Masterarbeit, 2012
105 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Relevanz und Forschungsfragen
1.2 Bestimmung des Forschungsbegriffs
1.3 Forschungsstand und Themenabgrenzung
1.4 Forschungsansatz und Struktur der Arbeit
2 Rahmenbedingungen des Güterverkehrs in Europa
2.1 Der Güterverkehrsmarkt in Zahlen
2.2 Angebot, Nachfrage und Preiselastizität im Verkehrsmarkt
2.3 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
2.3.1 Integrationseffekt
2.3.2 Güterstruktureffekt
2.3.3 Logistikeffekt
2.3.4 Informationseffekt
2.4 Die europäische Verkehrspolitik
2.4.1 Liberalisierung des Straßengüterverkehrs
2.4.2 Die Deregulierung der Eisenbahnen in Europa
2.4.3 Zukunftsausrichtung des europäischen Verkehrsmarkts
2.5 Infrastrukturelle und technische Faktoren
2.6 Gesellschaft und Umwelt
2.7 Zwischenfazit und Zusammenfassung
3 Grundlagen des Kombinierten Verkehrs in Europa
3.1 Definition und Kurzhistorie
3.2 Die verschiedenen Systeme im Überblick
3.2.1 Überseeische Transportketten
3.2.1 Kontinentale Transportketten
3.3 Die Technik und Infrastruktur des Kombinierten Verkehrs
3.3.1 Ladeeinheiten
3.3.2 Techniken des Umschlags
3.3.3 Innovative Umschlagsysteme
3.3.4 Standort, Netzdichte und Kapazität der Terminals
3.3.5 Informations- und Kommunikationssysteme
3.4 Kosten und externe Effekte von Transportketten
3.4.1 Zusammenhang zwischen Transportkosten und Transportzeit
3.4.2 Transportkosten im Nord-Süd- und West-Ost-Verkehr
3.4.3 Externe Kosten des Kombinierten Verkehr und Lkw im Vergleich
3.5 Anbieter, Nachfrager und die Rolle des Staates
3.5.1 Die Angebotsseite
3.5.2 Die Nachfrageseite
3.5.3 Die Rolle der Verkehrspolitik
4 Branchenstrukturanalyse des Kombinierten Verkehrsmarktes
4.1 Der europäische Kombinierte Verkehrs in Zahlen
4.1.1 Entwicklung des Gesamtmarkts
4.1.2 Der unbegleitete und begleitete Kombinierte Verkehr
4.1.3 Geschäftsmodelle und Akteure der Anbieterseite
4.2 Theorie der Branchenanalyse nach Porter
4.3 Anwendung des Konzepts auf den Kombinierten Verkehrsmarkt
4.3.1 Verhandlungsstärke der Lieferanten
4.3.2 Verhandlungsmacht der Abnehmer
4.3.3 Bedrohung durch Ersatzprodukte
4.3.4 Bedrohung durch neue Konkurrenten
4.3.5 Rivalität unter den bestehenden Unternehmen
5 Erkenntnisse und Gestaltungsempfehlungen
5.1 SWOT-Analyse des Kombinierten Verkehrs
5.2 Generische Wettbewerbsstrategien
5.3 Empfehlungen an die Politik
6 Zusammenfassung und Ausblick
Diese Masterarbeit untersucht die Wettbewerbsfähigkeit des Kombinierten Verkehrs Schiene – Straße in Europa als Alternative zum Straßengüterverkehr. Das primäre Ziel ist es, die Branchenstruktur und Wettbewerbsintensität zu analysieren, um Wachstumspotenziale sowie Barrieren für die Zukunft zu identifizieren und daraus strategische Handlungsempfehlungen abzuleiten.
