Masterarbeit, 2015
86 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Kindheit im Wandel der Zeit
2. 1 Definition des Kindheitsbegriffes
2. 2 Kindheit im historischen Wandel
2. 2. 1 Kindheit in der vorbürgerlichen Gesellschaft im Mittelalter
2. 2. 2 Die bürgerliche Vorstellung von Kindheit
2. 2. 3 Kindheit in der deutschen Romantik
2. 2. 4 Kindheitsbild nach Rousseau
2. 2. 5 Reformpädagogische Konzeption von Kindheit
2. 2. 6 Kindheit in der Zeit des Nationalsozialismus
2. 2. 7 Kindheit in der Nachkriegszeit
2. 2. 8 Kindheit zwischen dem 20. und 21. Jahrhundert
3. Erziehung im Wandel der Zeit
3. 1 Definition von Erziehung
3. 2 Erziehung in der Antike
3. 3 Erziehung im Mittelalter
3. 4 Erziehung in der Wende der Neuzeit
3. 5. Erziehung zur Zeit der Aufklärung
3. 5. 1 Erziehung nach Jean-Jacques Rousseau
3. 5. 2 Erziehung nach Johann Heinrich Pestalozzi
3. 5. 3 Erziehung nach Immanuel Kant
3. 6 Erziehung zur Zeit der bürgerlichen Gesellschaft im 19. Jahrhundert
3. 7 Erziehung zur Zeit der Reformpädagogik bis zum Nationalsozialismus
3. 8 Erziehung zur Zeit des Nationalsozialismus
3. 9 Erziehung nach 1945 und die 68er Bewegung
3. 10 Kindheit und Erziehung im 21. Jahrhundert
4. Gegenwärtige Erziehungsvorstellungen
4. 1 Amy Chua – die Mutter des Erfolgs?
4. 2 Die Abschaffung der Kindheit – Michael Winterhoff
4. 3 Wer erziehen will, muss strafen – Bernhard Bueb
5. Kindheit und Erziehung im Wandel der Zeit – eine Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht den historischen Wandel von Kindheit und Erziehung, um die Frage zu beantworten, ob es früher tatsächlich „bessere“ Erziehungsmethoden gab. Ziel ist es, verschiedene Epochen vom Mittelalter bis zur Gegenwart gegenüberzustellen und aktuelle, kontrovers diskutierte Erziehungsvorstellungen zu analysieren, um so ein tieferes Verständnis für die heutige Situation zu gewinnen.
2. 2. 1 Kindheit in der vorbürgerlichen Gesellschaft im Mittelalter
Der Begriff des Mittelalters stammt von den Humanisten und bezeichnet die Zeit zwischen der Antike und der Renaissance. Für die pädagogische Geschichte ist das Mittelalter von großer Bedeutung, da diese vor allem durch die sogenannte „karolingische Renaissance“ im Jahre 800 am Hofe Karls des Großen als Wiederentdeckung der antiken Philosophie gilt. Damit begann das gelehrte Lateinschulwesen, welches auf der Grundlage des „artes liberales“ aufbaute und wobei Schulen für Latein, Lesen und Schreiben entstanden (vgl. Tenorth, 2010, S. 52; Schwenk, 1996, S. 235 f.).
Bis Ende des Mittelalters existierte kein eigenständiger Begriff für die Lebensphase Kindheit. Das Wort Kind stand in erster Linie nur für ein Verwandtschaftsverhältnis (vgl. Hurrelmann & Bründel, 2003, S. 58; Andresen & Hurrelmann, 2010, S. 11). Philippe Ariès (1987) beschrieb ausführlich, wie Kinder im frühen Mittelalter als „kleine Erwachsene“ mit großen Erwachsenen zusammenlebten (vgl. Hurrelmann & Bründel, 2003, S. 12).
