Masterarbeit, 2015
62 Seiten
1. Zusammenfassung
1.1. Theoretischer Hintergrund
1.2. Hypothesen
1.3. Methoden
1.4. Ergebnisse
1.5. Diskussion
2. Abstract
3. Gemischte Gefühle
3.1. Hinweise auf gemischte Gefühle in verschiedenen Situationen
3.2. Das Circumplex Modell
3.3. Simultan oder sequentiell?
3.4. Die Korrelation zwischen positivem und negativem Affekt
3.5. Interpretation der Antwortskalen
3.6. Das Evaluative Space Model
4. Meta-Emotionen
5. Distanz
6. Angst als Voraussetzung für Spannung
7. Fragestellung und Hypothesen
8. Methode
8.1. Design
8.2. Ablauf
8.3. Stichprobe
8.4. Rekrutierung
8.5. Stimuli
8.6. Manipulation
8.7. Messinstrumente
9. Resultate
9.1. Berechnung der gemischten Gefühle
9.2. Hypothese 1
9.3. Hypothese 2
9.4. Hypothese 3
9.5. Weitere Ergebnisse
10. Diskussion
10.1. Einschränkungen
10.2. Ausblick
10.3. Fazit
11. Anhang
Die vorliegende Masterarbeit untersucht den Einfluss der räumlichen Distanz zu einem angstauslösenden Ereignis – konkret einem Horrorfilm – auf die Entstehung gemischter Gefühle und positiver Meta-Emotionen. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert darauf, ob eine mittlere räumliche Distanz die Wahrscheinlichkeit für das Erleben dieser komplexen emotionalen Zustände im Vergleich zu geringer oder großer Distanz erhöht.
3. Gemischte Gefühle
Beobachtet man in einem Freizeitpark Leute auf Achterbahnen, fällt oft auf, dass diese zwar vor Angst kreischen, jedoch trotzdem Spass an der Fahrt haben. Dabei drängt sich die Frage auf, wieso sich viele Menschen freiwillig einer angstauslösenden Situation aussetzen und daran sogar noch Spass haben. Es scheint ein Widerspruch zu sein, gleichzeitig Angst und Freude zu empfinden, da es sich bei der Angst um eine negative und bei der Freude um eine positive Emotion handelt (Tracy & Randles, 2011), und trotzdem lässt sich manchmal ein gleichzeitiges Vorkommen von negativen und positiven Gefühlen beobachten.
Auf einer Achterbahn lassen sich jedoch nicht nur Menschen finden, die Angst und Freude gleichzeitig ausdrücken. Bei einigen könnte die wilde Fahrt lediglich sehr starke Angstgefühle erwecken, die in keiner Weise als positiv erlebt werden. Umgekehrt lassen sich auch Menschen finden, die sich von einer solchen Fahrt nicht beeindrucken lassen und überhaupt keine Angst verspüren. Dabei könnte man annehmen, dass eine solche Person umso mehr Freude an der Fahrt empfinden müsste, da keine negativen Gefühle vorhanden sind, doch das Gegenteil ist der Fall: eine Achterbahnfahrt, bei der keine Angst aufkommt, wird eher als langweilig empfunden. Wie kommt es, dass bei einigen Personen ein Ereignis gemischte Emotionen hervorruft, bei anderen jedoch nicht? Dieser Frage geht die vorliegende Studie nach.
1. Zusammenfassung: Diese einleitende Sektion stellt die Forschungsabsicht dar, den Zusammenhang zwischen räumlicher Distanz zu angstauslösenden Reizen und gemischten Gefühlen zu ergründen.
2. Abstract: Hier wird kompakt zusammengefasst, wie in einem Between-Subject-Design mit Horrorfilm-Stimuli der Einfluss der Distanz auf gemischte Gefühle untersucht und bewertet wurde.
3. Gemischte Gefühle: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen gemischter Gefühle, diskutiert Debatten um deren Existenz (Circumplex Modell vs. Evaluative Space Model) und beleuchtet verschiedene Messmethoden.
