Bachelorarbeit, 2013
116 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung und Zielsetzung
2 Ethno-Marketing als absatzpolitisches Instrument
2.1 Erläuterung des Begriffs Ethno-Marketing
2.2 Ethno-Marketing in Deutschland
2.3 Ziele und Strategien des Ethno-Marketing
2.4 Erläuterung des Kulturbegriffs
2.4.1 Sprache
2.4.2 Symbole
3 Der deutsche Einzelhandel
3.1 Vollsortimenter im deutschen Lebensmitteleinzelhandel
3.2 Der türkische Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland
3.3 Die Wettbewerbsstrategien im Einzelhandel
3.3.1 Kostenführerschaft
3.3.2 Differenzierungsstrategie
3.4 Instrumente des Handelsmarketing Marketing-Instrumente des Handelsunternehmens
3.4.1 Sortimentspolitik
3.4.2 Markenpolitik
3.4.3 Kommunikationspolitik
4 Türkischstämmige Konsumenten als Adressaten für Ethno-Marketing
4.1 Bevölkerungsstruktur und Entwicklung der Zielgruppe
4.2 Kulturell religiöse Einrichtungen
4.3 Sozialstruktur und Konsumentenverhalten der türkischstämmigen Zielgruppe
4.3.1 Soziodemographische Merkmale
4.3.2 Markenbewusstsein
4.3.3 Einkaufsstättenwahl im Lebensmitteleinzelhandel
4.4 Die Rolle der Kultur und Religion für das Konsumentenverhalten der Zielgruppe
4.4.1 Religiöse Determinanten
4.4.2 Auswirkungen auf den Kauf von Lebensmitteln
5 Konzeptionelle Überlegungen zur Gestaltung einer Ethno-Markenpolitik im Lebensmitteleinzelhandel
5.1 Sortimentspolitische Zielsetzungen
5.2 Eigenmarkenstrategie
5.3 Kommunikationskonzept
6 Zusammenfassung und Ausblick
7 Anhang
Die Arbeit untersucht das Potenzial von Ethno-Marketing als strategisches Instrument für deutsche Vollsortimenter im Lebensmitteleinzelhandel, um sich in einem gesättigten Markt durch die gezielte Ansprache der kaufkräftigen Zielgruppe der türkeistämmigen Konsumenten zu differenzieren.
2. Ethno-Marketing als absatzpolitisches Instrument
Ethno-Marketing setzt sich aus den Begriffen Ethno und Marketing zusammen. Ethnologie stammt aus dem Griechischen (ethnos) und bedeutet „Volk, Völker, das Volk, die Völker betreffend“. Mit der Ethnie wird eine Gruppe von Menschen charakterisiert, die einer identischen Kultur angehören und dadurch von anderen Ethnien differenzierbar sind. Ethno-Marketing ist ein interkultureller Ansatz, bei dem die kulturell bedingten Unterschiede hinsichtlich Lebensstil und Konsumgewohnheiten innerhalb eines Ländermarktes zu berücksichtigen sind.
„Ethno-Marketing bedeutet, das Konsum- und Kaufverhalten von ethnischen Minderheiten zu analysieren und für diese Zielgruppen Konzepte zu entwickeln. Ethnisches Marketing ist also ein zielgruppenspezifisches Marketing. Das heißt, dass die anvisierten Zielgruppen differenziert zu betrachten sind.“ Wie der Begriff „Ethno-Marketing“ schon aussagt, handelt es sich hierbei in erster Linie um Marketing. Die Fokussierung und Konzentration auf die ethnisch relevanten Bedürfnisse wird bei der Zielgruppen-Segmentierung als Kriterium genommen.
Anders als bei den klassischen Segmentierungskriterien wie Alter, Geschlecht, Einkommen usw., berücksichtigt Ethno-Marketing bei der Zielgruppenansprache die kulturellen Besonderheiten der ethnischen Minderheit. Diese können in sprachlicher, religiöser, moralischer und ästhetischer Form vorhanden sein.
1 Einleitung und Zielsetzung: Einführung in die demografische Situation und Begründung der Relevanz von Ethno-Marketing als Instrument zur Erschließung neuer Marktpotenziale.
2 Ethno-Marketing als absatzpolitisches Instrument: Definition von Ethno-Marketing, Darstellung der Entwicklung in Deutschland sowie Erläuterung der Bedeutung von Kultur, Sprache und Symbolik.
3 Der deutsche Einzelhandel: Analyse der Betriebsformen im Lebensmittelhandel sowie Erläuterung von Wettbewerbsstrategien und Marketinginstrumenten mit Fokus auf Sortiments- und Markenpolitik.
4 Türkischstämmige Konsumenten als Adressaten für Ethno-Marketing: Detaillierte Betrachtung der Zielgruppe hinsichtlich Soziodemografie, religiöser Einrichtungen und der prägenden Rolle von Kultur und Religion für das Konsumverhalten.
5 Konzeptionelle Überlegungen zur Gestaltung einer Ethno-Markenpolitik im Lebensmitteleinzelhandel: Erarbeitung von Strategien zur Sortiments- und Markenpolitik sowie Konzeption von Kommunikationsmaßnahmen anhand praktischer Beispiele.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Kritische Reflexion der Ergebnisse und Ausblick auf die Notwendigkeit langfristiger Strategien im Ethno-Marketing.
Ethno-Marketing, Lebensmitteleinzelhandel, Türken in Deutschland, Zielgruppenmarketing, Konsumentenverhalten, Halal, Markenpolitik, Sortimentspolitik, Differenzierungsstrategie, Kultur, Religion, Integrationsprozesse, Handelsmarketing, Kaufkraft.
Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten des Ethno-Marketings als Differenzierungsstrategie für Vollsortimenter im deutschen Lebensmitteleinzelhandel, speziell fokussiert auf die Zielgruppe türkeistämmiger Konsumenten.
Zentrale Felder sind die Grundlagen des Ethno-Marketings, die Struktur des deutschen Einzelhandels, die soziokulturellen Merkmale türkeistämmiger Konsumenten sowie praktische Konzepte für Sortiments- und Markenpolitik.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Handelsunternehmen durch das Verständnis kultureller und religiöser Besonderheiten neue Marktpotenziale erschließen und eine langfristige Kundenbindung zur türkeistämmigen Zielgruppe aufbauen können.
Neben einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse bestehender Statistiken setzt der Autor auf qualitative Experteninterviews mit Branchenvertretern aus dem Lebensmittelhandel und der Integrationsforschung.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit Marketinginstrumenten und einer intensiven Analyse der Zielgruppe, inklusive der Bedeutung von Religion und Halal-Zertifizierungen, gefolgt von konkreten Gestaltungsansätzen.
Die wichtigsten Schlagworte sind Ethno-Marketing, Lebensmitteleinzelhandel, Konsumentenverhalten, kulturelle Determinanten und Markenstrategie.
Die Halal-Zertifizierung wird als zentrales Element identifiziert, um Vertrauen bei der muslimischen Zielgruppe aufzubauen, da sie religiöse Speisevorschriften und Qualitätsstandards miteinander verbindet.
Die Eigenmarkenstrategie wird als probates Mittel für Vollsortimenter bewertet, um sich im Wettbewerb zu profilieren und eine exklusive Bindung zur Zielgruppe zu schaffen, die über Standardprodukte hinausgeht.
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