Bachelorarbeit, 2014
71 Seiten, Note: 12 Punkte
1. Einführung
1.1 Wissenschaftliche Einblicke in die kontroverse Thematik
1.2 Beweggrund und Aufbau der Arbeit
1.3 Merkmale und Anforderungen des Lehrerberufs
1.4 Professionalität als Qualitätsbegriff
1.5 Professionelles Handeln
1.6 Professionalität im Lehrberuf
1.7 Antinomien
2. Disziplin – Probleme im Unterricht
2.1 Der Begriff „Disziplin“
2.2 Disziplin in der deutschen Geschichte
2.3 Disziplin – ein belasteter Begriff
2.4 Womit Lehrerinnen und Lehrer heute konfrontiert sind (Fallbeispiele – Problemstellung)
2.5 Disziplin in der Schule – Plädoyer für ein antinomisches Verständnis
3. Unterrichtsstörungen – Defizite der Professionalität von Lehrkräften?
3.1 Erscheinungsformen und Häufigkeit von Unterrichtsstörungen
3.2 Einige mögliche Ursachen von Unterrichtsstörungen
3.2.1 Erziehung im Elternhaus (Soziokultureller Hintergrund) als Ursache von Unterrichtsstörungen?
3.2.2 Der Einfluss der Medien im Elternhaus als Ursache für Unterrichtsstörungen?
3.2.3 Ursachen von Unterrichtsstörungen seitens der Schülerschaft unter Berücksichtigung des gesellschaftlichen Einflusses
3.2.4 Entwicklungsverletzungen
3.3 Mangelnde Handlungskompetenzen der Lehrkräfte als Ursache von Unterrichtsstörungen?
3.3.1 Defizite von erfolgreichem Lehrerverhalten in Bezug auf Konfliktsituationen
3.3.2 Was machen Lehrkräfte in Bezug auf ihre Unterrichtsgestaltung falsch?
3.4 Plädoyer für ein antinomisches Verständnis von Unterrichtsstörungen
4. Professionalisierung der Lehrkräfte
4.1 Wie können Lehrpersonen heutzutage bestehen?
4.2 Die Notwendigkeit einer zeitgemäßen Disziplin im Unterricht
4.3 Disziplin und Didaktik
4.4 Der Begriff Professionalisierung
4.5 Erfolgreiche Strategien und Typen
4.6 Erfolgreiche Strategien nach Kounin
5 Prävention von Unterrichtsstörungen
5.1 Die Notwendigkeit von Beziehungen für gelingenden Unterricht
5.1.1 Wie können gute Beziehungen zwischen Lehrenden und Lernenden hergestellt werden?
5.1.2 Inwieweit ist eine Autorität im heutigen Klassenzimmer notwendig? – welche Funktion hatte sie in der Geschichte?
5.1.3 Sind Lenkung und Autorität mit einer pädagogischen Liebe vereinbar?
5.1.4 Beziehung zu den Lernenden fördern
5.2 Prävention durch breite Aktivierung
5.3 Prävention durch Regeln
5.4 Prävention durch Unterrichtsfluss
5.4.1 Wartezeiten vermeiden
5.4.2 Eigene „Störungen“ unterlassen
6. Interventionsmöglichkeiten bei Unterrichtsstörungen
6.1 Beziehungsebene
6.2 Disziplin-Managementebene
6.3 Unterrichtsebene
7. Fazit
7.1 Einblicke in das Themengebiet der Arbeit
7.1.1. Professionelles Handeln – Professionalität einer Lehrkraft
7.1.2 Der Begriff „Disziplin“ – ihre Bedeutung für die Schule
7.1.3 Unterrichtsstörungen - Erscheinungsformen
7.1.4 Erfolgreiche Strategien zur Klassenführung
7.1.5 Prävention von Unterrichtsstörungen.
7.1.6 Intervention bei Unterrichtsstörungen
7.2 Die autoritative Klassenführung – der beste Weg für den professionellen Umgang im Klassenzimmer (Erkenntnis)
7.3 Zum Abschluss ein praktisches Beispiel für eine professionelle Lehrkraft
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen durch Unterrichtsstörungen und analysiert, inwieweit die Professionalität einer Lehrkraft durch Autorität, Disziplin und Handlungskompetenz bedingt ist, um im Schulalltag erfolgreich agieren zu können.
1.3 Merkmale und Anforderungen des Lehrerberufs
„Wahrscheinlich gibt es nicht viele Berufe, an die die Gesellschaft so widersprüchliche Anforderungen stellt: Gerecht soll er sein, der Lehrer, und zugleich menschlich und nachsichtig, straff soll er führen, doch taktvoll auf jedes Kind eingehen, Begabungen wecken, pädagogische Defizite ausgleichen, Suchtprophylaxe und Aids-Aufklärung betreiben, auf jeden Fall den Lehrplan einhalten, wobei hochbegabte Schüler gleichermaßen zu berücksichtigen sind wie begriffsstutzige. Mit einem Wort: Der Lehrer hat die Aufgabe, eine Wandergruppe mit Spitzensportlern und Behinderten bei Nebel durch unwegsames Gelände in nordsüdlicher Richtung zu führen, und zwar so, dass alle bei bester Laune und möglichst gleichzeitig an drei verschiedenen Zielorten ankommen.“
Dieser Artikel erschien 1988 in der Schweiz in der Wochenzeitung „Weltwoche“ die die Problematik im Lehrerberuf beschreibt. Nun sind die Anforderungen an die Lehrkräfte bis heute nicht weniger, sondern größer geworden.