4. Meta-Emotionen: Der Text definiert Meta-Emotionen als Emotionen höherer Ordnung, die sich auf primäre Emotionen beziehen, und beschreibt deren Rolle bei gemischten Gefühlen.
5. Distanz: Hier werden Konzepte psychologischer und räumlicher Distanz sowie deren vermuteter Einfluss auf die Emotionsregulierung und das Entstehen von gemischten Gefühlen erörtert.
6. Angst als Voraussetzung für Spannung: Dieses Kapitel thematisiert die Notwendigkeit eines gewissen Angstlevels für die Empfindung von Spannung und Vergnügen im Kontext von Medienrezeption.
7. Fragestellung und Hypothesen: Basierend auf der Theorie werden hier die spezifischen Hypothesen über den Einfluss der Distanz auf gemischte Gefühle und Meta-Emotionen formuliert.
8. Methode: Dieser Abschnitt beschreibt das Studiendesign, die Stichprobe, die Art der Distanzmanipulation via Umgebungsbedingungen sowie die verwendeten Messinstrumente.
9. Resultate: Die Ergebnisse zeigen, dass keine der aufgestellten Hypothesen statistisch bestätigt werden konnte, und analysieren Korrelationen zwischen den Variablen.
10. Diskussion: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse kritisch, thematisiert potenzielle methodische Schwächen wie eine misslungene Distanzmanipulation und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsansätze.
11. Anhang: Enthält die vollständige Literaturliste sowie verwendete Fragebögen.
gemischte Gefühle, räumliche Distanz, Meta-Emotionen, Horrorfilm, Angst, Affektregulation, Between-Subject-Design, Psychologie, Emotionsforschung, Stimmung, Sensation Seeking, Angstinventar, Laborexperiment, Affekt, Distanzmanipulation.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der räumlichen Distanz zu einem angstauslösenden Ereignis – in diesem Fall ein Filmausschnitt aus einem Horrorfilm – und dem Auftreten gemischter Gefühle und positiver Meta-Emotionen.
Die zentralen Themen umfassen die Definition und Existenz gemischter Gefühle, die psychologische Bedeutung von Distanz, das Phänomen der Meta-Emotionen sowie die Messung von emotionalen Zuständen mittels verschiedener psychologischer Fragebögen.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob eine wahrgenommene mittlere räumliche Distanz zu einem aversiven Stimulus die Entstehung gemischter Gefühle begünstigt, da bei zu geringer Distanz negative Emotionen dominieren und bei zu großer Distanz keine emotionale Involvierung stattfindet.
Es wurde ein experimentelles Between-Subject-Design an der Universität Zürich durchgeführt. Die unabhängige Variable "Distanz" wurde durch Manipulation der Umgebungsbedingungen (Bildschirmgröße, Beleuchtung, Tonqualität) in drei Stufen variiert.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Modelle zu Emotionen und Distanz), die Ableitung spezifischer Hypothesen, die detaillierte Methodenbeschreibung der Datenerhebung sowie die statistische Auswertung und kritische Diskussion der Ergebnisse.
Zu den prägenden Begriffen gehören gemischte Gefühle, Distanzmanipulation, Meta-Emotionen, Horrorfilm, Angst, Sensation Seeking und Affektregulation.
Die Autorin vermutet, dass die Unterschiede in den Umgebungsbedingungen zwischen den Gruppen nicht groß genug waren. Zudem deutet die hohe Rate an Probanden, die ihre Stimmung aktiv "abdämpfen" wollten, auf einen Deckeneffekt hin, bei dem alle Bedingungen als eher wenig distanziert wahrgenommen wurden.
Ja, die Arbeit konnte eine schwache positive Korrelation zwischen dem Sensation-Seeking-Wert (insbesondere in den Skalen "Thrill and Adventure Seeking" und "Boredom Susceptibility") und positiven Meta-Emotionen beim Horrorfilm nachweisen.
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