie
4.1 Planungsphase
4.2 Personalrekrutierung
4.3 Festlegung der politischen Agenda
4.4 Mobilisierung der eigenen Wählerschaft
4.5 Die heiße Phase: Mobilisierung der Unentschlossenen
5. Wahlkampf konkret - die SPD bei der Bundestagswahl 2002
5.1 Das Wahlprogramm
5.2 Die Strategie
5.3 Das Wahlkampfhandbuch
5.4 Unwägbarkeiten: Die Flutkatastrophe und der Irak-Konflikt
5.5 Bewertung des Wahlkampfes
6. Blick hinter die Kulissen: Interview mit BERND SCHOPPE
6.1 Organisation und Planung
6.2 Zielvorstellung und Durchführung
6.3 Flut und Irak
7. Zusammenfassung und Fazit – Gut geplant ist halb gewonnen?
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen strategischer Wahlkampfführung am Beispiel der SPD bei der Bundestagswahl 2002. Ziel ist es, theoretische Ansätze zur Wahlforschung mit der praktischen Umsetzung einer modernen Wahlkampfstrategie zu verknüpfen und zu bewerten, welchen Einfluss professionelle Wahlkampfdramaturgie auf den Wahlerfolg hat.
4.2 Personalrekrutierung
Ein wesentlicher Garant für den Erfolg einer Wahlkampfkampagne ist die richtige Mischung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wichtig sind hier nicht nur die Spitzenkandidaten, die im Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit stehen, sondern vor allem auch die unsichtbaren Menschen im Hintergrund, die die Spitzenkandidaten möglichst professionell lancieren müssen. Aus diesem Grund ist es für die verantwortlichen Wahlkampfmanager unerlässlich, großen Wert auf eine erfolgversprechende Personalrekrutierung zu legen. Sicherlich sind aufwändige Auswahlverfahren mit hohem zeitlichen, finanziellen und organisatorischen Aufwand verbunden, unfähige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können aber einen noch so professionellen Wahlkampf zerstören und auf diese Weise einen erheblich höheren Ressourceneinsatz beim Neuanfang erforderlich machen. Parteien tun sich traditionell schwer mit der Rekrutierung geeigneten Personals, da sie nicht unbedingt als attraktiver Arbeitgeber gelten und sich qualifizierte Hochschulabsolventen eher anderweitig orientieren. Politische Personalrekrutierung muss daher aktiv geschehen, man darf nicht den Fehler machen und darauf warten, dass sich die richtigen Leute melden.
Der erste Schritt einer aktiven Personalrekrutierung ist die Erstellung eines Anforderungsprofils. Ein Kreis von der Personalpolitik tangierter Personen muss, entsprechend der im Wahlkampfdrehbuch festgelegten Vorgaben, die Aufgaben und Ziele der einzustellenden Personen festlegen und sich darüber klar werden, mit welchen Qualifikationen und Charaktereigenschaften diese am besten umzusetzen sind. Die so erstellte Zielgruppe an Kandidaten muss dann mittels Zeitungsanzeigen, Internetjobbörsen und Hochschulmessen angesprochen werden.
1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die Relevanz professioneller Wahlkampfführung für den Wahlerfolg und definiert das Forschungsziel sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2. Klassische Theorien des Wahlverhaltens: Dieses Kapitel stellt die soziologischen, individualpsychologischen und rationalen Erklärungsansätze für das Wählerverhalten vor und leitet daraus Konsequenzen für Wahlkampfstrategen ab.
3. Wählerverhalten und Parteiensystem: Hier werden Aspekte der Wahlbeteiligung, die Differenzierung verschiedener Wählertypen sowie strukturelle Veränderungen im deutschen Parteiensystem analysiert.
4. Moderne Wahlkampfdramaturgie: Das Kapitel beschreibt den Prozess der strategischen Planung, die Personalrekrutierung, das Issue-Management sowie Techniken zur Mobilisierung verschiedener Wählergruppen.
5. Wahlkampf konkret - die SPD bei der Bundestagswahl 2002: Dieses Kapitel untersucht die konkrete Strategie der SPD im Jahr 2002, bewertet Wahlprogramm und Wahlkampfhandbuch und analysiert den Umgang mit unvorhersehbaren Ereignissen.
6. Blick hinter die Kulissen: Interview mit BERND SCHOPPE: Ein Experteninterview mit dem Leiter des SPD-Planungsstabes bietet interne Einblicke in die Organisation und Planung der Kampagne.
7. Zusammenfassung und Fazit – Gut geplant ist halb gewonnen?: Das Fazit zieht eine Bilanz über den Einfluss von Wahlkampfstrategien und hinterfragt die Möglichkeiten und Grenzen politischer Kampagnen.
Wahlkampf, Strategische Wahlkampfführung, SPD, Bundestagswahl 2002, Wählerverhalten, Wahlforschung, Issue-Management, Politische Kommunikation, Personalisierung, Wahlkampfhandbuch, Kampa, Nichtwähler, Stammwähler, Wechselwähler, Politische Inszenierung
Die Bachelor-Arbeit analysiert, wie professionelle Wahlkampfstrategien entwickelt und angewandt werden, um Wählerstimmen zu maximieren, und setzt dies kritisch in Bezug zur Bundestagswahl 2002 der SPD.
Zentrale Themen sind klassische Wahlverhaltensmodelle, die Instrumente moderner Wahlkampfdramaturgie (wie z.B. Agenda-Setting und Personalisierung) sowie die spezifische Wahlkampfstrategie der SPD im Jahr 2002.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie strategische Methoden der Wahlkampfführung funktionieren, welche Möglichkeiten und Grenzen sie besitzen und welchen Anteil sie am knappen Wahlsieg der SPD 2002 hatten.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung von Wahlverhaltensmodellen sowie einer Fallstudie zum Wahlkampf 2002, ergänzt durch ein exklusives Experteninterview mit Bernd Schoppe, dem Leiter des Planungsstabes der SPD.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung theoretischer Grundlagen, die Beschreibung moderner Wahlkampfmethoden (Planung, Personal, Themenmanagement) und die konkrete Anwendung dieser Erkenntnisse auf den SPD-Wahlkampf 2002 inklusive einer kritischen Reflexion.
Die wichtigsten Begriffe sind Wahlkampf, Strategie, SPD, Wählerverhalten, Issue-Management, Politische Kommunikation, Kampa und Politische Inszenierung.
Das Interview mit Bernd Schoppe ermöglicht einen Blick "hinter die Kulissen" und erlaubt den Abgleich zwischen theoretisch angenommenen Strategien und der internen Einschätzung durch einen der verantwortlichen Wahlkampfmanager.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Flutkatastrophe und der Irak-Konflikt zwar den Wahlverlauf maßgeblich beeinflussten, der Wahlsieg der SPD jedoch nicht allein als Glückstreffer zu werten ist, sondern auch auf einer schnellen, professionellen Reaktion des Spitzenkandidaten basierte.
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