Diplomarbeit, 2004
144 Seiten, Note: 2.0
1. EINLEITUNG
1.1. Problemstellung
1.2. Struktur der Diplomarbeit
2. GRUNDLAGEN DER VERGÜTUNG
2.1. Definition von Leistung, Lohn, Synonyme für Arbeitsentgelt
2.2. Begriffsdefinition leistungsorientierte, erfolgsabhängige Vergütung
2.3. Darstellung der Lohnformen
2.3.1. Allgemeine Darstellung des Zeitlohnes
2.3.2. Leistungslohnformen
2.3.2.1.Akkordlohn
2.3.2.2.Prämienlohn
2.3.3. Investivlohn
2.3.3.1.Ergebnisbeteiligung durch Equity Pläne/Stock Options
2.3.3.2.Kapitalbeteiligungen
2.3.3.3.Kritik an Investivlohn
2.3.4. Cafeteria Systeme
3. AKTUELLE VERGÜTUNGSMODELLE IM FINANZWESEN
3.1. Bankentarif und freiwillige variable Leistungen der aufgeführten Institute
3.1.1. Der Bankentarif
3.1.2. Hamburger Sparkasse AG „Haspa-Value“
3.1.2.1.Hamburger Sparkasse AG„Haspa-Value Best“
3.1.2.2.Kritik an Systemen “Haspa Value” und “Haspa-Value-Best”
3.1.3. Deutsche Bank Systeme
3.1.3.1.„Bonus im Tarif“
3.1.3.2. Kritik am System „Bonus im Tarif“
3.1.3.3. „Global Share“ Belegschaftsaktienprogramm
3.2. Außertarifliche Vergütung
3.3. Bundesangestelltentarif BAT
3.3.1. Sparkasse Stormarn
3.3.2. Kritik an Vergütungsmodellen der Sparkasse Stormarn
3.4. Finanzdienstleister am Beispiel von Marschollek, Lautenschläger und Partner (MLP)
3.5. Vergleich mit dem Ausland
4. CHANCEN UND RISIKEN DURCH LEISTUNGSORIENTIERTE VERGÜTUNGSMODELLE
4.1. Chancen und Risiken aus Sicht der Unternehmen
4.1.1. Auswirkungen auf die Ertragssituation der Unternehmen
4.1.2. Entwicklung der Personalkosten im Unternehmen
4.1.3. Auswirkungen auf die Unternehmenskultur
4.1.4. Auswirkungen auf die Mitarbeiterfluktuation und Personalbeschaffung
4.1.5. Auswirkungen auf die Kundenzufriedenheit
4.1.6. Unternehmensspezifische Besonderheiten
4.2. Chancen und Risiken aus Sicht der Mitarbeiter
4.2.1. Veränderung der Entgeltverteilung
4.2.2. Veränderung der Mitarbeiterzufriedenheit und –motivation
4.2.3. Leistungsgerechtigkeit und Transparenz bei der Entgeltverteilung
4.2.4. Förderung des unternehmerischen Denkens und Handelns
4.2.5. Entwicklungstendenzen der Mitarbeiter
5. EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG
5.1. Mitarbeiterbefragung der Hamburger Sparkasse AG
5.1.1. Altersstruktur, Geschlecht, Familienstand und Anzahl der Kinder
5.1.2. Stellung der Mitarbeiter im Unternehmen
5.1.3. wirtschaftliche Rahmendaten
5.1.4. Leistungsorientierte Vergütung in der Haspa
5.1.5. Vertrauen und Mitwirkungswünsche
5.1.6. Ziele der Mitarbeiter im Unternehmen
5.1.7. Coaching und Zielvereinbarungen
5.1.8. Auswirkungen auf das Unternehmen und die Kundenbeziehung
5.2. Kombinationsauswertungen
5.2.1. Unterschiede in den Altersklassen
5.2.2. Unterschiede in Geschlecht und Familienstand
5.2.3. Unterschiede in der Dauer der Unternehmenszugehörigkeit
5.2.4. Unterscheidungen nach dem Arbeitsumfeld
5.2.5. Wirtschaftliche Rahmendaten der Befragten
5.2.6. Unterscheidungen nach Meinung der Mitarbeiter zur leistungsorientierten Verg.
5.2.7. Unterscheidungen nach Zielvereinbarungen oder Zielvorgaben
6. AUSGESTALTUNGSMÖGLICHKEITEN
6.1. Allgemeine Anforderungen
6.2. Voraussetzungen für die Einführung eines leistungsorientierten Vergütungssystems
6.2.1. Festlegung von Stellenprofilen
6.2.2. Zielvereinbarungs- und Beurteilungssystem
6.3. Ausgestaltung eines leistungsorientierten Vergütungssystems
6.3.1. Geltungsbereich
6.3.2. Anteil der variablen Vergütung am Gesamteinkommen
6.3.3. Prämiengrenzen
6.3.4. Zielvereinbarungsprozess
6.3.5. Leistungsbeurteilung
6.3.6. Zeitpunkt der Prämienzahlung
6.3.7. Sonstiges
6.4. Einführung einer leistungsorientierten Vergütung
7. FAZIT / HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN
8. LITERATUR- UND QUELLENVERZEICHNIS
Ziel der Arbeit ist es, den Leser über das Thema leistungsorientierte Vergütung in Kreditinstituten zu informieren und zu sensibilisieren. Dazu wird der Status Quo beleuchtet, eine empirische Untersuchung durchgeführt sowie Chancen und Risiken analysiert, um abschließend Empfehlungen für eine praxisnahe Gestaltung abzuleiten.
