Bachelorarbeit, 2009
61 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Discounted Cash Flow-Verfahren
2.1 Grundlagen der Discounted Cash Flow-Verfahren
2.2 Bruttoverfahren
2.2.1 WACC-Ansatz
2.2.2 TCF-Ansatz
2.2.3 APV-Ansatz
2.3 Nettoverfahren: FTE-Ansatz
2.4 Bewertung der DCF-Verfahren
3 Capital Asset Pricing Model
4 Risikoaversion
4.1 Konstante absolute Risikoaversion
4.2 Konstante relative Risikoaversion
5 Sicherheitsäquivalentmethode
6 Bewertungsziffer der Risikoanalyse
7 Vergleich der Sicherheitsäquivalentmethode und der Risikoanalyse
7.1 Theoretische Resultate
7.1.1 Beschränktheit der Bewertungsmethoden
7.1.2 Inkorporierung des Anfangsvermögens
7.2 Praktische Implementierung der Risikoanalyse und Sicherheitsäquivalentmethode
7.2.1 Mögliche Ansätze zur Bestimmung der Bewertungsziffern
7.2.1.1 Analytische Herleitung
7.2.1.2 Numerische Integration
7.2.1.3 Monte-Carlo-Simulation
7.2.2 Modellierung der Periodenüberschüsse und Modellannahmen
7.3 Vergleich beider Methoden im Rahmen einer Modellrechnung
7.3.1 Zweiperiodiger Planungshorizont
7.3.2 Mehrperiodiger Planungshorizont
7.3.3 Inkorporierung von v0 und Abweichung der Bewertungsziffern
8 Beurteilung beider Bewertungsverfahren
9 Zusammenfassung wesentlicher Resultate und Ausblick
Die Arbeit vergleicht die Sicherheitsäquivalentmethode und die Bewertungsziffer der Risikoanalyse als Verfahren zur Bewertung risikobehafteter Zahlungsströme. Dabei wird untersucht, wie unterschiedliche Risikoaversionseinstellungen, der Planungshorizont und das Anfangsvermögen die Ergebnisse beeinflussen und welche Methode unter welchen Bedingungen theoretisch und praktisch anwendbar ist.
7.2.1.3 Monte-Carlo-Simulation
Im Zuge der Unternehmensbewertung wird versucht künftige Zahlungsströme insofern zu prognostizieren, dass deren Unsicherheit je nach Bewertungsmethode durch die Wahl geeigneter Risikozuschläge bzw. Risikoabschläge Berücksichtigung findet. Dabei wird eine Risikoeinstellungen des Entscheidungsträgers als gegeben vorausgesetzt. Obwohl somit gewonnene Ergebnisse keinesfalls als allgemein gültig angesehen werden können, ist es gerade diese a priori Festlegung der Risikopräferenz, welche für den Investor zukünftige Risiken als auch Chancen im Sinne einer Vermögensmehrung oder Vermögensminderung beinhaltet. Der ermittelte Unternehmenswert ist hinsichtlich seiner Korrektheit jedoch stark abhängig von der zu Grunde gelegten Maßzahl für das betrachtete Risiko.
Diese Problematik wird mittels Monte-Carlo-Simulationen umgangen, indem Simulationsdurchläufe versuchen mittels einer generierten Stichprobe (X(1),...,X(n)) auf die Verteilung des Models zu schließen. Bei diesen Berechnungen finden Risikoaspekte keine Anwendung, da lediglich die künftigen Einzahlungsüberschüsse sowie deren Eintrittswahrscheinlichkeiten betrachtet werden. Über die Erzeugung von Zufallszahlen und deren Zuteilung zu den künftigen Cash Flows entsprechend den gegebenen Wahrscheinlichkeiten, wird nach einer Erfolgskalkulation in jeder Periode t der Unternehmenswert bestimmt. Im Anschluss erfolgt ein erneuter beliebig oft durchführbarer Simulationslauf. Der Investor hat somit die Möglichkeit seine persönliche Risikoeinstellung erst nach abgeschlossener Analyse in die Berechnungen einfließen zu lassen, während diese bei anderen Verfahren elementarer Bestandteil der Rechnung gewesen wäre.
1 Einleitung: Die Einleitung motiviert die Problematik der Unternehmensbewertung unter Risikoaspekten und umreißt das Ziel der Arbeit sowie den methodischen Vergleich der Ansätze.
2 Discounted Cash Flow-Verfahren: Dieses Kapitel stellt verschiedene DCF-Methoden (WACC, TCF, APV, FTE) vor und diskutiert deren Annahmen sowie die Problematik des Zirkulationsansatzes.