Zwar wurden auch im Mittelalter Unterscheidungen zwischen den verschiedenen Lebensabschnitten gemacht, wie beispielsweise „Infantia (Kindheit), Pueritia (Knabenalter), Adoleszentia (Jugendalter) und Senectus (Greisenalter)“ (Rotthaus, 2002, S. 30). Doch trotz der theoretischen Unterscheidungen waren die Lebensbereiche der Kinder und der Erwachsenen nicht voneinander abgetrennt, wie heute z.B. Kita oder Schule für die Kinder und Büro oder Geschäft für die Erwachsenen. Kinder ernährten sich ähnlich wie ihre Eltern, trugen ähnliche Kleidung und verbrachten auch ihre Freizeit unter den gleichen Bedingungen (vgl. Hurrelmann & Bründel, 2003, S. 12). So lernten Kinder laut Rolff & Zimmermann (1997, S. 9) ohne eine spezielle Art von pädagogischer Betreuung oder Beeinflussung, was sie zum Leben brauchten.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den „Erziehungsnotstand“ und die damit verbundene Debatte, ob früher alles besser war, und führt in die Fragestellungen der Arbeit ein.
2. Kindheit im Wandel der Zeit: Dieses Kapitel definiert den Kindheitsbegriff und beschreibt seine historische Entwicklung von der vorbürgerlichen Gesellschaft bis ins 21. Jahrhundert.
3. Erziehung im Wandel der Zeit: Hier wird der Wandel der Erziehungsideale und -methoden seit der Antike, unter Einbeziehung bedeutender Pädagogen wie Rousseau und Kant, nachgezeichnet.
4. Gegenwärtige Erziehungsvorstellungen: Dieses Kapitel analysiert aktuelle erziehungswissenschaftliche Positionen und die Thesen von Autoren wie Amy Chua, Michael Winterhoff und Bernhard Bueb.
5. Kindheit und Erziehung im Wandel der Zeit – eine Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die historischen Erkenntnisse zusammen und betont, dass Erziehung stets ein dynamischer, zeitgebundener Prozess ist.
Kindheit, Erziehung, Erziehungsnotstand, Historischer Wandel, Pädagogik, Sozialisation, Reformpädagogik, Disziplin, Kindheitsbild, Eltern-Kind-Beziehung, Nationalsozialismus, Aufklärung, Erziehungsideale, Gesellschaftlicher Wandel, Kindesentwicklung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der historischen Entwicklung von Kindheit und Erziehung sowie der Frage, ob sich Erziehungsmethoden im Laufe der Zeit zum Positiven oder Negativen verändert haben.
Die Arbeit umfasst die Definition von Kindheit, die historische Entwicklung von Erziehungsidealen von der Antike bis zur Gegenwart sowie eine kritische Analyse moderner Erziehungskonzepte.
Die Forschungsfrage untersucht, ob früher alles besser war, indem sie historische Perspektiven mit gegenwärtigen Herausforderungen in der Erziehung vergleicht.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der historischen Aufarbeitung pädagogischer Theorien und gesellschaftlicher Konzepte von Kindheit.
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Analyse von Kindheit und Erziehung in verschiedenen Epochen sowie die detaillierte Darstellung und Diskussion aktueller Erziehungsthesen von Autoren wie Amy Chua, Michael Winterhoff und Bernhard Bueb.
Zentrale Begriffe sind Kindheit, Erziehung, Erziehungsnotstand, historischer Wandel, Pädagogik, Sozialisation, Reformpädagogik und Disziplin.
Im Mittelalter existierte Kindheit nicht als eigenständige Lebensphase; Kinder wurden als „kleine Erwachsene“ betrachtet. Die Arbeit zeigt, wie sich von diesem Zustand aus durch gesellschaftliche Prozesse die heutige spezifische Lebensphase Kindheit entwickelte.
Die Autorin stellt fest, dass die Rückkehr zu traditionellen Werten wie Autorität und Disziplin – wie sie von Bueb oder Winterhoff gefordert wird – eine Reaktion auf aktuelle Unsicherheiten ist, jedoch keine pauschale Lösung für die komplexe heutige Erziehungssituation darstellt.
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