Weit verbreitet ist die Aussage über Lehrkräfte: „Lehrer haben vormittags Recht und nachmittags frei.“ Hinzu kommen dann noch die vielen Ferien, sodass der Lehrerberuf im Volksmund als „Erholungsberuf“ bezeichnet wird. Auf der Kehrseite steigt dagegen die Zahl der Lehrkräfte, die an einem Burnout leiden und für eine gewisse Zeit zum Unterrichten unfähig sind.
Wie kommt es nun zu dieser Aussage aus dem Volksmund und dem ernüchternden Tatbestand? Welche Anforderungen und Merkmale kennzeichnen den Lehrberuf? Hierbei muss unterschieden werden, aus welcher Perspektive dieser betrachtet wird. Dies kann aus der Lernenden-, Eltern-, Außenstehenden- sowie aus der Lehrperspektive betrachtet werden. Aus allen Blickwinkeln ergeben sich unterschiedliche Sichtweisen. Die vorliegende Arbeit beschränkt sich hierbei jedoch auf die Lehrerperspektive.
1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Zunahme von Disziplinproblemen im Unterricht und stellt die zentrale Forschungsfrage nach den Merkmalen einer professionellen Lehrkraft.
2. Disziplin – Probleme im Unterricht: Dieses Kapitel untersucht den historisch belasteten Disziplinbegriff und plädiert für ein zeitgemäßes, antinomisches Verständnis in der Schule.
3. Unterrichtsstörungen – Defizite der Professionalität von Lehrkräften?: Hier werden die Ursachen von Störungen analysiert, wobei sowohl das Umfeld der Lernenden als auch das ineffektive Verhalten der Lehrkräfte kritisch beleuchtet werden.
4. Professionalisierung der Lehrkräfte: Dieses Kapitel erläutert den Prozess der Lehrerprofessionalisierung und stellt erfolgreiche Strategien zur Klassenführung vor.
5 Prävention von Unterrichtsstörungen: Hier stehen präventive Ansätze wie Beziehungsaufbau, breite Aktivierung, klare Regeln und Unterrichtsfluss im Fokus.
6. Interventionsmöglichkeiten bei Unterrichtsstörungen: Das Kapitel bietet konkrete Handlungsmöglichkeiten auf Beziehungs-, Disziplin- und Unterrichtsebene bei akuten Konflikten.
7. Fazit: Die abschließende Zusammenfassung bestätigt die Bedeutung der autoritativen Klassenführung als idealen Weg für den professionellen Umgang im Klassenzimmer.
Disziplin, Unterrichtsstörungen, Lehrerprofessionalität, Autorität, autoritative Erziehung, Klassenführung, Prävention, Intervention, professionelles Handeln, Handlungskompetenz, Pädagogik, Schüler-Lehrer-Beziehung.
Die Arbeit befasst sich mit dem Spannungsfeld zwischen Disziplin, Unterrichtsstörungen und der professionellen Kompetenzentwicklung von Lehrkräften im modernen Schulalltag.
Die Arbeit behandelt unter anderem die Definition von Professionalität, die Ursachen von Störungen, präventive Klassenführung sowie Interventionsmöglichkeiten bei Konflikten.
Das Ziel ist es, Handlungsmöglichkeiten für Lehrkräfte aufzuzeigen, um Unterrichtsstörungen vorzubeugen oder professionell zu begegnen und somit die Qualität des Unterrichts zu sichern.
Die Arbeit stützt sich auf pädagogische Fachliteratur und nutzt insbesondere das „antinomische Verständnis“ sowie das Modell der „autoritativen Erziehung“ als theoretische Basis.
Der Hauptteil analysiert die Ursachen von Unterrichtsstörungen, stellt Strategien zur Prävention durch Beziehungsaufbau und Regeln vor und bietet konkrete Interventionsmöglichkeiten an.
Die zentralen Begriffe sind Disziplin, Unterrichtsstörungen, Professionalität, Autorität, Prävention und Klassenführung.
Aufgrund der deutschen Geschichte, insbesondere der Zeit des Nationalsozialismus, ist der Begriff „Disziplin“ oft mit Drill, Unterdrückung und blindem Gehorsam assoziiert, was seine heutige Verwendung erschwert.
Während autoritäre Führung auf Machtausübung und Gehorsam basiert, zeichnet sich eine autoritative Führung durch eine Kombination aus klaren Grenzen, Wertschätzung und einer positiven Beziehung zu den Lernenden aus.
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