3 Capital Asset Pricing Model: Das CAPM wird als kapitalmarkttheoretisches Modell zur Bestimmung der Diskontierungssätze innerhalb der DCF-Verfahren erläutert.
4 Risikoaversion: Hier werden die Konzepte der konstanten absoluten sowie relativen Risikoaversion basierend auf dem Arrow-Pratt-Maß theoretisch hergeleitet.
5 Sicherheitsäquivalentmethode: Die Methode wird definiert, wobei der Nutzen des Sicherheitsäquivalents dem Erwartungsnutzen der unsicheren Zahlungsströme gleichgesetzt wird.
6 Bewertungsziffer der Risikoanalyse: Es wird die Vorgehensweise zur Bestimmung der Bewertungsziffer erläutert, die eine umgekehrte Reihenfolge im Vergleich zum Sicherheitsäquivalent aufweist.
7 Vergleich der Sicherheitsäquivalentmethode und der Risikoanalyse: Das Hauptkapitel analysiert die theoretischen Unterschiede, implementiert die Methoden praktisch (u.a. Monte-Carlo) und vergleicht sie anhand von Modellrechnungen.
8 Beurteilung beider Bewertungsverfahren: Eine kritische Literaturdiskussion über die theoretische Fundierung und Anwendbarkeit der betrachteten Bewertungsmethoden.
9 Zusammenfassung wesentlicher Resultate und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse und einem Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der Risikoanalyse durch technologischen Fortschritt.
Unternehmensbewertung, Sicherheitsäquivalentmethode, Risikoanalyse, Risikoaversion, Discounted Cash Flow, CAPM, Arrow-Pratt-Maß, Monte-Carlo-Simulation, Copula, Zahlungsströme, Risikoprämie, Erwartungsnutzen, stochastischer Kapitalwert, intertemporale Abhängigkeit, Modellrechnung.
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen bewertet werden können, wenn zukünftige Zahlungsströme nicht sicher, sondern risikobehaftet sind. Der Fokus liegt auf dem Vergleich zweier spezifischer Methoden zur Bewertung solcher unsicherer Zahlungsströme.
Die zentralen Themen sind DCF-Verfahren, der Umgang mit Risikoaversion (nach Arrow-Pratt), die Sicherheitsäquivalentmethode und die Bewertungsziffer der Risikoanalyse sowie deren praktische Implementierung.
Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie sich die Sicherheitsäquivalentmethode und die Bewertungsziffer der Risikoanalyse in ihrem Ergebnis unterscheiden, welche theoretischen Schranken sie aufweisen und unter welchen Bedingungen die Methoden jeweils anwendbar sind.
Es werden kapitalmarkttheoretische Ansätze (CAPM) verwendet sowie entscheidungstheoretische Methoden (Erwartungsnutzentheorie). Praktisch wird der Vergleich durch Modellrechnungen, Monte-Carlo-Simulationen und den Einsatz von Copula-Modellen zur Abbildung von Abhängigkeitsstrukturen durchgeführt.
Der Hauptteil vertieft die theoretischen Zusammenhänge zwischen den Methoden, erläutert die Implementierung mittels numerischer Ansätze und vergleicht beide Verfahren anhand verschiedener Planungshorizonte und Annahmen zur Risikoaversion.
Die wichtigsten Schlagworte sind Unternehmensbewertung, Risikoanalyse, Sicherheitsäquivalent, Risikoaversion, Monte-Carlo-Simulation und Intertemporale Abhängigkeit.
Während die Sicherheitsäquivalentmethode Sicherheitsäquivalente für jede Periode einzeln bildet und somit Abhängigkeiten vernachlässigt, berücksichtigt die Risikoanalyse intertemporale Abhängigkeiten (Korrelationen) der Zahlungsströme, was das Ergebnis maßgeblich beeinflusst.
Das Anfangsvermögen beeinflusst das Ergebnis insbesondere bei Annahmen abnehmender absoluter Risikoaversion. Mit wachsendem Vermögen verändert sich das Bewertungsresultat, da sich das Risikoempfinden des Investors relativ zur Vermögensposition verschiebt.
Die Wahl der Nutzenfunktion bestimmt das Verhalten des Investors bei Vermögensänderungen. Eine CRRA-Annahme (konstante relative Risikoaversion) ist oft praxisnäher, während die Annahme einer CARA-Funktion (konstante absolute Risikoaversion) zu anderen Konsequenzen bezüglich der Bewertungsziffern führt.
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