Diplomarbeit, 2014
115 Seiten, Note: Gut
1 Einleitung
1.1. Ausgangslage
1.2. Ziele der Diplomarbeit
1.3. Vorgangsweise
1.4. Aufbau
A Theoretischer Teil
2 Developing Countries vs. Emerging Markets
2.1 Developing Countries
2.2 Emerging Markets
3 Darstellung ausgewählter CSR-Sichtweisen
3.1 Definitionen
3.1.1 Corporate Social Responsibility
3.1.2 Nachhaltigkeit
3.1.3 Statistisches Datenmaterial
3.2 Asiatischer Kontinent mit Fokus Indien
3.2.1 Statistisches Datenmaterial
3.2.2 Einleitung
3.2.3 CSR-Sichtweisen
3.2.3.1 Vergangenheit und Entstehung von CSR
3.2.3.2 Ein Überblick der Initiativen
3.2.4 Zwischenfazit
3.3 Asiatischer Kontinent mit Fokus China
3.3.1 Statistisches Datenmaterial
3.3.2 Einleitung
3.3.3 CSR-Sichtweisen
3.3.4 Zwischenfazit
3.4 Afrikanischer Kontinent mit Fokus Südafrika
3.4.1 Statistisches Datenmaterial
3.4.2 Einleitung
3.4.3 CSR-Sichtweisen
3.4.3.1 Vergangenheit und Entstehung von CSR
3.4.3.2 Emerging Market-based Treiber von CSR
3.4.3.3 Die Rolle des Staates und Black Economic Empowerment
3.4.3.4 Spezielle Initiativen zur Förderung von CSR in Südafrika
3.4.4 Zwischenfazit
3.5 Amerikanischer Kontinent mit Fokus Mexiko
3.5.1 Statistisches Datenmaterial
3.5.2 Einleitung
3.5.3 CSR-Sichtweisen
3.5.3.1 Vergangenheit und Entstehung von CSR
3.5.3.2 Stakeholder Ansatz
3.5.3.3 Treiber und Nachweis von CSR
3.5.3.4 Beschreibung einer durchgeführten Studie unter Professoren und Konsumenten
3.5.3.5 Umfrage unter Professoren der Universität Sonora über CSR-Programme
3.5.3.6 Umfrage unter Konsumenten über CSR-Programme
3.5.4 Zwischenfazit
3.6 Amerikanischer Kontinent mit Fokus Brasilien
3.6.1 Statistisches Datenmaterial
3.6.2 Einleitung
3.6.3 CSR-Sichtweisen
3.6.3.1 Vergangenheit und Entstehung von CSR
3.6.3.2 Mangelnde Kompetenz der Regierung
3.6.3.3 Unternehmen als Treiber von CSR
3.6.3.4 Beschreibung einer durchgeführten Studie unter brasilianischen Unternehmen welche CSR betreiben
3.6.3.5 Instituto Ethos para a responsabilidade social empresarial (Ethos Institute for CSR)
3.6.4 Zwischenfazit
B Praktischer Teil
4 Fallbeispiele
4.1 Fallstudie mit Fokus auf Indien
4.1.1 AstraZeneca: Engagement im Kampf gegen Tuberkulose
4.1.1.1 Das Unternehmen
4.1.1.2 CSR im Unternehmen
4.1.1.3 Fokus Tuberkulose
4.1.1.4 Vorbereitung für Ersatzmedikamente
4.1.1.5 Kampf gegen Tuberkulose auf globaler Ebene
4.2 Fallstudie mit Fokus auf China
4.2.1 China National Petroleum Corporation (CNPC)
4.2.1.1 Das Unternehmen
4.2.1.2 Verantwortungsbewusstes Handeln
4.2.1.3 Mitarbeiterentwicklung
4.2.1.4 Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz
4.2.1.5 Fokus auf gesellschaftliche Anliegen und Bedürfnisse
4.3 Fallstudie mit Fokus auf Südafrika
4.3.1 Kjaer: Automotive Services in Emerging Countries
4.3.1.1 Das Unternehmen
4.3.1.2 CSR Umsetzung
4.3.1.3 Life Clubs in Südafrika
4.3.1.4 HIV/Aids am Arbeitsplatz
4.3.2 Mondi - Die Bedeutung "Stakeholder Dialog"
4.3.2.1 Das Unternehmen
4.3.2.2 Nachhaltige Entwicklung in Südafrika
4.3.2.3 Aktivitäten in Bezug auf nachhaltige Entwicklung
4.3.2.4 Kritik und Lösungsversuche
4.4 Fallstudie mit Fokus auf Mexiko
4.4.1 Coca Cola de México (CCdM)
4.4.1.1 Das Unternehmen
4.4.1.2 Nachhaltiges Wachstum
4.4.1.3 Persönliches Wohlbefinden und Selbstverwirklichung
