Bachelorarbeit, 2015
56 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Grundlagen: Das Opioid-System im menschlichen Körper
2.1. Opiatrezeptoren
2.2. Endogene Liganden der Opiatrezeptoren
2.2.1. Bedeutung der Affinität des Liganden zum Rezeptor bei der Wirkungsvermittlung
2.2.2. Agonisten, Antagonisten
2.3. Funktionen und Wirkspektrum des opioidergen Systems
2.4. Exogene Liganden der Opiatrezeptoren
3. Bioaktive Nahrungspeptide als Supplemente des endogenen opioiden Systems
3.1. Identifikation von Nahrungspeptiden mit opioider Aktivität
3.1.1. Adenylatcyclase-Test
3.1.2. Mouse Vas Deferens (MVD)- & Guinea Pig Ileum (GPI)-Bioassays
3.1.3. Kompetitive Bindungs-Assays
3.2. Vorkommen: Exorphinhaltige Lebensmittel
4. Charakterisierung der Exorphine (Struktur & Eigenschaften)
4.1. Opioide Peptide aus Pflanzenproteinen
4.1.1. Gluten Exorphine
4.1.1.1. Gluten Exorphine A
4.1.1.2. Gluten Exorphin B5
4.1.1.3. Gluten Exorphin C
4.1.2. Gliadorphine
4.1.3. Rubiscoline
4.1.4. Sojamorphine
4.2. Opioide Peptide aus Lebensmitteln tierischen Ursprungs
4.2.1. Exorphine aus Milch und Milchprodukten
4.2.1.1. ß-Casomorphine (BCM)
4.2.1.2. weitere Casein Exorphine (Casoxine)
4.2.1.3. Lactoferroxine
4.2.1.4. Exorphine aus Molkenproteinen (Lactorphine)
4.2.2. Hämorphine
5. Bedeutung von Exorphinen für die Humanernährung
5.1. Voraussetzungen für die Wirksamkeit
5.1.1. Freisetzung und Aufnahme im GI-Trakt
5.1.2. Aufnahme und Transport über den Blutstrom
5.1.3. Interaktion mit Opiatrezeptoren
5.2. Bioverfügbarkeit der Exorphine
5.2.1. Lebensmittelverarbeitung und die Auswirkungen auf die Exorphinfreisetzung
5.3. Wirkung von opioiden Peptiden
5.3.1. Effekte auf den Gastrointestinaltrakt
5.3.2. Postprandialer Metabolismus
5.3.3. Wirkung auf das zentrale Nervensystem (ZNS)
5.3.3.1. Nahrungsaufnahme
5.3.3.2. Lernen & Gedächtnis
5.3.3.3. Angstlindernde Wirkung
5.3.3.4. Analgetische / antinociceptive Wirkung
5.3.4. Wirkung von Exorphinen bei Neugeborenen
5.3.5. Mit Exorphinen assoziierte Krankheiten
6. Schlussfolgerung
Die vorliegende Arbeit untersucht die physiologische Bedeutung von Exorphinen – bioaktiven Nahrungspeptiden mit Opiatwirkung – für die menschliche Ernährung und beleuchtet deren Interaktion mit dem körpereigenen Opioidsystem. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Freisetzung, Bioverfügbarkeit und potenziellen gesundheitlichen Auswirkungen dieser Substanzen bei Aufnahme durch die tägliche Ernährung.
1. Einleitung
Das aus dem Schlafmohn gewonnene Opium wird bereits seit über 5000 Jahren wegen seiner schmerzstillenden und schlaffördernden Wirkung geschätzt. Dem deutschen Apotheker und Chemiker Friedrich Sertürner gelang Anfang des 18. Jahrhunderts die Isolation des Hauptwirkstoffs des Opiums, dem Morphin. Dies wird seither in der Medizin zur Schmerztherapie verwendet. Durch das hohe Suchtpotential und wegen der Verwendung als Rauschmittel gerieten Opiate jedoch immer mehr in Verruf (Hamilton & Baskett, 2000; Norn et al., 2005).
Weniger bekannt ist hingegen die Tatsache, dass Stoffe mit einem ähnlichen Wirkpotential Bestandteil der täglichen Ernährung sind. Diese opioiden Nahrungspeptide, sogenannte Exorphine, finden sich unter anderem in (Mutter-) Milch und Weizen, sowie in einigen weiteren Lebensmitteln pflanzlichen und tierischen Ursprungs. Dort sind sie in inaktivem Zustand in die Sequenz von Nahrungsproteinen wie Casein und Gluten integriert und werden erst nach dem Verzehr, während der Verdauung freigesetzt.
