Masterarbeit, 2015
69 Seiten, Note: 1,0
1. A Screen Within a Screen
2. Intermedialität und Medienreflexion im Musikclip
2.1 Vorbetrachtungen
2.2 Der Screen als Binnenmedium
2.3 Offenlegung des Apparatus
2.4 Fremdreferentialität
2.5 Der Screen – Ein Resümee
3. Verweigerung der Intermedialität als Chance für Authentizität
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle und Funktion des "Screens" (Bildschirm/Leinwand) in Musikclips und analysiert, wie dieser im Kontext intermedialer Prozesse reflektiert, definiert und zur Konstruktion von Identität oder zur Appellfunktion genutzt wird.
2.2 Der Screen als Binnenmedium
Zunächst soll der Screen in der Rolle des Binnenmediums verhandelt werden. Demzufolge gibt es in den dazugehörigen Beispielen immer ein physikalisches Medium mitsamt Screen, das in den jeweiligen Clips eine entscheidende Rolle spielt.
Als Erstes wird der Screen im Zusammenhang von Fernsehen betrachtet. Rammstein – Amerika (Reg. Joern Heitmann, 2004) zeigt die Band bei einer Performance auf dem Mond, die global übertragen und auf den TV-Geräten weltweit rezipiert wird. Dabei wird auf die erste bemannte Mondlandung der Apollo 11 angespielt.
The moon scenes are intercut with non-whites around the world both performing distinct national customs (dances, prayers, songs) and consuming products of American culture (hamburgers, pizza, cigarettes). We see Africans, Australian Aborigines, and Southeast Asians dancing. We see a Muslim take off his Nike tennis shoes and say his prayers beside oil wells. We see Buddhist novices eating hamburgers, Africans eating pizza and sitting on Santa's lap, a Japanese on a motorcycle with a big, greasy '50s-style pompadour, Eskimos watching television, etc. As the song comes to an end, we realize that all this apparently archival footage is of recent vintage, because everyone is lip-syncing to the chorus.
Die Thematik des Songs ist der amerikanische Kultur-Imperialismus: "We're all living in America, because America has gone global". Jedoch handelt es sich dabei um eine bestimmte Form von Amerika. Es ist nicht das Amerika der indianischen Ureinwohner.
1. A Screen Within a Screen: Einführung in die theoretische Relevanz des Begriffs "Screen" und die Problematik der Definition des Mediums Musikclip.
2. Intermedialität und Medienreflexion im Musikclip: Analyse der theoretischen Grundlagen intermedialer Funktionen und Untersuchung der vielfältigen Erscheinungsformen des Screens, unterteilt in die Rollen als Binnenmedium, Apparatus-Element und fremdreferenzielles Medium.
3. Verweigerung der Intermedialität als Chance für Authentizität: Reflexion darüber, wie der bewusste Verzicht auf intermediale Ebenen als stilistisches Mittel zur Authentizitätssteigerung eingesetzt werden kann.
Musikclip, Screen, Intermedialität, Medienreflexion, Binnenmedium, Appellfunktion, Wunschkonstitution, Voyeurismus, Interaktivität, Authentizität, Post-cinematisch, Videotechnologie, Visuelle Narratologie, Digitale Konstruktion, Kultur-Imperialismus
Die Arbeit analysiert die funktionale und ästhetische Bedeutung des Screens (TV, Computer, Projektion) in Musikvideos und wie diese Technik die Kommunikation zwischen Clip und Zuschauer bestimmt.
Schwerpunkte sind die intermediale Verknüpfung von Medien, der Screen als Binnenmedium, die Selbstreflexion des Mediums Musikvideo sowie Fragen der Identitätskonstruktion durch Technologie.
Die Arbeit untersucht, welche Aussagen in Musikclips über den Screen getroffen werden und wie dieser im Kontext der Intermedialität reflektiert, definiert und genutzt wird.
Es wird eine medienwissenschaftliche Filmanalyse angewandt, die durch semiotische Begriffe und die Einbeziehung theoretischer Diskurse zur Intermedialität und zum Spektakel gestützt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in drei Analysebereiche: Den Screen als Binnenmedium, die Offenlegung des Apparatus (technische Bedingungen) und die Fremdreferentialität (Bezugnahme auf andere Medien).
Wichtige Begriffe sind Intermedialität, Medienreflexion, Apparatus, Voyeurismus und die "to-be-looked-at-ness" der Protagonisten.
Der Screen wird von einem reinen Transporteur von Inhalten zu einem interaktiven Feld, bei dem der Zuschauer durch eigene Interaktion (z.B. Facebook-Fotos) Teil der Bedeutungskonstitution wird.
Sie dient als gestalterisches Mittel, um durch die Beschränkung auf eine Ebene (z.B. ein einziges Setting) eine höhere Glaubwürdigkeit oder "Authentizität" für den Inhalt des Songs zu erzeugen.
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