Bachelorarbeit, 2015
72 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
1.4 Methodisches Vorgehen
2. Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus in der Theorie
2.1 Definition MRSA
2.2 Entstehung einer MRSA-Infektion
2.3 Symptome von MRSA
2.4 Diagnostik von MRSA
2.5 Risikofaktoren von MRSA
2.6 Therapie von MRSA
2.7 Ursachen für die Zunahme von MRSA
2.8 Prävalenz
3. Das Gesundheitssystem in Deutschland
3.1 Grundstrukturen des Gesundheitssystems in Deutschland
3.2 Die Krankenhausversorgung in Deutschland
3.3 Krankenhausfinanzierung
3.4 Berücksichtigung von MRSA im Gesundheitssystem
4. MRSA in deutschen Krankenhäusern
4.1 Umgang mit MRSA in deutschen Krankenhäusern
4.2 Hygienemaßnahmen in deutschen Krankenhäusern
4.3 Präventionsmaßnahmen zur Vermeidung von MRSA
4.4 Umsetzung der Hygiene- und Präventionsmaßnahmen
4.5 Bewertung des Fragebogens
5. Rahmenbedingungen
5.1 Gesetze und Verordnungen zum Umgang mit MRSA
5.2 Vergleich zwischen deutschen und niederländischen Richtlinien
6. Kosten von MRSA
6.1 Direkte Kosten
6.2 Indirekte Kosten
6.3 Intangible Kosten
6.4 Opportunitätskosten
7. Fazit und Ausblick
7.1 Fazit
7.2 Ausblick
Die Arbeit verfolgt das Ziel, den Zusammenhang zwischen der ökonomischen Ausrichtung des deutschen Krankenhauswesens und der Zunahme von MRSA-Infektionen zu beleuchten. Dabei wird untersucht, inwieweit finanzielle Anreize und Sparmaßnahmen zu einer Verschärfung der Problematik beitragen und welche Rolle die Ökonomisierung bei der Einhaltung von Hygiene- und Präventionsstandards spielt.
2.1 Definition MRSA
MRSA ist die Abkürzung für Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus und zählt zu den nosokomialen Infektionen.3 Umgangssprachlich auch Krankenhauskeim genannt. MRSA kommt zwar vorwiegend in Krankenhäusern vor, wurde aber auch im zunehmendem Maße in anderen medizinischen Einrichtungen nachgewiesen.4 “Staphylococcus aureus ist ein kugelförmiges, grampositives Bakterium, das häufig in Traubenform angeordnet ist. Staphylococcus sind unbeweglich und bilden keine Sporen. Die Größe des Bakteriums liegt üblicherweise zwischen 0,8 – 1,2 µm.“5
Das Erscheinungsbild sowie die Eigenschaften der MRSA-Bakterien finden sich in anderen Staphylococcus-Keimen wieder. Jedoch ist der MRSA-Erreger gegen einen Großteil von Antibiotika resistent.7 Dies geschieht durch das Enzym „Penicillinase", die den β-Lactam-Ring zerstören. „Ein MRSA ist also in erster Linie ein Staphylococcus aureus und erst sekundär ein Isolat, das im Fall einer Therapienotwendigkeit den Einsatz besonderer Antibiotika erfordert.“8
Heute ist MRSA der bekannteste Keim. Es existieren jedoch noch weitere Problemkeime, beispielsweise Vancomycin-resistenter Enterokkokus (VRE), Extended-Spectrum-β-Lactamase (ESBL) und Clostridium difficile-assoziierte Diarrhoe (CDAD). Besonders gefährlich an MRSA ist, dass er zu den gewohnten Besiedlern der Haut und Schleimhäute von Menschen und verschiedenen Tieren gehört.9
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der Ausbreitung von MRSA ein und formuliert die Forschungsfrage hinsichtlich des Einflusses der Ökonomisierung auf das Infektionsgeschehen.
2. Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus in der Theorie: Hier werden die biologischen Grundlagen von MRSA, die Übertragungswege, Symptome, Diagnostik sowie die Faktoren, die zur Zunahme des Erregers beitragen, theoretisch aufgearbeitet.
3. Das Gesundheitssystem in Deutschland: Dieses Kapitel erläutert die Grundstrukturen der Krankenhausversorgung und die Finanzierung durch das DRG-System, um den Rahmen für die ökonomische Analyse zu setzen.
4. MRSA in deutschen Krankenhäusern: Es wird der praktische Umgang mit MRSA, die Einhaltung von Hygienestandards sowie die Umsetzung von Präventionsmaßnahmen anhand vorliegender Umfragedaten untersucht.
5. Rahmenbedingungen: Hier werden die gesetzlichen Grundlagen und Verordnungen zum Umgang mit MRSA analysiert und einem Vergleich mit den niederländischen Richtlinien gegenübergestellt.
6. Kosten von MRSA: Dieses Kapitel gliedert die durch MRSA verursachten Kosten in direkte, indirekte, intangible und Opportunitätskosten auf, um die ökonomische Relevanz der Prävention zu verdeutlichen.
7. Fazit und Ausblick: Die Autorin fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf notwendige politische sowie strukturelle Änderungen zur Eindämmung von MRSA.
MRSA, Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus, Krankenhauskeim, Ökonomisierung, DRG-System, Hygienemaßnahmen, Infektionsprävention, Patientensicherheit, nosokomiale Infektionen, Antibiotikaresistenz, Krankenhaushygiene, Gesundheitsökonomie, Sanierung, Screening, Deutschland.
Die Arbeit untersucht die Verbreitung von MRSA in deutschen Krankenhäusern und den Zusammenhang zwischen dem bestehenden ökonomischen Druck im Gesundheitssystem und der Qualität der Hygienemaßnahmen.
Die Arbeit fokussiert sich auf die theoretischen Grundlagen des Erregers, die Rolle der Krankenhausfinanzierung durch Fallpauschalen (DRGs), die rechtlichen Rahmenbedingungen sowie eine ökonomische Kosten-Nutzen-Analyse von Präventionsstrategien.
Die zentrale Frage lautet: „Inwieweit trägt die Ökonomisierung zur Verschärfung der MRSA-Problematik bei?“ und ob Änderungen im System sowie striktere Maßnahmen notwendig sind.
Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Studien und Befragungen von Krankenhäusern zur Umsetzung von Hygienestandards.
Der Hauptteil umfasst eine theoretische Einführung, die Analyse der deutschen Versorgungs- und Finanzierungsstrukturen, eine Untersuchung der Hygiene- und Präventionspraxis sowie eine ökonomische Aufschlüsselung der Folgekosten durch MRSA.
Wichtige Begriffe sind MRSA, Ökonomisierung, DRG-System, Hygienemaßnahmen, Infektionsprävention, Patientensicherheit und Gesundheitsökonomie.
Das DRG-System erzeugt Kostendruck, der laut der Arbeit dazu führen kann, dass Zeit für hygienisches Arbeiten fehlt oder notwendige Sanierungen und Isolierungen aus finanziellen Gründen nur verzögert umgesetzt werden.
Während Deutschland bei der Umsetzung der MRSA-Richtlinien oft weniger verbindliche Vorgaben hat, setzen die Niederlande auf eine strikte „Search-and-Destroy“-Strategie mit konsequenten Kontrollen und Sanktionen, was zu deutlich niedrigeren Prävalenzraten führt.
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