Wie bei allen bioaktiven Peptiden ist die Struktur, bzw. die jeweilige Aminosäuresequenz ein entscheidendes Kriterium für die Biofunktionalität. Trotz struktureller Unterschiede zu Morphin oder endogenen Opiaten sind auch einige exogene Nahrungspeptide in der Lage mit dem Opioidrezeptorsystem des Menschen zu interagieren und somit Opiatwirkungen auszulösen.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Exorphine als exogene Opioidpeptide ein, erläutert deren Ursprung in Nahrungsproteinen und stellt die Relevanz für die menschliche Ernährung dar.
2. Grundlagen: Das Opioid-System im menschlichen Körper: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweise des endogenen Opioidsystems beim Menschen, inklusive der Opiatrezeptoren und ihrer körpereigenen Liganden.
3. Bioaktive Nahrungspeptide als Supplemente des endogenen opioiden Systems: Hier wird die Identifikation von Nahrungspeptiden mit opioider Aktivität durch verschiedene Testverfahren und deren Vorkommen in Lebensmitteln behandelt.
4. Charakterisierung der Exorphine (Struktur & Eigenschaften): Dieses Kapitel analysiert detailliert die Strukturen und Eigenschaften von Exorphinen aus verschiedenen pflanzlichen Quellen wie Gluten und Soja sowie tierischen Quellen wie Milch und Blut.
5. Bedeutung von Exorphinen für die Humanernährung: Dieses zentrale Kapitel diskutiert die Voraussetzungen für die Wirksamkeit, die Bioverfügbarkeit sowie physiologische Wirkungen auf den Gastrointestinaltrakt, das ZNS und mögliche Assoziationen mit Krankheiten.
6. Schlussfolgerung: Das Fazit fasst den aktuellen Wissensstand zusammen, kritisiert die methodischen Einschränkungen bisheriger Studien und identifiziert weiteren Forschungsbedarf.
Exorphine, Bioaktive Peptide, Opiatrezeptoren, ß-Casomorphine, Gluten, Nahrungsproteine, Bioverfügbarkeit, Gastrointestinaltrakt, Opioidsystem, Ernährung, Physiologische Effekte, Neurotransmitter, Opioid-Exzess-Theorie, Peptide, Verdauung.
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung von sogenannten Exorphinen – bioaktiven Peptiden aus Nahrungsproteinen mit Opiatwirkung – für die menschliche Ernährung.
Zentrale Themen sind die Struktur und Charakterisierung von Exorphinen, ihre Freisetzung während der Verdauung, ihre Bioverfügbarkeit sowie ihre potenziellen physiologischen Wirkungen im Körper.
Das primäre Ziel ist es, die Bedeutung von Exorphinen für die Humanernährung zu bewerten, insbesondere in Bezug auf ihre Interaktion mit dem Opioidsystem und mögliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Auswertung zahlreicher in vitro und in vivo Studien zur Identifikation, Struktur und Wirkung von Exorphinen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Grundlagen des Opioidsystems, die Identifikation von Nahrungspeptiden, die detaillierte Charakterisierung der verschiedenen Exorphin-Gruppen sowie die Analyse ihrer physiologischen Bedeutung.
Wichtige Begriffe sind Exorphine, Bioaktive Peptide, Opiatrezeptoren, ß-Casomorphine, Gluten, Bioverfügbarkeit und Opioidsystem.
Die Autorin weist darauf hin, dass Ergebnisse aus Tierstudien aufgrund speziesspezifischer Unterschiede im Opioidsystem nicht eins-zu-eins auf den Menschen übertragbar sind und daher vorsichtig interpretiert werden müssen.
Exorphine liegen in den Vorläuferproteinen (wie Casein oder Gluten) in inaktiver Form vor und werden erst durch die Einwirkung von Verdauungsenzymen im Gastrointestinaltrakt freigesetzt.
Die Verarbeitung, insbesondere die Fermentation und Reifezeit (z.B. bei Käse), beeinflusst die Freisetzung und Stabilität der Exorphine maßgeblich, da Enzyme der verwendeten Bakterien Peptide sowohl bilden als auch abbauen können.
Nein, ein direkter kausaler Zusammenhang konnte bislang nicht bewiesen werden. Es wird jedoch diskutiert, ob bei genetischer Prädisposition ein Einfluss auf die Symptomatik bei Autismus oder Schizophrenie bestehen könnte.
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