Bachelorarbeit, 2013
84 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Die Entstehung von „Psychobilly“ und „Rockabilly“
2.1 „Psychobilly“
2.2 „Rockabilly“
3 Cultural Studies
3.1 Popularkultur
3.2 Methoden der Cultural Studies
4 „Psychobilly“ – Subkultur oder Szene?
4.1 Subkulturtheorie
4.2 Stilmittel
4.3 Erneuerung des Subkulturbegriffes
4.4 Der Szenebegriff
4.4.1 Das Individualisierungstheorem
4.4.2 Definition von Szenen
4.5 Szene oder Subkultur – Hauptunterschiede der Theorien
4.6 Die „Psychobilly-Szene“
5 Methodologisierung der Foucaultschen Diskursanalyse
6 Diskursanalyse
6.1 Theorieformierung
6.1.1 Figuration
6.1.2 Individualisierung
6.2 Sondierungsphase
6.3 Provisorische Korpuserstellung
6.4 Oberflächenanalyse und Rekonstruktion der diskursiven Beziehungen
6.4.1 Oberflächenanalyse („Dynamite!-Magazine“ #1)
6.4.2 Rekonstruktion der diskursiven Beziehungen („Dynamite!-Magazine“ #1)
6.4.3 Oberflächenanalyse („Dynamite!-Magazine“ #2)
6.4.4 Rekonstruktion der diskursiven Beziehungen („Dynamite!-Magazine“ #2)
6.4.5 Oberflächenanalyse („Dynamite!-Magazine“ #82)
6.4.6 Rekonstruktion der diskursiven Beziehungen („Dynamite!-Magazine“ #82)
6.5 Fertigstellung der Rekonstruktion
6.6 Ergebnisaufbereitung
6.7 Rückbezug
6.7.1 Individualisierung
6.7.2 Figuration
7 Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht die Psychobilly-Szene im soziokulturellen Kontext und analysiert mittels einer diskursanalytischen Untersuchung der Zeitschrift "Dynamite!", wie sich die Szene im Zeitraum von 1994 bis 2013 gewandelt hat, wobei der Fokus auf dem Identitätsmanagement und der Abgrenzung zur Popularkultur liegt.
2.1 „Psychobilly“
„Psychobilly“ entstand Anfang der 80er Jahre in England und wird heute als „Erfindung“ der Band „Meteors“ betrachtet. Peter Paul Fenech, heute noch Sänger der Meteors, und Nigel Lewis spielten in verschiedenen Rockabilly-Gruppierungen bis sie beschlossen ihre ganz eigene neue Art der Musik zu kreieren, die „Psychobilly“ heißen sollte. Damals bedeutete dies nichts anderes als Punk-Einflüsse in den „Rockabilly“ zu geben um damit im Endprodukt eine „härtere“ Musik zu erhalten. Während Elvis und andere Vertreter des „Rock’n’Roll“ in den 50er Jahren noch als Rebellen galten, war „Rock’n’Roll“ und „Rockabilly“ Ende der 70er Jahre zur massentauglichen Musik geworden. Fenech und Lewis holten sich noch den Punk-Drummer Mark Robertson hinzu und gründeten „The Meteors“. Heute wird der Schritt der drei in Biographien der Bands als „Evolution des Rockabilly“ betrachtet, allerdings klangen die ersten Alben musikalisch kaum härter als „Rockabilly“ und „Psychobilly“ entwickelte sich erst in den Folgejahren zu dem, was es heute ist. Die Abgrenzung der Band zum „Rockabilly“ fand in der Anfangszeit besonders optisch und auch durch die Songtexte statt (vgl. o A o. J., S. 1). Noch heute ist es typisch für „Psychobilly-Bands“ in den Songtexten über Themen wie Horror, Zombies, Nekrophilie, Tod, Sado-Masochismus, Wahnsinn und Ähnliches zu singen (vgl. El-Nawab 2005, S. 199). Der Song „Voodoo Rhythm“ ist von der ersten 7“ Platte der Meteors 1981 und ist inhaltlich absolut typisch für die Songtexte des ganzen Genres. In aller Regel kommt es zu keinerlei Feststellung oder Kritik, häufig sind die Texte zusammenhangslos und es wird eine Art Horror-, Zombie- oder Friedhofsszenerie beschrieben.