3.3.1 Ladeeinheiten
Da beim Kombinierten Verkehr die Ladeeinheit umgeschlagen wird, stellt sie die erste wichtige technische Komponente dar. Für die überseeischen Transportketten ist der ISO-Container als Transportgefäß durch die Reedereien vorgegeben. Die wichtigsten Kriterien zur Beurteilung der Eignung der Ladeeinheit für kontinentale Transportketten im UKV sind die Kranbarkeit, die Stapelfähigkeit und das Verhältnis von Nutzlast zu Eigenmasse. Die Kombination von Eisenbahnwagen und Ladeeinheit darf eine bestimmte Höhe und Breite nicht überschreiten, die vom Tunnelprofil des europäischen Schienennetzes bestimmt wird. Diese Anforderungen erfüllen Wechselbehälter am besten, die größer als ISO-Container sind und damit ein Raumangebot bieten, das im Vergleich mit dem Lkw konkurrenzfähig ist. Im innereuropäischen Kombinierten Verkehr sind heute zwei Drittel aller Ladeeinheiten Wechselbehälter.
Eine vielversprechende Innovation im Bereich der Ladeeinheiten stellt das Projekt „TelliBox-Intelligent MegaSwapBoxes for advanced intermodal freight transport“ dar, das von der RWTH Aachen koordiniert wird. Der Prototyp hat ein Ladevolumen von 100 m³, eine Ladehöhe von drei Metern und kann von allen Seiten beladen werden. Zusätzlich ist er kranbar, stapelbar und diebstahlsicher. Falls das durch die EU geförderte Projekt die Marktreife erlangt und es zu einer Großserienfertigung kommt, könnte die TelliBox den Wechselbehälter auf kontinentale Transportketten in Europa ersetzen, da sie flexibler beladbar ist und durch ein besseres Verhältnis von Nutzlast zu Eigenmasse den Energieverbrauch im Transport senkt.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung moderner Transportsysteme ein und definiert die zentrale Forschungsfrage nach der Wettbewerbsfähigkeit des Kombinierten Verkehrs gegenüber dem Straßengüterverkehr.
2 Rahmenbedingungen des Güterverkehrs in Europa: Hier werden die Marktentwicklung, die wirtschaftlichen Effekte sowie die politische und infrastrukturelle Ausgangslage des europäischen Güterverkehrs analysiert.
3 Grundlagen des Kombinierten Verkehrs in Europa: Dieses Kapitel erläutert die Definition, die Systematik sowie die technische Infrastruktur und Kostenstrukturen des Kombinierten Verkehrs.
4 Branchenstrukturanalyse des Kombinierten Verkehrsmarktes: In diesem Hauptteil wird das Modell nach Porter angewandt, um die Wettbewerbskräfte zwischen Lieferanten, Abnehmern und Wettbewerbern im Markt detailliert zu untersuchen.
5 Erkenntnisse und Gestaltungsempfehlungen: Basierend auf den vorherigen Analysen werden hier eine SWOT-Analyse sowie generische Wettbewerbsstrategien und politische Empfehlungen zur Stärkung des Sektors formuliert.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Marktentwicklung und die Bedeutung des Kombinierten Verkehrs.
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Die Arbeit analysiert die Wettbewerbsfähigkeit des Kombinierten Verkehrs Schiene – Straße in Europa als nachhaltige Alternative zum dominierenden Straßengüterverkehr.
Die Arbeit behandelt die Rahmenbedingungen des Güterverkehrs, die theoretischen Grundlagen des Kombinierten Verkehrs sowie eine detaillierte Branchenstrukturanalyse der Akteure.
Das Ziel ist es, durch eine wissenschaftliche Analyse zu ermitteln, unter welchen ökonomischen Bedingungen der Kombinierte Verkehr konkurrenzfähig ist und welche Wachstumsbarrieren identifiziert werden können.
Die Autor wendet einen qualitativ empirischen Ansatz an, basierend auf dem Case-Study-Ansatz sowie der Branchenstrukturanalyse nach Michael E. Porter.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung der Rahmenbedingungen, die theoretischen Grundlagen des Systems und eine Anwendung des Porters-Modells zur Bestimmung der Wettbewerbsintensität.
Wichtige Begriffe sind Kombinierter Verkehr, Intermodalität, Schienengüterverkehr, Wettbewerbsstrategien und Logistikseffekte.
Die Politik wirkt durch Gesetze, Mautsysteme, Subventionen und Infrastrukturprojekte wie den Bau von Alpentransversalen aktiv auf die Marktbedingungen ein.
Innovative Systeme wie TelliBox, CargoBeamer oder moderne IT-gestützte Tracking-Systeme werden als wichtige Faktoren zur Steigerung der Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit eingestuft.
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