Masterarbeit, 2014
83 Seiten, Note: 1,7
Einleitung – Bibliothek, Lebensstil und Nutzungsverhalten
Lebensstilforschung an Öffentlichen Bibliotheken
1.1. Theoretischer Überblick zur Lebensstilforschung
1.2. Zum Lebensstilbegriff
1.3. Lebensstilanalyse nach Gunnar Otte
1.4. Übersicht zu den Lebensstiltypen
1.5. Lebensstil und Bibliotheksnutzung
Vergleichende Lebensstilanalyse zwischen den Stadtbibliotheken in Leipzig und Stuttgart
1.6. Forschungshypothesen
1.7. Datenerhebung
1.8. Datenanalyse
1.8.1. Aufbereitung der Daten für die Analyse
1.8.2. Indexbildung
1.8.3. Statistische Datenanalyse
1.9. Vergleichende Lebensstilyanalyse
1.9.1. Lebensstilverteilung im Vergleich
1.9.2. Grundlegende Motive bei der Nutzung
1.9.3. Besuchshäufigkeit
1.9.4. Besuchsdauer
1.9.5. Persönliche Wichtigkeit der Bücherei
1.9.6. Kommunikation über die Bibliothek
1.9.7. Nutzung der Bibliotheksangebote
1.9.8. Themeninteressen der Nutzer
1.9.9. Informationsverhalten Bücher – Internet
1.9.10. Bewertung der Bibliothek
1.9.11. Lebensstil und soziodemografische Merkmale
1.9.12. Kurzübersicht des lebensstilbezogenen Nutzungsverhaltens
Schlussbemerkung
Ziel der Arbeit ist die empirische Überprüfung von Hypothesen zu regionalen Unterschieden in der Lebensstilverteilung von Bibliotheksnutzern in Leipzig und Stuttgart sowie die Analyse des Einflusses verschiedener Lebensstiltypen auf das spezifische Nutzungsverhalten, um ein fundiertes Verständnis über die Zielgruppen Öffentlicher Bibliotheken zu erlangen.
1.1. Theoretischer Überblick zur Lebensstilforschung
Lebensstilorientierte Analysen gesellschaftlicher Strukturen führten und führen nicht nur in den Sozialwissenschaften zu einer Flut an begrifflichen Konstruktionen. Einerseits versuchen sie das Verhältnis von Subjekt und Gesellschaft (Autonomisierung, Atomisierung, Entstrukturierung, Globalisierung, Individualisierung, Pluralisierung, Polarisierung, Virtualisierung usw.) zu skizzieren. Auf der anderen Seite bringen Gesellschafts- und Sozialstrukturdiagnosen fortlaufend neue Etiketten zur Beschreibung von Auffälligkeiten eines bestimmten Zeitabschnitts, eines Paradigmas oder einer bestimmten Werteverschiebung hervor (Fortgeschrittene Industriegesellschaft, Medien-, Informations-, Kommunikations- und Wissensgesellschaft, Multioptions-, Inszenierungs- und Risikogesellschaft, Überfluss-, Dienstleistungs-, Freizeit- und Erlebnisgesellschaft usw.) hervor. Ausgangspunkt all dieser begrifflichen Illustrationen ist dabei das “Leben” selbst (Lebenspraxis, -weise, -haltung, -lagen, -formen, -chancen, -vollzüge, -stil usw.). Die Gründe dafür liegen insbesondere in der rasant zunehmenden gesellschaftlichen Differenzierung seit dem späten 18. Jahrhundert.
Schon Pioniere der Sozialwissenschaften wie Émile Durkheim und Georg Simmel verwiesen Ende des 19. Jahrhunderts auf die Arbeitsteilung als (für die Gesellschaft wie für Einzelne mit massiven Konsequenzen verbundene) Haupttriebfeder sozialstruktureller Entwicklungen und vor allem Veränderungen. Diese machen sich bis heute u.a. durch enorme berufliche Spezialisierungen, sich laufend differenzierende Rollen- und Verhaltensmuster, eine Vermehrung von Entscheidungs- sowie Handlungsmöglichkeiten und durch die mit allem verbundene Entfaltung ungleichartiger (allgemeiner) Lebensführungs- und (konkret ausgestalteter) Lebensstilkonzepte bemerkbar. Lebensstil ist demnach weniger allgemein, vielmehr als “aktive und situative, expressive und distinguierende Seite der Lebensführung” zu verstehen. Die Lebensstilforschung ist infolgedessen auf sozialstrukturelle Betrachtungsweisen gerichtet.