1.1. Problemstellung
Die aktuelle Lage am Bankenplatz Deutschland stellt sich als große Herausforderung für die deutschen Kreditinstitute dar. Im Vergleich zu erfolgreich agierenden Banksektoren wie in Großbritannien, den Niederlanden oder den USA hat eine Vielzahl der deutschen Institute mit Problemen wie zu geringen Marktanteilen, hoher Geschäftsstellendichte, unbefriedigendem Aufwands-/Ertragsverhältnis (Cost-Income-Ratio), sinkenden Wachstumsraten [vgl. Anhang Abb.1], geringer Zinsspanne und letztlich geringer Eigenkapitalrentabilität [vgl. Anhang Abb.2] zu kämpfen.
Der aus den aufgeführten Problemen resultierende Erfolgsdruck auf die Institute führte u.a. in den letzten Jahren zu erheblichem Personalabbau. Dieser belief sich von 2000 bis Mitte 2002 bei den beiden größten Instituten auf 14,09% (Deutsche Bank) und 8,39% (Hypovereinsbank AG) [vgl. Steffens]. Dieses Handeln ist in sofern nachvollziehbar, als sich die Beträge des Personalaufwandes in den Gewinn- und Verlustrechnungen der Institute als schwergewichtige Größe präsentieren.
Der darauffolgende Gedanke, den Personalaufwand stärker an das Geschäftsergebnis zu koppeln, ist betriebswirtschaftlich nachvollziehbar. Im vergangenen Jahrzehnt hat der Trend zu einer variablen Entlohnung, die stärker von der individuellen Leistung des Mitarbeiters abhängt, somit stetig zugenommen [vgl. Pellens, Crasselt, Rockholtz, S.1-28]. Dieser Trend ist vornehmlich durch den Druck der Globalisierung vorangeschritten/verstärkt worden. Betrachtet man die Entwicklung der Entlohnungsformen, so hat die Geschichte Deutschlands, z.B. mit Industrialisierung, Wiederaufbau und Rationalisierung aufgrund von Technologisierung bis hin zum Zeitalter der New Economy (Zeitalter: NEMAX 50) starken Einfluss auf die Ausgestaltung der verschiedenen Vergütungssysteme genommen.
1. EINLEITUNG: Definiert die Problemstellung und den Aufbau der Diplomarbeit.
2. GRUNDLAGEN DER VERGÜTUNG: Erläutert Begriffe und verschiedene Entlohnungsformen, insbesondere leistungs- und erfolgsabhängige Modelle.
3. AKTUELLE VERGÜTUNGSMODELLE IM FINANZWESEN: Untersucht konkrete Beispiele aus dem Bankensektor wie Bankentarif, Sparkassen und MLP.
4. CHANCEN UND RISIKEN DURCH LEISTUNGSORIENTIERTE VERGÜTUNGSMODELLE: Analysiert Vor- und Nachteile aus Unternehmens- sowie Mitarbeiterperspektive.
5. EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG: Präsentiert die Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung bei der Hamburger Sparkasse AG inklusive Kombinationsauswertungen.
6. AUSGESTALTUNGSMÖGLICHKEITEN: Gibt Empfehlungen für die Implementierung leistungsorientierter Vergütungssysteme in der Praxis.
7. FAZIT / HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN: Fasst die Kernaussagen zusammen und gibt abschließende Empfehlungen.
Leistungsorientierte Vergütung, Erfolgsabhängige Vergütung, Bankentarif, Sparkasse, Mitarbeiterbefragung, Variable Vergütung, Zielvereinbarung, Motivationsfaktor, Leistungslohn, Personalmanagement, Change-Management, Finanzwesen, Leistung, Erfolg, Anreizsystem.
Die Arbeit untersucht das Thema der leistungsorientierten Vergütung in deutschen Kreditinstituten vor dem Hintergrund eines steigenden Erfolgsdrucks.
Zu den zentralen Themen gehören die theoretischen Grundlagen der Vergütung, eine Analyse aktueller Praxisbeispiele, die Diskussion von Chancen und Risiken sowie eine empirische Untersuchung.
Ziel ist es, den Leser über das Thema leistungsorientierte Vergütung zu informieren und zu sensibilisieren, indem sowohl literaturgestützte Erkenntnisse als auch empirische Daten verarbeitet werden.
Die Arbeit basiert auf einer umfangreichen Literaturanalyse sowie einer eigenen empirischen Mitarbeiterbefragung bei der Hamburger Sparkasse AG.
Der Hauptteil gliedert sich in Grundlagen, aktuelle Branchenmodelle, Chancen- und Risikoanalysen sowie eine detaillierte Auswertung der empirischen Untersuchung.
Wichtige Begriffe sind u.a. variable Vergütung, Zielvereinbarung, Mitarbeiterzufriedenheit, Kreditinstitute und Anreizsysteme.
Die Haspa dient als zentrales Fallbeispiel, bei dem eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt und das dortige Vergütungsmodell intensiv analysiert wurde.
Die Befragung ergab überraschend, dass das Gehalt zwar ein wichtiger Faktor ist, jedoch nicht als der primäre Motivationsfaktor identifiziert wurde – Aspekte wie Erfolg, Lob und Anerkennung wurden höher gewichtet.
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