Examensarbeit, 2013
43 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Rahmenbedingungen
2.a Anlegerklassifizierung
2.b Gesetzliche Regelungen
2.b.i Steuerliche Vorschriften
2.b.ii Gesetzliche Rentenversicherung
2.b.iii Gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung
2.b.iv gesetzliche Arbeitslosenversicherung
2.b.v Gesetzliche Unfallversicherung
2.c Rentenalternativen
2.c.i. Private Altersrente
2.c.ii. Betriebliche Altersvorsorge
2.c.iii. Riesterrente
3. Analyse
3.a Vor Rentenbeginn
3.a.i Private Altersrente
3.a.ii Betriebliche Altersvorsorge
3.a.iii Riesterrente
3.b Nach Rentenbeginn
3.b.i. Gesetzliche Altersrente
3.b.ii Private Altersrente
3.b.iii Betriebliche Altersvorsorge
3.b.iv Riesterrente
4. Empfehlung und Fazit
4.a Single-Verbraucher
4.a.i Vor Rentenbeginn
4.a.ii Nach Rentenbeginn
4.a.iii Empfehlung
4.b Verbraucher mit Familie
4.b.i Vor Rentenbeginn
4.b.ii Nach Rentenbeginn
4.b.iii Empfehlung
4.c Fazit
Die Arbeit verfolgt das Ziel, sozialversicherungspflichtig Beschäftigten bei der Auswahl der optimalen Rentenalternative zu helfen, indem die Auswirkungen staatlicher Förderungen auf die spätere Gesamtnettorente analysiert werden. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, welche Vorsorgeform – private Altersvorsorge, betriebliche Altersvorsorge oder Riesterrente – unter Berücksichtigung individueller Einkommens- und Familiensituationen das beste Ergebnis liefert.
2.c.ii. Betriebliche Altersvorsorge
Als Ergänzung zu den Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung hat seit 2002 jeder Angestellte das Recht auf eine betriebliche Altersvorsorge (bAV)59. Dabei kann der Beitrag sowohl vom Arbeitgeber (Arbeitgeberfinanziert) als auch vom Arbeitnehmer (Arbeitnehmerfinanziert) geleistet werden. Bei der arbeitgeberfinanzierten bAV bezahlt die Firma für den Angestellten zusätzlich zu den Gehaltszahlungen eine Summe für den Arbeitnehmer, bei der arbeitnehmerfinanzierten bAV verzichtet der Angestellte auf einen Teil seines sozialversicherungspflichtigen Gehaltes („Entgeltumwandlung“). Diese Summe wird angelegt und steht dem Angestellten bei Renteneintritt als zusätzliche Rente zur Verfügung. Während der Beitragszahlung („Aufschubphase“) sind im Regelfall keine Steuer oder Sozialabgaben fällig, der Arbeitnehmer muss im Renteneintritt diese Leistungen selber nachholen. Der Arbeitnehmer erhält in der Regel mit Ablauf der Versicherung ein Kapitalwahlrecht.
Es gibt fünf verschiedene Durchführungswege, die sich durch die Art der Anlagemöglichkeit unterscheiden60.
Die Direktzusage wird durch den Arbeitgeber gestellt und schlägt sich in der Bilanz des Unternehmens als Pensionsverpflichtung nieder, was sich bei Refinanzierungen am Kapitalmarkt oft negativ auswirkt.
Die Unterstützungskasse ist an eine eigene rechtsfähige Versorgungseinrichtung gebunden, die entweder neu gegründet werden muss, oder der sich der Angestellte anschließen kann. Die Unterstützungskasse kann die Gelder frei anlegen. Sie selber gewährt keinen Rechtsanspruch auf die Versorgungsleistung. Dies muss der Arbeitgeber dem jeweiligen Arbeitnehmer gewähren61.
Aufgrund dieser Einschränkungen werden die beiden vorgenannten Durchführungswege in der Praxis nur für langjährige oder geschäftsführende Mitarbeiter angewandt62.