Einleitung – Bibliothek, Lebensstil und Nutzungsverhalten: Das Kapitel führt in die Relevanz der Lebensstilforschung für Bibliotheken ein und skizziert das Forschungsziel, Nutzergruppen jenseits rein soziodemografischer Merkmale zu differenzieren.
Lebensstilforschung an Öffentlichen Bibliotheken: Hier werden theoretische Grundlagen zur Lebensstilforschung, der Lebensstilbegriff sowie das empirische Modell von Gunnar Otte erläutert.
Vergleichende Lebensstilanalyse zwischen den Stadtbibliotheken in Leipzig und Stuttgart: Dieser Hauptteil präsentiert die Forschungshypothesen, das Untersuchungsdesign der Befragungen in Leipzig und Stuttgart sowie die detaillierte empirische Auswertung und den Vergleich der Ergebnisse hinsichtlich Lebensstilverteilung und Nutzungsverhalten.
Schlussbemerkung: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse der vergleichenden Analyse und diskutiert die Erkenntnisse für die bibliothekarische Praxis sowie die Grenzen der angewandten Typologie.
Lebensstilforschung, Öffentliche Bibliotheken, Bibliotheksnutzung, Gunnar Otte, Lebensstiltypen, Nutzungsverhalten, Leipzig, Stuttgart, empirische Sozialforschung, Wertorientierung, Sozialstruktur, Bibliotheksmarketing, Zielgruppenanalyse, Informationsverhalten, Mediennutzung
Die Masterarbeit befasst sich mit der Analyse der Lebensstile von Bibliotheksnutzern in den Städten Leipzig und Stuttgart, um zu untersuchen, inwieweit das Nutzungsverhalten durch spezifische Lebensstilmuster geprägt ist.
Zentrale Themen sind die Lebensstilforschung, der Einfluss von regionalen Disparitäten (Ost-West-Vergleich) auf das Nutzerverhalten sowie die Segmentierung von Bibliothekskunden nach dem Modell von Gunnar Otte.
Das Ziel ist die empirische Überprüfung, ob sich die Lebensstilverteilung von Bibliotheksnutzern in Leipzig und Stuttgart unterscheidet und ob sich das daraus resultierende Nutzungsverhalten zwischen diesen beiden Standorten ähnelt.
Die Arbeit verwendet eine quantitative Untersuchungsmethode, basierend auf der Kurzversion der Lebensstiltypologie von Gunnar Otte, die mittels schriftlicher Fragebögen bei Bibliotheksnutzern erhoben wurde.
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Auswertung der Befragungsdaten, angefangen bei der Lebensstilverteilung bis hin zu spezifischen Aspekten wie Besuchshäufigkeit, Nutzungsmotiven und der Bevorzugung von Informationsmedien.
Wichtige Begriffe sind Lebensstilforschung, Bibliotheksnutzung, Zielgruppenanalyse, Lebensstiltypen nach Otte sowie der Vergleich zwischen Leipzig und Stuttgart.
Die Analyse deutet darauf hin, dass regionale Disparitäten, wie die historisch bedingte unterschiedliche Ressourcenverteilung und Sozialisation, zu Abweichungen in der Lebensstilverteilung führen, während bestimmte grundlegende Nutzungsmuster jedoch konsistent bleiben.
Die Autorin weist darauf hin, dass die Befragung in einem Interimsbau stattgefunden hat, was bei einigen Kennzahlen, wie etwa der Aufenthaltsqualität oder der Nutzung von Veranstaltungen, zu verzerrten Ergebnissen führen kann.
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