4.4.1.4 Positives Arbeitsklima
4.4.1.5 Ökologischer Fußabdruck
4.4.1.6 Teil der Gesellschaft
4.5 Fallstudie mit Fokus auf Brasilien
4.5.1 Suez: Wasser für die Armen in Manaus
4.5.1.1 Das Unternehmen
4.5.1.2 Fokus CSR im Unternehmen Suez
4.6 Checkliste zur Reduzierung von strategischer Fehlplanung in EMs
4.6.1 Beschaffung
4.6.2 Produktion
4.6.3 Distribution
4.6.4 Konsum
4.7 Abschließende Betrachtungen und Resümee
Die vorliegende Arbeit untersucht Corporate Social Responsibility (CSR) in verschiedenen Emerging Markets auf drei Kontinenten (Asien, Afrika und Amerika). Das Hauptziel ist die Darstellung länderspezifischer CSR-Sichtweisen, die auf theoretischen Grundlagen basieren und durch konkrete unternehmerische Fallbeispiele illustriert werden, um ein tieferes Verständnis für die Herausforderungen und Potenziale nachhaltigen Wirtschaftens in aufstrebenden Volkswirtschaften zu schaffen.
1.1. Ausgangslage
Die Weltwirtschaftskrise hat in eindrucksvoller Art und Weise dazu beigetragen, dass Emerging Markets (EMs) zunehmend an wirtschaftlicher Bedeutung gewonnen haben. Im Speziellen werden diese Märkte von Unternehmen als erstrebenswert erachtet, da die operationalen Kosten durch verantwortliches Wirtschaften gesenkt werden können. Durch nachhaltiges Wirtschaften können in EMs beispielsweise die Leistungsfähigkeit, die Beziehung zu Stakeholdern sowie die wettbewerbsmäßige Widerstandsfähigkeit gegenüber Konkurrenten verbessert werden. Dennoch erweisen sich Investitionen bzw. Expansionen in solche zwar aufstrebende aber noch keinesfalls an westliche Standards angepasste Märkte als große Herausforderung. Vor allem die mit einer Markterweiterung einhergehenden hohen Aufwendungen, um in diesen EMs Unternehmensaktivitäten und folglich auch CSR-Aspekte zu integrieren, stellen sich häufig als beträchtlicher und mit Bürokratie verbundener Kostentreiber heraus.
Die Frage nach der Effektivität und Effizienz in puncto Implementierung von CSR-Maßnahmen ist deshalb mehr als notwendig. Zahlreiche Beispiele aus der Wirtschaft belegen, dass sich Unternehmen häufig über Vorgaben und Richtlinien hinwegsetzen, um in der Folge Ausgaben einsparen zu können. Es sind unter anderem die mediale Berichterstattung und der damit einhergehende Imageschaden durch öffentliche Skandale, wie beispielsweise "Enron/Arthur Anderson", weshalb für Unternehmen die Bedeutung von nachhaltigerem Wirtschaften stetig zunimmt. Des Weiteren kann auch der Erdölkonzern "BP" mit der Bohrinsel "Deepwater Horizon" (am Standort Golf von Mexiko) genannt werden, wo laut internen Berichten zufolge schon Monate vor dem Eintritt der Erdöl-Katastrophe die Sicherheitsmaßnahmen stark vernachlässigt wurden. Die Folge war, dass Stakeholder nicht nur einen Wert auf die finanzielle Performance, sondern auch auf nicht-finanzielle Erfolge, wie beispielsweise die Reduzierung des ökologischen Fußabdruckes von Unternehmen legten. Diese beeinträchtigenden Eingriffe in die Ökologie machten ein Einschreiten durch Regierungen notwendig. Es ist daher wichtig aufzuzeigen, wie die agierenden Unternehmen wirtschaften und inwiefern dieses Handeln der Umwelt und Gesellschaft – vor allem in Emerging Markets – schaden oder auch helfen kann.