1 Einleitung: Der Autor erläutert die Motivation für diese Arbeit, begründet die Wahl des wenig erforschten Themas Psychobilly und diskutiert die Herausforderungen der dünnen Quellenlage.
2 Die Entstehung von „Psychobilly“ und „Rockabilly“: Es werden die Ursprünge und Erkennungsmerkmale beider Genres sowie deren historische Entwicklung und gegenseitige Beeinflussung dargestellt.
3 Cultural Studies: Dieses Kapitel führt in die theoretischen Grundlagen der Cultural Studies ein und untersucht, warum Randphänomene wie die Psychobilly-Szene für die Gesellschaftswissenschaft relevant sind.
4 „Psychobilly“ – Subkultur oder Szene?: Basierend auf Subkultur- und Szenetheorien wird hinterfragt, ob die Psychobilly-Gruppierung eher eine klassische Subkultur oder eine moderne, labilere Szene darstellt.
5 Methodologisierung der Foucaultschen Diskursanalyse: Der Autor begründet die Wahl der diskursanalytischen Methode nach Foucault und Diaz-Bone zur Erforschung der Psychobilly-Szene anhand des "Dynamite!-Magazines".
6 Diskursanalyse: Der Hauptteil beinhaltet die methodische Durchführung, Oberflächenanalyse und Rekonstruktion der Diskurse innerhalb der ausgewählten Zeitschriftenausgaben von 1994 und 2013.
7 Fazit: Die Ergebnisse werden zusammengefasst, wobei die bemerkenswerte Stabilität der Psychobilly-Szene trotz des kommerziellen Wandels der begleitenden Medien hervorgehoben wird.
Psychobilly, Rockabilly, Cultural Studies, Subkultur, Szene, Diskursanalyse, Dynamite-Magazin, Identität, Stilmittel, Authentizität, Individualisierung, Musikgenres, Popularkultur, Foucault, Rebellion.
Die Arbeit befasst sich mit der Psychobilly-Szene, ihrer Entstehung, ihrer soziologischen Einordnung als Szene oder Subkultur und der medialen Darstellung dieses Phänomens über einen Zeitraum von 19 Jahren.
Die zentralen Themen sind die Entwicklung der Psychobilly- und Rockabilly-Genres, die Anwendung theoretischer Konzepte wie der Cultural Studies und die Analyse der medialen Repräsentation innerhalb einer Szene-Zeitschrift.
Das Ziel ist es, durch eine diskursanalytische Untersuchung zu verstehen, wie sich die Psychobilly-Szene über die Zeit gewandelt hat und welche Bedeutung Identitätskonstruktion und Abgrenzung in diesem Prozess einnehmen.
Es wird die Methode der diskursiven Analyse nach Michel Foucault angewendet, wobei das methodische Vorgehen von Rainer Diaz-Bone als konkrete Anleitung für die Untersuchung von Musik-Szenen und deren Fachzeitschriften adaptiert wird.
Der Hauptteil widmet sich der theoretischen Fundierung (Kulturtheorien, Szenetheorie), der methodischen Vorbereitung (Sondierung der Datenbasis) und der detaillierten Auswertung der Ausgaben #1, #2 und #82 des "Dynamite!-Magazines".
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Psychobilly, Szene, Diskursanalyse, Subkulturtheorie, Authentizität und Identitätsmanagement bestimmt.
Die Analyse zeigt, dass Psychobilly ursprünglich als "härtere" Antwort auf den zu soften Rockabilly entstand, sich jedoch über die Jahre hinweg eine Annäherung vollzog, bis beide Szenen heute oft unter dem gemeinsamen Oberbegriff "die Szene" zusammengefasst werden.
Die Arbeit verdeutlicht, dass die Zeitschrift "Dynamite!" im Untersuchungszeitraum eine stärkere kommerzielle Ausrichtung erfahren hat (Erhöhung des Umfangs, neue Sponsoren, Retro-Design), was innerhalb der Szene-Foren teilweise kritisch als "knallhartes Business" diskutiert wurde.
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