Der dritte Durchführungsweg ist der Pensionsfonds63. Es wird eine eigenständige Aktiengesellschaft (AG) oder ein Pensionsfondsvereins auf Gegenseitigkeit (VVaG) gegründet, der die Gelder für die Kunden verwaltet und anlegt. Die Gelder werden direkt am Kapitalmarkt angelegt, so dass eine höhere Rendite erwartet werden kann. Die in Deutschland meist gewählten Durchführungswege in der bAV sind jedoch die Direktversicherung und Pensionskasse64. Die ersten drei genannten Durchführungswege erhöhen die Komplexität der Aufgabe aufgrund der diversen Steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Gestaltungsmöglichkeiten dermaßen, dass auf deren Berücksichtigung in dieser Arbeit verzichtet wird.
1. Einleitung: Diese Einleitung begründet die Notwendigkeit zusätzlicher Altersvorsorge und stellt die Zielsetzung der Analyse von Rentenalternativen vor.
2. Rahmenbedingungen: Dieses Kapitel erläutert die Anlegerklassifizierung sowie die gesetzlichen Rahmenbedingungen, einschließlich Steuern und Sozialversicherung, die für den Vergleich maßgeblich sind.
3. Analyse: In diesem Teil werden die verschiedenen Vorsorgealternativen, unterteilt in Phasen vor und nach Rentenbeginn, detailliert untersucht und verglichen.
4. Empfehlung und Fazit: Das abschließende Kapitel bewertet die Alternativen für Single-Verbraucher und Familien, gibt Empfehlungen ab und zieht ein Gesamtfazit zur Vorteilhaftigkeit der jeweiligen Vorsorgeformen.
Rentenalternativen, Altersvorsorge, Riesterrente, betriebliche Altersvorsorge, bAV, gesetzliche Rentenversicherung, Nettorente, staatliche Förderung, Steuerersparnis, Sozialabgaben, Entgeltumwandlung, Anlegerklassifizierung, Vorsorgeplanung, Rentenniveau, Gesamtnettorente
Die Arbeit befasst sich mit einem systematischen Vergleich verschiedener Rentenalternativen für sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, insbesondere im Hinblick auf deren staatliche Förderung.
Zentrale Themen sind die Untersuchung der betrieblichen Altersvorsorge (bAV), der Riesterrente und der privaten Altersvorsorge, unter besonderer Berücksichtigung ihrer steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Auswirkungen.
Das Hauptziel ist es, auf Basis einer empirischen Analyse herauszufinden, welche Rentenalternative für unterschiedliche Verbrauchertypen (Singles vs. Familien) die höchste Gesamtnettorente generiert.
Die Arbeit nutzt eine modellbasierte Analyse fiktiver Verbrauchertypen mit unterschiedlichen Einkommens- und Familiensituationen, wobei reale Angebote von fünf Versicherungsanbietern verglichen werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Rahmenbedingungen, eine Analyse der Förderungen vor Rentenbeginn sowie eine detaillierte Auswertung der Rentenhöhen und Abzüge nach Rentenbeginn.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Altersvorsorge, Riesterrente, bAV, staatliche Förderung, Gesamtnettorente und Renteneffizienz gekennzeichnet.
Trotz hoher Förderung während der Ansparphase führen die nachgelagerte Versteuerung sowie hohe Abzüge bei Sozialversicherungsbeiträgen in der Rentenphase dazu, dass die Gesamtnettorente bei der bAV oft am niedrigsten ausfällt.
Die Analyse zeigt, dass die Riesterrente über verschiedene Einkommensgruppen und Familiensituationen hinweg die vorteilhafteste Kombination aus Förderung und tatsächlichem monetärem Zufluss im Alter bietet.
Die private Altersvorsorge dient primär als sinnvolle Ergänzung oder als Alternative für Verbraucher, die bereits die Höchstförderung bei der Riesterrente nutzen oder bei denen die Gefahr der Anrechnung auf die Grundsicherung besteht.
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