1 Einleitung: Beschreibt die Ausgangslage, die Ziele der Diplomarbeit und den methodischen Aufbau der Untersuchung.
2 Developing Countries vs. Emerging Markets: Erörtert die theoretische Abgrenzung zwischen Entwicklungsländern und Schwellenländern, um eine wissenschaftliche Basis für die Analyse zu schaffen.
3 Darstellung ausgewählter CSR-Sichtweisen: Analysiert regionalspezifische CSR-Konzepte und -Herausforderungen in Indien, China, Südafrika, Mexiko und Brasilien unter Verwendung statistischer Daten und theoretischer Ansätze.
4 Fallbeispiele: Verknüpft die theoretischen Erkenntnisse mit konkreten Fallstudien von Unternehmen wie AstraZeneca, CNPC, Kjaer, Mondi und Coca-Cola in den betrachteten Schwellenländern.
Corporate Social Responsibility, Emerging Markets, Entwicklungsländer, Nachhaltigkeit, Stakeholder-Ansatz, Unternehmensethik, Globalisierung, Wirtschaftsleistung, Fallstudien, CSR-Strategien, Wertschöpfungskette, soziale Verantwortung, Umweltmanagement, Schwellenländer, Unternehmensführung.
Die Arbeit analysiert das Konzept der Corporate Social Responsibility (CSR) in spezifischen Schwellenländern (Emerging Markets) auf drei verschiedenen Kontinenten, um zu verstehen, wie diese Märkte nachhaltiges Wirtschaften wahrnehmen und umsetzen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition und Abgrenzung von Schwellenländern, der historischen und kulturellen Entwicklung von CSR in den untersuchten Regionen sowie der Rolle von Unternehmen, Regierungen und NGOs bei der Umsetzung sozialer und ökologischer Standards.
Ziel ist es, spezifische CSR-Sichtweisen in ausgewählten Emerging Markets darzustellen, die theoretischen Ansätze in den jeweiligen Ländern zu beleuchten und diese durch praxisnahe Unternehmensbeispiele zu untermauern.
Es handelt sich um eine reine Theoriearbeit, die auf dem aktuellen Stand der Forschung basiert und zahlreiche Fallstudien, Fachzeitschriften, Bücher und Internetquellen auswertet, um ein fundiertes Gesamtbild der CSR-Konzepte in den Fokusländern zu zeichnen.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Definition und Abgrenzung der Märkte sowie einen praktischen Teil, der durch Fallstudien in Indien, China, Südafrika, Mexiko und Brasilien die Umsetzung von CSR-Initiativen in der Unternehmensrealität aufzeigt.
Die wichtigsten Schlagworte sind Corporate Social Responsibility, Emerging Markets, Nachhaltigkeit, Stakeholder-Ansatz, Unternehmensethik, Globalisierung und soziale Verantwortung.
Die Länder Indien, China, Südafrika, Mexiko und Brasilien wurden gewählt, da sie als wirtschaftliche Wachstumsmotoren ihrer jeweiligen Kontinente gelten und durch ihre Größe, Komplexität und sozioökonomische Beschaffenheit repräsentative Beispiele für die CSR-Diskussion in Schwellenländern darstellen.
Die Arbeit zeigt, dass historische Ereignisse wie das Apartheid-Regime in Südafrika, die spanische Kolonialherrschaft in Mexiko oder die späte Öffnung Brasiliens prägende Faktoren für die heutige Wahrnehmung von Verantwortung und das Rollenverständnis von Unternehmen gegenüber der Gesellschaft sind.
Die Checkliste dient als Management-Hilfsmittel, um CSR-Aspekte in die gesamte Wertschöpfungskette – von der Beschaffung über die Produktion und Distribution bis hin zum Konsum – zu integrieren und so proaktiv auf Risiken durch den Klimawandel oder lokale soziale Instabilitäten zu reagieren.
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